Belgische Waffeln sind etwas ganz Besonderes: Sie werden deutlich dicker als klassische Herzwaffeln, haben tiefere Waben und schmecken außen herrlich knusprig, innen aber wunderbar fluffig. Genau dieser Mix macht sie so beliebt – und mit etwas Puderzucker, frischen Beeren oder Sahne schmecken sie fast wie im Café!
Streng genommen gibt es nicht das eine Originalrezept für belgische Waffeln, sondern zwei bekannte Varianten: Lütticher Waffeln und Brüsseler Waffeln. Lütticher Waffeln werden meist mit Hefeteig gemacht und sind oft etwas kompakter und süßer. In diesem Beitrag zeige ich euch die bekanntere Brüsseler Variante aus Rührteig; also die belgischen Waffeln, die viele aus dem Café oder vom Weihnachtsmarkt kennen. Wer lieber die Hefe-Version ausprobieren möchte, findet bei uns dafür ein eigenes Rezept. Die extra dicken Waffeln sind wie gemacht für einen gemütlichen Winternachmittag. Soulfood deluxe!




Da mein einfaches Rezept für Belgische Waffeln mit Backpulver schnell gemacht ist, kann man die Süßspeise sogar Last Minute machen. Die Zutaten habt ihr im Normalfall eh immer daheim: Mehl, Butter, Zucker, Eier, Milch. Anders als Kuchen-Rührteig ist dieser hier ziemlich flüssig und erinnert an Pfannkuchenteig.
Das richtige Waffeleisen für belgische Waffeln
Für belgische Waffeln benötigt ihr ein spezielles Waffeleisen mit tiefen Mulden, damit sie schön dick werden und ihr typisches Wabenmuster bekommen. In einem normalen Eisen mit Herzen klappt der Teig zwar auch, das Ergebnis wird aber deutlich flacher. Da man ja eh meist schon (zu) viele Küchengeräte zuhause hat, die Platz brauchen, haben wir ein Kombigerät mit Waffelplatten. In diesem kann man z.B. auch Sandwiches, Burger oder Gemüse grillen:
Falls ihr noch kein Gerät habt, schaut euch gerna auch mal diese Vorschläge an:
So werden belgische Waffeln besonders gut
Damit belgische Waffeln knusprig und innen weich werden, sollte die Temperatur recht hoch sein. Und was gibt es dazu? Beeren oder Bananenscheiben zum Beispiel. Wem das Ganze zu kalorienarm ist 😉 , der serviert eine ordentliche Portion Schlagsahne, Eiscreme, Schokosoße, Butter und Sirup dazu. Verschwindet alles schön in den Teig-Waben…

Für mich sind belgische Waffeln immer etwas Besonderes: Sie sehen toll aus, schmecken wunderbar goldbraun und gelingen mit diesem einfachen Teig ganz unkompliziert. Wenn ihr jetzt direkt loslegen möchtet, findet ihr hier in der Rezeptkarte alle Zutaten und die genaue Anleitung:
Belgische Waffeln
Zutaten
- 140 Gramm Butter flüssig
- 300 Gramm Weizenmehl
- 3 Teelöffel Backpulver leicht gehäuft
- 70 Gramm Zucker
- 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 2 mittelgroße Eier
- 450 Milliliter Milch
Zubereitung
- Die Butter vorsichtig schmelzen und etwas abkühlen lassen. Mehl und Backpulver vermischen. Zusammen mit Zucker, Salz, Eiern und flüssiger Butter in eine große Schüssel geben.
- Die Milch unter Rühren nach und nach dazugeben und alles mit Quirlen bzw. Schneebesen-Aufsätzen zu einem glatten Teig verrühren. Er ist deutlich flüssiger als normaler Kuchen-Rührteig und erinnert ein wenig an Pfannkuchenteig. Wer Zeit hat, kann den Teig ca. 10-30 Minuten ruhen lassen, es geht aber auch ohne.
- Das Waffeleisen aufheizen und ganz leicht einfetten, z.B. mit etwas Backtrennspray. Je einige Esslöffel Teig in die Mulden geben (wir haben ein Eisen mit 2 Waffel-Mulden), schließen und je nach Gerät und Hitze in 3-4 Minuten goldgelbbacken. Je nach Waffeleisen-Größe ergibt das Rezept rund 8-12 große, dicke Waffeln.
Anmerkungen
- Zum Ausbacken benötigt ihr ein spezielles Waffeleisen für belgische Waffeln wie dieses, dieses oder dieses. Wir haben ein Kombigerät mit Waffelplatten. In diesem kann man z.B. auch Sandwiches, Wraps, Burger, Kartoffeln oder Gemüse grillen.
- Es ist wichtig, dass der Teig glatt und ohne Klümpchen ist. Notfalls kurz mit einem Stabmixer durchpürieren.
- Die Waffeln schmecken frisch gebacken am besten, lassen sich aber auch super einfrieren oder 1-2 Tage in einer Tupperdose aufbewahren und einfach nochmal kurz im Toaster aufbacken.












78 Kommentare
Leider keine schönen Waffeln. Sie werden trotz höchster Stufe nicht schön fluffig und dick, sondern platt, schrumpelig und zerfleddert. Noch nie ist mir ein Waffelrezept so missglückt und wir machen echt häufig Waffeln… Geschmack ist zum Glück gut.
Backpulver hat keine Säure. Jedoch schlecht gewordene Milch. Die sollte man nicht verwenden.
Das Rezept ist Bombe und ich habs schon mehrere Male benutzt.
Und noch ne Anmerkung:
Für belgische Waffeln sollte man auch ein entsprechendes Waffeleisen benutzen.
Die Standartteile vom Aldi und co. Gehören in die Tonne.
Kurz gesagt
Gute Zutaten
Gutes Waffeleisen
Rezept gut lesen und sich daran halten
Hallo Harald, danke dir!
Ja, gute Zutaten und gutes Gerät sind definiert wichtig 🙂
Mein Mann ist Belgier, er meinte wie bei Mama. Auch ich bin begeistert,ich liebe Belgische Waffel. Nun müssen wir nicht extra noch Belgien fahren. Alle Daumen hoch für dieses Rezept
Danke für dein liebes Feedback ☺️
Viel zu flüssig. Klebt trotz Öl im Waffeleisen an.
Der Teig ist tatsächlich sehr flüssig und soll so sein. Das hat nichts damit zu tun, ob/dass etwas festklebt
Leider klebt es bei mir auf total an und deshalb musste ich mein Eisen mit Öl einpinseln… Leider nicht das richtige Rezept für mich. Schade
Ich war lange auf der Suche nach dem perfekten Waffelrezept und bin hier fündig geworden, vielen Dank!
Danke dir. Freut mich sehr, dass dir das Rezept so gut gefällt ☺️
Wann kommt denn die geschmolzene Butter in den Teig?
Danke für den Hinweis, ich ergänze es – gleich im ersten Schritt.