Kuchen mit Möhren gehören zu Ostern wie Schokoeier und Nester. Damit wirklich jeder mit-schlemmen kann, möchte ich euch heute mein liebstes veganes Karottenkuchen-Rezept vorstellen. Das Ergebnis ist ein wunderbar saftiger Rüblikuchen ohne Ei, Butter, Milch und Co.
Mit diesem veganen Karottenkuchen dürfte ich nun für jeden erdenklichen Geschmack ein passendes Rezept auf dem Blog haben 😉 – siehe den traditionellen Karottenkuchen, den gesunden kalorienarmen mit wenig Fett, den Low Carb Karottenkuchen, die Cupcake-Variante oder die Mini-Gugl. Was uns am veganen Karottenkuchen mit Frosting besonders gut gefällt, ist die Konsistenz: schön feucht – so wie sie eben sein soll. Zugegeben, einen Karottenkuchen vegan und lecker zu machen, ist gar nicht so einfach. Im Klassiker spielen gerade Eier eine große Rolle. Da kommen gerne mal bis zu 8 Stück in den Teig. Also habe ich gar nicht erst versucht, diese normal zu ersetzen.




Mit „normalen Mitteln“ wie Bananen oder Apfelmus (siehe meine Zutatentauschbörse) kommt man da nicht weit. Ich wollte aber auf Ersatzprodukte wie Pulver oder Chiasamen verzichten. Daher ein kleiner Trick: Wie bei diesem veganen Schokokuchen kommt etwas Obstessig in den Teig. Er sorgt in Kombination mit Natron dafür, dass der vegane Karottenkuchen schön aufgeht. Eier sind allerdings auch ein Bindemittel. Ihr Fehlen führt also dazu, dass der Kuchen ein bisschen instabiler ist als normal.
So wird´s ein einfacher veganer Karottenkuchen mit Frosting
Für das typische Klassiker-Feeling braucht auch ein veganer Karottenkuchen ein Frosting. Die Blitzvariante ist eine Frischkäsealternative ohne tierische Zutaten. Gibt es z.B auf Mandelbasis inzwischen in den meisten Supermärkten. Wer etwas mehr Zeit hat und auf cleane Rezepte steht, kann das Frosting auch komplett selber machen.

Für diese Variante eignet sich z.B. ein cremiges Topping aus Cashewkernen. Egal mit welcher Deko – das Ergebnis ist ein Genuss für die ganze Familie! Wer mag, kann den veganen Karottenkuchen mit Nüssen oder Pistazien verfeinern. Viel Freude mit all meinen Osterrezepten 🙂 – und natürlich dem veganen Gebäck.
Veganer Karottenkuchen
Zutaten
Für den Teig
- 200 Gramm Karotten fein geraspelt
- 120 Gramm Weizenmehl
- 180 Gramm gemahlene Mandeln
- 170 Gramm brauner Zucker
- 1 ½ Teelöffel Backpulver
- 1 Teelöffel Natron
- 1 Teelöffel Zimt
- 140 Gramm Sonnenblumenöl oder Raps-, Kokosöl
- 120 Gramm Hafermilch oder Soja/Mandelmilch
- 1 Teelöffel Obstessig z.B. Apfelessig
Für das Frosting
- 100 Gramm veganer Frischkäse bis zu 150g, Alternative siehe Tipp
- 70 Gramm Puderzucker
- ½ Teelöffel abgeriebene Zitronenschale
Zum Dekorieren
- 12 Stück Marzipanmöhrchen
- Pistazienkerne gehackt
Zubereitung
- Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine eckige Form (ca. 20*25 cm) oder eine kleine Springform einfetten und mit Mehl bestäuben.
- Mehl, Mandeln, Zucker, Backpulver, Natron und Zimt in einer Schüssel mischen. Die feuchten Zutaten in einer weiteren Schüssel verquirlen. Trockene zu feuchten Zutaten geben und zusammen mit den Karottenraspeln gründlich, aber nicht zu lange verrühren.
- Teig in die Form geben, glattstreichen und 35-40 Minuten backen. Eventuell gegen Ende der Backzeit abdecken, falls der Kuchen zu dunkel wird.
- Karottenkuchen abkühlen lassen. Währenddessen für das Frosting den gesiebten Puderzucker mit dem veganen Frischkäse und Zitronenabrieb verrrühren. Ebenfalls nochmal kurz kühlen.
- Frosting auf dem abgekühlten Kuchen verteilen. In Stücke schneiden und nach Belieben mit Marzipanmöhren, gehackten Pistazien oder Nüssen dekorieren.
Anmerkungen
- Der Kuchen ist durch das fehlende Bindemittel/Ei etwas lockerer als normale Kuchen. Daher sollte er vor dem Anschneiden gut gekühlt sein und am besten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Er lässt sich wunderbar einfrieren.
- Für ein alternatives Frosting ohne fertige vegane Frischkäsealternativen kann man 100 g eingeweichte Cashewkerne mit 40ml veganer Milch, 50g Süßungsmittel und 20g Kokosöl und etwas Zitronenebrieb im Food Processor mixen















40 Kommentare
Guten Morgen Kathrin, der Kuchen schmeckt ja wieder so was von gut, ist saftig und hält sich ein paar Tage. Ich habe ihn schon zwei mal gebacken. Ein mal mit Sonnenblumenöl und Xylit, das andere mal mit Kokosblütenzucker und Kokosöl.
Danke für das spitzenmäßige Rezept. Wie immer halt… lg
Liebe Petra, danke für deine Rückmeldung – Kokoszucker kann ich mir auch super vorstellen 🙂
Moin Kathrin, nach so manchem gut geglückten Kuchen nach Deinem Rezepten, möchte ich auch einmal einen Mikrowellentassenkuchen ausprobieren. Meine Frage : 700 Watt sind nötig. Ich kann aber nur 1000—800—500Watt einstellen. Was nun ? 800 Watt und weniger Zeit ? Oder 700Watt und mehr Zeit. ?? ??♀️ Was rätst Du ?? Bin gespannt, ob’s trotzdem gehen kann ! LG. aus Hamburg von bigoma
Hallo Uta, ich würde 800 Watt nehmen. Die perfekte „Back“Zeit ist hier ohnehin sehr individuell, da musst du eh etwas testen 😉
Vielen Dank für das Rezept 🙂
Da ich nicht alle Zutaten zu Hause hatte, musste ich es leicht abändern. Statt Mehl habe ich fein gemahlene Haferflocken genommen und die Mandeln weggelassen. Einige grob gehackte Walnüsse kamen in den Teig und als Frosting habe ich einfach Sojaquark mit etwas Ahornsirup vermengt. Hat super harmoniert und die Konsistenz war gar nicht so instabil 🙂
Danke und LG
Susi
Hallo Susi, wie schön, dass du das Rezept gleich getestet hast und es auch noch – trotz der Varianten – so gelungen ist!
Hallo Kathrin,
das Rezept klingt schon mal gut… gleich ausgedruckt und an die Küchentafel gepinnt 🙂
Hast du da vielleicht ein Rezept für ein Cachew Frosting parat?
Hallo Rikibu, schau mal in die Anmerkungen 😉 Viele Grüße!