Auf diese veganen Schokoplätzchen bin ich schon ein bisschen stolz. Es handelt sich nämlich nicht einfach nur um leckere Schokoladenplätzchen ohne Butter, Eier, Milch und Co – sondern auch um gesunde. Das ist nämlich nicht selbstverständlich.
Denn die meisten veganen Plätzchenrezepte kommen zwar ohne tierische Lebensmittel aus, stecken aber trotzdem voller Weißmehl, massenhaft weißem Zucker und mehr oder weniger künstlichen Ersatzzutaten wie Margarine oder Sojaprodukten. Es wurde also Zeit, dass mal jemand eine Alternative kreiert 😉 ! Für diese veganen Schokoplätzchen lasst ihr ganz sicher gerne mal das ein oder andere „normale“ liegen! Da dieses Rezept für vegane Schokoplätzchen eine komplette Eigenentwicklung ist, habe ich etwas herumgetüftelt, bis ich zufrieden war (wie bei den veganen 2 Zutaten Ausstechplätzchen.) Die Kekse sind durch geschmolzene, hochwertige Kuvertüre mit hohem Kakaoanteil superschokoladig; Kokosöl und Bananenmus machen sie im Inneren schön weich. Und die Banane schmeckt man nicht heraus.

Gesünder sind vegane Schokoplätzchen mit Kokosöl übrigens noch aus einem weiteren Grund: Sie beinhalten Vollrohrzucker oder Kokosblütenzucker anstelle von raffiniertem weißen Zucker (auch wenn Zucker letztlich Zucker ist, ist ersterer naturbelassender oder nährstoffreicher). Außerdem kann man den Teig gut mit etwas Leinmehl – eine tolle Omega3-Fettquelle – oder Mandeln verfeinern.
Gesunde vegane Schokoplätzchen schmecken jedem
Übrigens: Vergleichsweise kalorienarm sind sie auch noch! Na, wie sieht´s aus, habt ihr nun Lust auf vegane Schokoplätzchen ohne Margarine? Viel Spaß beim Backen und lasst euch die gesunden veganen Schokoplätzchen schmecken. Übrigens, auch vegane Schokocookies sind köstlich!
Vegane Schokoplätzchen
Zutaten
- 200 Gramm Dinkelmehl Type 630; oder Weizenmehl
- 40 Gramm gemahlene Mandeln oder Leinmehl
- ¼ Teelöffel gemahlene Vanille
- 1 Prise Salz
- 30 Gramm Backkakao
- 60 Gramm Vollrohrzucker oder brauner Zucker / Kokoszucker
- 80 Gramm Kokosöl
- 50 Gramm Zartbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil
- 60 Gramm Banane sehr reif
Zubereitung
- Mehl, Mandeln, Vanille, Salz und Kakao in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Schüssel das Kokosöl (das weich-cremig sein sollte) mit dem Zucker einige Minuten leicht schaumig schlagen.
- Die Schokolade im heißen Wasserbad oder der Mikrowelle schmelzen. Die Banane mit einer Gabel zu Mus zerdrücken. Beides zusammen mit den trockenen Zutaten zur Kokosöl-Zucker-Mischung geben und kurz zu einem homogenen Teig verkneten.
- Teig in Frischhaltefolie o.ä. wickeln und ca. 1 Stunde kühlstellen. Den Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen.
- Aus dem Teig kleine Kugeln formen und mit etwas Abstand aufs Blech legen. Wer mag, kann den Teig auch zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ausrollen und Kekse ausstechen.
- Die Plätzchen ca. 12 Minuten backen und noch einige Minuten auf dem Blech lassen. Sie sind direkt nach dem Backen noch recht weich, werden beim Abkühlen aber härter.
Nährwerte





62 Kommentare
Liebe Kathrin, das ist wirklich ein sehr leckeres Rezept :))) Da wir nicht mehr genug Kokosblütenzucker zu Hause hatte, haben wir die Schokokugeln zur Hälfte mit Erythrit gebacken. Außerdem haben wir gemahlene Mandeln statt Leinsamen verwendet.
Heraus kamen sehr leckere, feinherbe Schokokugeln, die der ganzen Familie sehr gut schmecken. Wir haben eine große Menge gebacken, daher die Frage: Wie lange sind diese Plätzchen theoretisch haltbar (aufgrund der verwendeten Banane).
Da ich sie auch verschenken möchte, wäre ich dir für eine baldige Antwort sehr dankbar.
Liebe Grüße, Nora
Hallo Nora, das ist ja schön!
Zu deiner Frage: nicht ganz einfach zu beantworten, zum einen durch die Banane, zum anderen aber auch dadurch, dass ihr die Kugeln zudem mit sehr wenig konservierendem Zucker gemacht habt.
Das ist jetzt wirklich nur geraten: eine Woche dürfte kühl und gut verpackt wohl problemlos gehen, sonst vielleicht lieber einfrieren.
Danke dir, das mit dem Einfrieren ist eine sehr gute Idee!
Danke für dein Feedback!
Leinsamenprodukte sind sicher eine gute Quelle für ungesättigte Fettsäuren wie Omega 3.
Weil die Pflanze aber nicht vorhatte, von Tieren gefressen zu werden, enthalten ihre Samen einen Stoff, der bei Verdauung Zyanwasserstoff, also den Wirkstoff von Zyklon B freisetzt.
Bei Alnatura steht der Warnhinweis drauf, sollte aber hier auch stehen. Komplett durchgegart passiert da sicher nichts. Als Kind habe ich gern bei Mutti am rohen Teig
genascht und die angedrohten Bauchschmerzen billigend in Kauf genommen.
Danke für den Hinweis, aber die Menge macht’s:
Laut Bundesinstitut für Risikobewertung ist der Verzehr von maximal 15 Gramm Leinsamen pro Mahlzeit auch bei erhöhtem Blausäuregehalt gesundheitlich unbedenklich.
Du müsstest also in einer einzigen Mahlzeit die Hälfte aller Plätzchen essen. Zumal in vielen Mehlen wie Linette die Blausäureverbindungen inaktiviert sind.
Hallo,
ich schließe mich Yvonne an, leider hatte ich auch nur eine bröselige trockene Masse, die auch geschmacklich nicht überzeugte. Habe mich für Leinmehl entschieden, vielleicht macht das den Unterschied, denn das Mehl zieht meines Wissens nach mehr Flüssigkeit als Mandelmehl. mit etwas Milch konnte ich wenigstens Kugeln formen. Dennoch werde ich es nicht wiederholen. Schade
Hallo, ja, es ist auch deutlich fettärmer als Mandeln, daher trockener.
Keine Ahnung was falsch gelaufen ist aber die Kugeln schmecken nicht wirklich gut und sind unheimlich trocken 🙁 aber zumindest sehen sie super aus 😉
Das tut mir leid. Hast du dich wirklich komplett ans Rezept gehalten? Was schmeckt denn genau nicht gut?
Hallo Kathrin, bin auf der Suche nach einem veganen Rezept hier gelandet und will es gerne ausprobieren. Welche Alternative hättest du denn wenn man komplett auf Zucker verzichten möchte?
Liebe Grüße
Sanne
Hallo Sanne, wenn man ein ohnehin schon sehr auf gesund abgewandeltes Rezept weiter abwandeln will, ist das teils heikel. Du könntest Xylit, Bronxe oder Erythrit testen.
Hallo Katrin- danke für dieses Rezept, hat alles super geklappt und sehr lecker sind sie auch 🙂 Hast du die Plätzchen nach dem Backen mit Puderzucker bestäubt – sieht auf dem Foto so aus… liebe Grüße, Cosima
Hallo Cosi, schön, dass die Plätzchen gelungen sind! Und ja, du kannst sie mit Puderzucker oder pudriger Reissüße bestäuben
Das Rezept sieht wirklich gut aus, kann man dieses „Linette“ auch durch etwas Normales ersetzten? Oder anders gefragt, wie sah das Rezept vor dem Sponsoring aus? 🙂
Hallo! Das Rezept gab es vorher nicht, da ich es ja speziell für diesen Beitrag und das Produkt entwickelt habe 😉 Du kannst versuchen, normales Leinmehl oder Mandeln o.ä. zu verwenden, aber ich weiß nicht, ob das Rezept dann genauso gut gelingt
Hallo!?
Die Zartbitterschokolade enthält ja raffinierten Zucker, den ich gerne meiden möchte. Was könnte ich alternativ tun/verwenden?
Liebe Grüße,
Georgia
Hallo Georgia, es gibt auch Schokolade nur mit Kokoszucker.
Hallo Kathrin 🙂
Ich war gerade auf der Suche für ein veganes Schoko Keks Rezept für meine Ausbildungdsleute für den letzten Schultag vor Weihnachten, bin dann über dein Rezept /Bblog gestolpert und muss sagen ich bin begeistert! Vielen Dank für deine Offenheit und deine Ideen!
Also einen großen Daumen nach oben und noch einen kleinen Tipp für die gesunden veganen Kekse: kannst du dir vorstellen Sonnenblumenöl oder derartiges anstatt Kokosözu verwenden? Auch wenn immer behauptet wird, dass kokosöl so gesund ist, kann ich das aufgrund der vielen gesättigten Fettsäuren und dem ökologischen wert verneinen.. Liebe Grüße! 🙂
Hallo Sophia, freut mich sehr, dass dir meine Seite und die Rezepte gefallen!
Ich bin mir nicht sicher, ob das Rezept auch mit Sonnenblumenöl o.ä. funktioniert, da die Konsistenz ja doch eine andere ist (zumindest im kühlen Zustand). Dann vielleicht eher Margarine (was allerdings wohl nicht gesünder ist 😉 oder einen anderen veganen Butter-Ersatz.
Hallo Kathrin, glaubst du, man könnte statt des Leinmehls auch Hanfmehl nehmen? VG, Eleni
Ich habe versucht die Plätzchen nachzubacken, allerdings habe ich keinen wirklichen Teig hinbekommen, sondern nur nen Haufen krümel. Was könnte falsch gelaufen sein? Habe dann nochmal 50g Schoko dazu und bisschen Wasser, dann hab ich den Teig wenigstens ausgerollt bekommen.
Hallo Kevin, tut mir leid. Ferndiagnose ist immer schwierig. Hast du dich genau ans Rezept und die Zutaten gehalten?
Oh. Mein. Gott! Sind die lecker. Diese saftige zarte Konsistenz ist einfach nur wundervoll! Ich bin ganz aus dem Häuschen.
Ich habe sie übrigens mit 100g Alsan (vegane „Butter“, wer’s nicht kennt) statt mit Kokosöl gemacht, da ich nicht extra dafür einkaufen gehen wollte. Das Leinmehl habe ich 1:1 durch gemahlene Mandeln ersetzt, ging super. Und beim nächsten mal werde ich doch etwas mehr Zucker nehmen, sie schmecken mir doch ein wenig zu „gesund süß“. 😉 (Ich weiß, das Rezept ist so konzipiert, ein bisschen gesünder zu sein. Aber für mich darf’s gerne auch ungesund süß sein.)
Die werde ich auf jeden Fall nochmal machen. Und nochmal und nochmal… Vielen Dank für dieses großartige Rezept.
Das freut mich total, danke für dein Lob! Und die Tipps zum Ersetzen natürlich.
Die Süße kann jeder gut selbst dosieren, wenn es dir mit mehr noch besser schmeckt – bestens 🙂
Viele Grüße, Kathrin
Ich habe die Plätzchen in einem Vorweihnachtsbackrausch nun drei oder vier mal mit den genannten Abwandlungen (und mit verschiedenen Gewürzen) gemacht, hat immer wunderbar funktioniert. Heute habe ich sie mit Kokosöl statt Margarine versucht und sie sind sehr bröselig geworden, obwohl ich noch zwei zusätzliche Esslöffel Öl in den Teig gegeben habe. Sie waren kaum formbar und schmecken etwas trocken. Was könnte ich nächstes mal anders machen? Mehr Banane? Oder besser ein klein wenig Pflanzenmilch? Was würdest du empfehlen?
Hallo,
erstmal schön, dass dir das Rezept gefällt! Aus der Ferne ist das schwer zu bewerten, aber ich würde evtl etwas mehr Bananenmus verwenden.
Ich weiß, Ferndiagnosen sind immer schwierig. 😉
Ok, ich versuche es mit mehr Banane, das war auch mein Bauchgefühl. Ich dachte nur, ich frag dich auch mal, du hast sicher ein bisschen mehr Backerfahrung als ich. Danke dir.
So. Meine Schokokugeln kommen gerade frisch aus dem Ofen und die sind großartig geworden. Habe sie genau nach Rezept gebacken bis auf zwei kleine Abwandlungen – es ist eine ganze Banane drin (weil ich vergessen habe, die Matsche vor dem reinkommen zu wiegen ?) und ich habe die Zartbitter-Orangen-Schokolade von alnatura genommen. Und dann habe ich ein paar über 30 Kugeln geformt – die anderen wären zu groß geworden für meinen Geschmack. Backzeit hat aber trotzdem genau gestimmt.
Das war mein erster Versuch auch mit dem Linette und ich bin begeistert! Werde morgen sofort eine Portion nachlegen und danke dir sehr für das tolle Rezept.
Liebe Grit,
Danke für dein Lob und deine Variante! Die Idee mit der etwas anderen Schokolade klingt toll 🙂
Hi, gerade wurden die Kekse verkostet, habe leider das Linettemehl hier in Österreich nicht bekommen und es mit Leinsamen (sehr fein auf der eigenen Mühle mit dem Mehl vermahlen) und gemahlenen Wahlnüssen ersetzt. Das Ergebniss: kein Krümel mehr da. Mein Schatz (bekennender Schokoholiker) lies mir gerade mal 2 Stück!! Der Teig war etwas fest nach dem Kühlschrank aber ein paar Minuten in der Küche hat das geändert.
Das freut mich 🙂
Hallo Liebes! die sehen hervorragend aus!. Wie lange sind sie denn ungefähr haltbar?