Veganer Biskuitboden für Obstkuchen
  • 38min
  • 5,0 (1)

Veganer Biskuit (Tortenboden ohne Ei)

  • Vegan
  • Grundrezept

Dieser vegane Biskuit ohne Spezialzutaten wird so locker und saftig, dass ihr ihn auch einfach pur essen könnt

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 20.08.2026

Goldgelb, fluffig, saftig und richtig lecker: Diesem veganen Biskuit merkt man nicht an, dass kein Ei darin steckt. Das perfekte Grundrezept für vegane Obstkuchen und Torten!

Darum lieben wir veganen Biskuit auch als Nicht-Veganer

  • Er wird locker, fluffig und feinporig – ganz ohne Ei. Der vegane Biskuitboden ist auch kein öliger Rührteig, der sich nur als veganer Biskuit ausgibt (wie bei fast allen anderen Rezepten im Netz), sondern hat die typische flaumige Krume.
  • Ihr braucht kein Aquafaba, keinen Ei-Ersatz oder andere ungewöhnlichen Zutaten. Alles, was im Tortenboden ohne Ei steckt, habt ihr vermutlich eh da.
  • Er schmeckt „ganz normal„. Veganer Biskuit kann serviert werden, ohne dass „vegan“ zum Thema wird 🙂 . Unsere Kinder haben nichts gemerkt (und ich hätte es auch nicht). Er schmeckt sogar pur super.
  • Veganer Biskuitteig ist in 5 Minuten zusammengerührt. Ohne Eiertrennen, langes Aufschlagen oder Unterheben.
  • Lässt sich easy hochrechnen. Für höhere Böden bzw. zum waagrechten Teilen nehmt ihr einfach die x-fache Menge, ohne viertel Eier jonglieren zu müssen.

Veganer Biskuit-Teig: Die wichtigsten Zutaten

Weil die Eier wegfallen, die im klassischen Biskuitteig für Volumen, Farbe und Bindung zuständig sind, braucht ihr für veganen Biskuitboden eine spezielle Zutaten-Kombi.

  • Natron und Essig (also Säure) reagieren ähnlich wie in Muffins-Rezepten miteinander, und geben dem Teig zusätzlich zum Backpulver den Schub, den sonst Eischnee liefert. Keine Sorge: Vom Essig schmeckt man nach dem Backen nichts mehr. Ihr könnt z.B. Apfelessig, hellen Balsamico oder Himbeeressig verwenden.
  • Sojamilch und Sprudelwasser bringen durch das Eiweiß und etwas Fett Struktur und Geschmack mit, die Kohlensäure zusätzliche Lockerung. Nehmt Sprudel mit viel Kohlensäure. Wenn ihr das Rezept nicht vegan, sondern nur eifrei braucht, könnt ihr statt Sojamilch auch normale Kuhmilch nehmen.
  • Speisestärke ergänzt das Weizenmehl Type 405 und macht den veganen Biskuit fein, locker und zart. Als Ersatz eignet sich Vanille-Puddingpulver.
  • Rapsöl mit Butteraroma ist meine persönliche Vorliebe, kein Muss. Ich nehme es gerne für veganen Biskuit und generell veganes Gebäck, weil der Geschmack super passt. Wenn ihr keins habt: neutrales Öl funktioniert genauso.

Meine Tipps für veganen Biskuitboden

Die Zubereitung ist, gerade wenn ihr selten vegan backt, anders als gewohnt, aber ehrlich gesagt einfacher und gelingsicherer als z.B. bei der klassischen Biskuitrolle. Beachtet nur bitte folgendes:

  • Die flüssige Mischung kann ausflocken. Sobald Sojamilch, Öl und Essig zusammenkommen, sieht das für einen Moment ziemlich unappetitlich aus. Das ist völlig normal und verschwindet, sobald alles verquirlt ist 😉
  • Nicht zu viel rühren! Die Zubereitung ähnelt normalem Muffinteig. Ihr müsst keine Zutaten aufschlagen oder vorsichtig unterheben. Einfach trockene Zutaten mischen, feuchte Zutaten mischen, beides zusammengeben und nur so lange rühren, bis der Teig glatt ist. Ich habe die Küchenmaschine ganz kurz laufen lassen; ihr könnt auch den Schneebesen nehmen.
  • Der Teig ist dünnflüssiger, als ihr erwartet. Er läuft eher wie ein flüssiger Rührteig vom Löffel.
  • Die Farbe ändert sich beim Backen stark. Der rohe vegane Tortenboden ohne Eigelb ist quasi weiß. Das sieht im ersten Moment blass und wenig vielversprechend aus. Beim Backen wird veganer Biskuit aber herrlich goldgelb.
veganer Biskuit-Tortenboden

Wie hoch wird der vegane Tortenboden?

Ich habe den veganen Biskuitboden wie den klassischen Obstkuchenboden als „Unterlage“ entwickelt, z.B. zum Belegen mit Erdbeeren, Himbeeren oder gemischtem Obst. Er kann aber auch mit Creme und Co gestapelt werden, wenn ihr ihn zur veganen Torte weiterbauen wollt.

So wie angegeben wird der Boden knapp 3 Zentimeter hoch, also für Belag gedacht und weniger zum Durchschneiden. Für einen hohen veganen Tortenboden, also z.B. für zwei Böden zum Füllen, nehmt einfach die 1,25 bis 1,5 fache Menge aller Zutaten. Genau das ist der praktische Vorteil, wenn man Biskuit ohne Ei backt: Ihr müsst nicht überlegen, wie ihr dreidreiviertel Eier unterbringt 😉

Wenn ihr lieber eine Schokoversion möchtet, habe ich dafür schon länger einen veganen Schoko-Tortenboden auf dem Blog. Und wer keinen Boden sucht, sondern einen fertigen Kuchen, wird beim veganen Beerenkuchen oder beim veganen Zitronenkuchen vom Blech fündig. Ich hoffe, das Rezept gefällt euch so gut wie mir! 🙂

Veganer Biskuit

Lockerer, feinporiger veganer Biskuitboden ohne Ei, Butter und Milch – die perfekte Grundlage für Obstkuchen und Torten.
Kathrin Runge Rezept von Kathrin Runge
Vorbereitung10 Minuten
Backzeit28 Minuten
Gesamt38 Minuten

Zutaten

1
Springform (26 cm)
  • 220 Gramm Weizenmehl
  • 40 Gramm Speisestärke
  • 165 Gramm Zucker
  • 2 Teelöffel Backpulver leicht gehäuft
  • ¼ Teelöffel Natron
  • 1 Prise Salz
  • 150 Milliliter Sojamilch siehe Tipps
  • 1 Teelöffel Vanillepaste siehe Tipps
  • 75 Gramm Rapsöl siehe Tipps
  • 100 Milliliter Sprudelwasser viel Kohlensäure
  • 1 Esslöffel Obstessig

Zubereitung

  • Den Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Boden einer 26-cm-Springform mit Backpapier auslegen. Den Rand nicht einfetten.
  • 220 Gramm Weizenmehl, 40 Gramm Speisestärke, 165 Gramm Zucker, 2 Teelöffel Backpulver, ¼ Teelöffel Natron, 1 Prise Salz
    Das Mehl, die Speisestärke, den Zucker, das Backpulver, das Natron und das Salz in einer großen Schüssel gründlich vermischen.
  • 150 Milliliter Sojamilch, 1 Teelöffel Vanillepaste, 75 Gramm Rapsöl, 100 Milliliter Sprudelwasser, 1 Esslöffel Obstessig
    Die Sojamilch, die Vanillepaste und das Öl verrühren. Anschließend das Sprudelwasser und den Essig unterrühren und alles gut verquirlen. Es ist völlig normal, dass die Mischung dabei leicht ausflockt.
  • Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und mit einem Schneebesen oder der Küchenmaschine nur so lange verrühren, bis gerade so ein glatter Teig entstanden ist. Der Teig ist eher dünnflüssig.
  • Unbedingt möglichst kurz rühren!
  • Den Teig sofort in die vorbereitete Form füllen, glattstreichen und etwa 25 bis 28 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Bei der Stäbchenprobe sollte kein flüssiger Teig mehr haften, und der Boden sollte auf leichten Fingerdruck elastisch zurückfedern, ohne eine Delle zu behalten.
  • Den veganen Biskuit kurz in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Erst danach schneiden oder belegen.

Anmerkungen

  • Milch: Wenn ihr das Rezept nur eifrei und nicht vegan braucht, könnt ihr statt der Sojamilch normale Kuhmilch nehmen.
  • Öl mit Butteraroma schmeckt besonders fein, ist aber kein Muss; neutrales Rapsöl funktioniert genauso.
  • Vanillepaste: schmeckt am besten, als Ersatz geht notfalls das ausgekratzte Mark zweier Vanilleschoten. Kein ganz flüssiges Vanilleextrakt verwenden!
  • Essig: Statt Apfelessig gehen auch Obstessig, Reisessig oder heller Balsamico.
  • Höhe: So wird der Boden etwa 2.5-3 Zentimeter hoch und ist als Unterlage für Obstkuchen gedacht. Wenn ihr ihn waagrecht teilen möchtet, nehmt die eineinhalbfache Menge aller Zutaten.
  • Aufbewahrung: Gut eingewickelt bleibt der Boden ca. 2 Tage frisch. Er lässt sich gut einfrieren.
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Kathrin Runge

Hallo, ich bin Kathrin!

Ich bin Gründerin von „Backen macht glücklich“, Backbuchautorin, Journalistin und seit meiner Kindheit leidenschaftliche Bäckerin. Was mich glücklich macht? Neue Rezepte zu entwickeln, sie auszuprobieren, zu fotografieren und mit euch zu teilen.

Seit 2012 findet ihr hier alles rund ums Backen – von schnellen Muffins bis zur festlichen Torte.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken. Schön, dass du das bist!

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