schneller Marmeladenkuchen mit Marmeladenresten
  • 1h20min
  • 5,0 (1)

Saftiger Marmeladenkuchen aus Rührteig

Einfacher Rührkuchen mit hübschem Konfitüre-Swirl im Teig. Perfekt für Marmeladenreste!

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 18.07.2026

Dieser Marmeladenkuchen ist das perfekte Rezept, wenn ihr den Kühlschrank voller angebrochener Marmeladengläser habt und nicht wisst, wohin damit 😉 . Aber so ein Rührkuchen mit Marmelade ist so viel mehr als eine schnöde Resteverwertung: Wir finden die Konsistenz und das Aussehen einfach klasse ♥

Darum werdet ihr Marmeladenkuchen lieben

  • Es ist einfach wunderbar geeignet zum Verwerten von Marmeladenresten: Egal ob Himbeere, Aprikose oder Johannisbeere: jede Sorte passt, und ihr könnt sogar mehrere unterschiedliche Reste kombinieren.
  • Der Marmeladenkuchen wird durch Joghurt im Teig wunderbar saftig, locker und flaumig.
  • Der Kuchen ist unkompliziert und gelingt auch ohne besondere Backkenntnisse.
  • Durch die besondere Swirl-Technik entstehen im Inneren hübsche Marmeladen-Swirls statt einer dicken Fruchtschicht oder abgesunkener Marmelade.
  • Der Marmeladen-Rührkuchen bleibt mehrere Tage frisch und eignet sich deshalb prima zum Vorbereiten bzw. Einfrieren.

Die Zutaten im Überblick

Die Grundzutaten für den Marmeladenkuchen sind typisch für klassischen Rührteig, also in erster Linie zimmerwarme Butter, Eier, Weizenmehl, Zucker und Backpulver. Zwei weitere sorgen dafür, dass das Ergebnis eine besonders tolle Konsistenz und Optik bekommt:

  • Griechischer Joghurt mit 10 % Fett oder Sahnejoghurt macht den Marmeladenkuchen saftig, locker und flaumig. Gleichzeitig bleibt er dadurch länger frisch. Falls ihr keinen der beiden Joghurts bekommt, funktioniert auch ein Mix aus 75 g Schmand und 75 ml Milch.
  • Marmelade oder Konfitüre als „Herzstück“ sind natürlich das Wichtigste. Hier passt, was euch schmeckt, egal ob selbstgemacht, geschenkt oder gekauft. Nur zu flüssig sollte die Sorte nicht sein.

Welche Marmelade eignet sich?

Das Schöne an diesem Kuchen mit Marmelade im Teig ist, dass er mit fast jeder Sorte gelingt. Je nach Variante verändern sich aber natürlich Geschmack und Optik ein bisschen.

  • Himbeermarmelade, Johannisbeermarmelade, Erdbeermarmelade, Kirsch- oder Waldfruchtmarmelade sorgen für einen richtig schönen Fruchtswirl im Anschnitt.
  • Aprikosenmarmelade schmeckt etwas milder und ergibt wegen ihrer Farbe natürlich einen weniger starken Kontrast.
  • Ihr könnt auch Marmeladenreste verschiedener Sorten problemlos kombinieren, solange die Aromen einigermaßen zusammenpassen.
Marmeladenkuchen-Gugelhupf aus Rührteig mit Marmeladen-Resten

Meine Tipps für schönen Kuchen mit Marmelade

Damit ihr beim Backen und vor allem beim Anschneiden glücklich statt enttäuscht seid, solltet ihr ein paar einfache Kniffe beachten 🙂 :

  • Macht den Teig eher fest: Er sollte cremig sein und schwer vom Löffel fallen, d.h. keinesfalls flüssig. So bleibt die Marmelade besser als Marmorierung im Teig verteilt, anstatt sich einfach damit zu vermischen.
  • Sehr stückige Marmelade vorher kurz pürieren! Dadurch lässt sie sich gleichmäßiger verteilen und sieht hübscher aus. Marmelade mit vielen Kernen könnt ihr alternativ durch ein Sieb streichen.
  • Nutzt die „Regenrinnen-Methode“ für die Marmorierung. Ich gehe fürs Swirlen ähnlich vor wie beim Schokokuchen mit Cheesecake-Füllung. In die hellen Teigschichten formt man dafür eine Art Mulde. Unten im Marmeladenkuchen-Rezept findet ihr hilfreiche Schritt-für-Schritt-Bilder.
  • Die Marmelade sollte nicht bis direkt an den Rand gehen. Ein Abstand verhindert, dass sie später an der Form festklebt. Das erleichtert dann auch das Stürzen.
  • Die richtige Backzeit ist wichtig. Der Kuchen mit Marmelade soll minimal feucht bleiben. Macht gegen Ende der Backzeit unbedingt die Stäbchenprobe und stecht möglichst nicht direkt in eine Marmeladenader.

Ich hoffe, euch gefällt das Rezept so gut wie mir! Und falls ihr danach immer noch Konfitüre übrig haben solltet, schaut euch gerne noch die Linzer Torte oder den köstlichen Kleckselkuchen vom Blech an.

Marmeladenkuchen

Dieser geswirlte Marmeladenkuchen ist wunderbar saftig, flaumig und perfekt, um Marmeladenreste zu verwerten. Gelingt auch in einer Kastenform
Kathrin RungeRezept von Kathrin Runge
Vorbereitung30 Minuten
Backzeit50 Minuten

Zutaten

1
gr. Gugelhupf
  • 250 Gramm Marmelade z.B. Beeren
  • 210 Gramm Butter weich
  • 200 Gramm Zucker
  • 1 Teelöffel abgeriebene Zitronenschale oder Vanillepaste
  • 5 kleine Eier oder 4 große, zimmerwarm
  • 400 Gramm Weizenmehl
  • 15 Gramm Backpulver
  • 150 Gramm griechischer Joghurt oder Sahnejoghurt
  • 80 Milliliter Milch

Zubereitung

  • 250 Gramm Marmelade
    Eine große Gugelhupfform (mind. 24 cm und 2,5 Liter Volumen) gründlich einfetten und mit Mehl ausstäuben. Die Marmelade glatt rühren. Ist sie sehr fest, kurz leicht erwärmen, damit sie streichfähig wird. Sie sollte aber nicht heiß sein.
  • Sehr stückige Marmelade am besten kurz pürieren; Marmelade mit vielen Kernen passieren.
  • 210 Gramm Butter, 200 Gramm Zucker, 5 kleine Eier, 1 Teelöffel abgeriebene Zitronenschale
    Butter, Zucker und Zitronenschale oder Vanille ca. 3 Minuten hell und cremig aufschlagen. Die Eier einzeln jeweils gut unterrühren.
  • 400 Gramm Weizenmehl, 150 Gramm griechischer Joghurt, 80 Milliliter Milch, 15 Gramm Backpulver
    Den Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Mehl und Backpulver mischen. Zusammen mit Joghurt bzw. Schmand kurz unterrühren. Zum Schluss so viel Milch zugeben, dass ein cremiger, schwer reißender Rührteig entsteht. Der Teig sollte minimal fester sein als klassischer Rührteig, aber noch gut vom Löffel fallen.
  • Nicht zu lange rühren, da er sonst zäh wird!
  • Den Teig folgendermaßen schichten: Teig – Marmelade – Teig – Marmelade – Teig. Als erstes etwas weniger als die Hälfte des Teigs in die Form geben und glatt streichen.
  • Etwa die Hälfte der Marmelade ringförmig auf dem Teig verteilen. Dabei rundherum möglichst 1-2 cm Abstand zur Form lassen, damit die Marmelade nicht an der Form karamellisiert.
  • Mit einer Gabel oder einem Holzstäbchen nur leicht durchziehen, nicht stark verrühren.
  • Etwa die Hälfte des restlichen Teigs darauf geben und vorsichtig glatt streichen, sodass die Marmelade bedeckt ist.
  • Die restliche Marmelade wieder ringförmig darauf verteilen, erneut mit etwas Abstand zur Form. Wieder nur leicht mit einer Gabel oder einem Holzstäbchen durchziehen.
  • Den übrigen Teig daraufgeben und glatt streichen. Die Marmelade soll am Ende von Teig bedeckt sein und nicht sichtbar oben liegen.
  • Den Kuchen etwa 45-50 Minuten backen. Stäbchenprobe machen, dabei möglichst nicht direkt in eine Marmeladenader stechen. Falls der Kuchen gegen Ende zu dunkel wird, locker abdecken.
  • Den Gugelhupf etwa 15-20 Minuten in der Form abkühlen lassen. Anschließend vorsichtig stürzen und vollständig auskühlen lassen.

Anmerkungen

  • Marmeladensorte: Dunklere Marmeladen wie Himbeere, Johannisbeere, Sauerkirsche oder Waldfrucht ergeben den schönsten Anschnitt. Aprikosenmarmelade schmeckt ebenfalls gut, ist aber optisch dezenter. Ihr könnt auch verschiedene Marmeladenreste mischen. 
  • Joghurt: Ihr braucht griechischen Joghurt mit 10% Fett oder Sahnejoghurt; notfalls eignet sich auch ein Mix aus 75g Schmand und 75ml Milch.
  • Swirl: Die Marmorierung soll locker und unregelmäßig bleiben. Zu starkes Verrühren lässt die Marmelade später eher verschwinden oder verfärbt den ganzen Teig.
  • Kastenform: Wer keine große Gugelhupfform hat, kann eine große Kastenform verwenden (ca. 28-30 cm). Die Backzeit kann sich je nach Form und Kuchenhöhe etwas verändern; daher immer eine Stäbchenprobe machen.
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Kathrin Runge

Hallo, ich bin Kathrin!

Ich bin Gründerin von „Backen macht glücklich“, Backbuchautorin, Journalistin und seit meiner Kindheit leidenschaftliche Bäckerin. Was mich glücklich macht? Neue Rezepte zu entwickeln, sie auszuprobieren, zu fotografieren und mit euch zu teilen.

Seit 2012 findet ihr hier alles rund ums Backen – von schnellen Muffins bis zur festlichen Torte.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken. Schön, dass du das bist!

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