einfacher Zwiebelkuchen
  • 1h05min
  • 4,9 (221)

Einfacher klassischer Zwiebelkuchen mit Mürbeteig

Ein echter Herbst-Liebling: Dieser herzhafte Zwiebelkuchen schmeckt Groß und Klein!

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 23.08.2026, zuerst veröffentlicht 2020

Wenn der Sommer zu Ende geht, kommt so langsam die Zwiebelkuchen-Zeit. Alleine schon der Duft nach Zwiebeln, Speck und Kümmel gehört für mich zum Herbst. In diesem Beitrag verrate ich euch unser liebstes klassisches Zwiebelkuchen-Rezept mit Mürbeteig.

Warum wir das Zwiebelkuchen-Rezept lieben

Als allererstes ist der Zwiebelkuchen klassisch, herzhaft und deswegen gut: Mit Zwiebeln, Speck und Kümmel schmeckt er wie vom Weinfest. Das Rezept ist gelingsicher, schnell & unkompliziert: Kein Hefeteig wie beim Zwiebelkuchen vom Blech nötig, der Gehen muss. Mürbeteig ist nunmal trotz der Kühlzeit schneller gemacht und außerdem stabil beim bzw. nach dem Backen. Der Zwiebelkuchen hat die (für uns) perfekte Konsistenz: knuspriger Boden trifft auf saftige, cremige und würzige Füllung. Nicht zuletzt könnt ihr ihn gut vorbereiten: Klar ist er ganz frisch am besten, grundsätzlich schmeckt Zwiebelkuchen aber warm wie kalt, lässt sich auch am Vortag backen und wieder aufwärmen.

Die Zutaten auf einen Blick

  • Zwiebeln sind natürlich das Wichtigste. Nehmt am besten milde, große Speisezwiebeln oder eine Mischung aus weißen und roten (was ich besonders hübsch finde). Tipp: Kurz in kaltem Wasser ziehen lassen, so tränen die Augen weniger.
  • Die Basis ist ein Mürbeteig aus Weizenmehl oder hellem Dinkelmehl, Butter und Ei. Er soll recht neutral schmecken, daher kommt nur etwas Salz rein.
  • Speck gibt Würze und Saftigkeit (eine vegetarische Variante findet ihr im Rezept).
  • Der Belag aus Schmand und Eiern ist durch das feste, eher fette Milchprodukt cremig und lässt sich später gut schneiden.
  • Kümmel ist ein klassisches Zwiebelkuchen-Gewürz, das auch helfen soll, das ganze etwas bekömmlicher zu machen 😉 . Geht aber natürlich auch ohne.

Zwiebelkuchen backen in 4 Schritten

  1. Teig kneten nach meinem Mürbeteig-Grundrezept; es ist wichtig, den Teig dann fürs einfachere Ausrollen etwa eine halbe Stunde kühlzustellen.
  2. Zwiebeln dünsten, d.h. in etwas Fett glasig anschwitzen, bis sie weich, aber nicht braun sind. Zusammen mit dem Speck abkühlen lassen, damit die Belagmasse nicht gleich stockt.
  3. Belag rühren, wobei die lauwarme Zwiebel-Speck-Mischung unter die Creme kommt.
  4. Backen, nachdem ihr den Teig ausgerollt, in die Form gebracht sowie befüllt habt. Der Zwiebelkuchen ist fertig, wenn die Oberfläche goldgelb ist und nicht mehr zu weich. Vor dem Anschneiden kurz ruhen lassen.

Meine Gelingtipps für guten Zwiebelkuchen

  • Ihr solltet den Teig nicht zu warm werden lassen oder lang kneten, da er sonst brechen oder bröseln kann bzw. sich ähnlich wie Plätzchenteig nicht mehr gut ausrollen lässt.
  • Die Zwiebeln schneiden, nicht mixen! Damit vermeidet ihr, dass sie bitter schmecken. Wer schonmal Zwiebeln im Thermomix länger gehäckselt hat, weiß, wie ungut das schmecken kann 😉 …
  • Besonders stilecht ist die Optik mit einer großen Tarteform bzw. Quicheform. Ich empfehle euch eine Form mit herausnehmbarem Boden bzw. Hebeboden wie diese, das spart Nerven beim Servieren! Übrigens nicht nur beim Zwiebelkuchen Rezept mit Mürbeteig, sondern auch anderen pikanten Varianten wie der Gemüsequiche.

Einfache leckere Varianten

Es gibt ja viele unterschiedliche Abwandlungen, die eine tolle Ergänzung des Klassikers sind.

  • Vegetarisch ist super! Wir selbst essen nur extrem selten Fleisch. Aber für die Kinder ist Speck ein gutes Lockmittel, den Zwiebel-Kuchen zu testen 😉 . Ansonsten einfach weglassen und z.B. etwas geriebenen Käse zugeben. Ihr könnt auch mal unseren komplett veganen Zwiebelkuchen testen.
  • Mit Hefeteig wird das Ergebnis etwas leichter-fluffiger, aber weniger knusprig. Hier könnt ihr als Basis mein Zwiebelkuchen-Blech mit Hefeteig verwenden.
  • Low Carb ist mein Zwiebelkuchen komplett ohne Boden. Das hat dann etwas von herzhaftem Auflauf, ist aber sehr köstlich!

Häufige Fragen zum Zwiebelkuchen

Welcher Teig ist der beste für Zwiebelkuchen?

Das ist Geschmackssache; für mich Mürbeteig: Er muss nicht gehen und wird auch unter dem saftigen Belag nicht weich. Die luftigere Hefeteig-Variante backe ich auch gern, aber lieber gleich vom Blech.

Für wie viele Personen reicht der Zwiebelkuchen?

Aus einer 28-30 cm großen Spring- oder Quicheform könnt ihr ca. 10-12 Stücke schneiden. Für wie viele Personen das reicht, hängt vom Appetit ab (und ob es noch etwas anderes dazu gibt). Grob für 4-8 Personen.

Kann man Zwiebelkuchen am Vortag backen?

Ja, das klappt gut: Zwiebelkuchen schmeckt warm wie kalt. Ihr könnt ihn backen, gut verpackt an einem kühlen Ort oder im Kühlschrank lagern (1-2 Tage) und zum Servieren bei 150 Grad kurz aufbacken, damit er wieder etwas knusprig wird. Auch portionsweise einfrieren ist möglich.

Was tun, wenn der Boden nicht fest wird?

Vielleicht liegt es an einer falschen Backtemperatur (jeder Ofen backt etwas anders). Wenn der Boden bei euch immer weich bleibt, könnt ihr ihn beim nächsten Mal vorab ca. 10 Minuten blindbacken, bevor der Belag daraufkommt.

Geht Zwiebelkuchen auch ohne Schmand?

Statt Schmand könnt ihr genauso gut Crème fraîche verwenden. Das Milchprodukt sollte eher fest sein und einen hohen Fettgehalt haben.

Viel Spaß beim Nachbacken! Übrigens: Ob es sich hier um das Zwiebelkuchen-Originalrezept handelt, kann ich euch nicht sagen. Fakt ist aber, dass das Ergebnis ungemein gut schmeckt. Und das ist ja das Wichtigste: herzhaft, würzig, saftig! Ich bin gespannt, wie euch mein Klassiker schmeckt – verratet es mir gern in den Kommentaren!

Zwiebelkuchen

Einfacher Zwiebelkuchen mit Mürbeteig – ein echter Herbstklassiker! Da das Rezept ohne Hefe auskommt, ist es zudem vergleichsweise fix gemacht
Kathrin Runge Rezept von Kathrin Runge
Vorbereitung25 Minuten
Backzeit40 Minuten
Kühlzeit30 Minuten

Zutaten

1
gr. Form (ca. 28 cm)

Für den Teig

  • 250 Gramm Weizenmehl
  • 140 Gramm Butter kalt und in Stückchen
  • 1 mittelgroßes Ei kalt
  • 1 Esslöffel kaltes Wasser
  • ½ Teelöffel Salz

Für den Belag

  • 50 Gramm Butter
  • 700 Gramm Zwiebeln ungeputzt gewogen
  • 150 Gramm Speck oder Schinkenwürfel
  • 3 mittelgroße Eier
  • 300 Gramm Schmand oder Creme fraiche
  • ½ Teelöffel Salz und Pfeffer Menge nach Belieben
  • 2 Prisen Muskatnuss
  • 1 Esslöffel Kümmel optional, Menge nach Belieben

Zubereitung

  • 250 Gramm Weizenmehl, 140 Gramm Butter, 1 mittelgroßes Ei, 1 Esslöffel kaltes Wasser, ½ Teelöffel Salz
    Für den Teig das Mehl in eine Schüssel geben, die kalte Butter in kleinen Stückchen mit dem Ei, dem Eiswasser und dem Salz zügig unterkneten. Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie verpackt ca. 30 Minuten kühlstellen.
  • 50 Gramm Butter, 700 Gramm Zwiebeln, 150 Gramm Speck
    Währenddessen die Zwiebeln fein hobeln oder hacken, aber nicht komplett klein häckseln. Die Butter in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten glasig dünsten. Dann den Speck zugeben und weitere 5 Minuten braten. Zwiebelmix zum Abkühlen beiseite stellen.
  • Den Teig aus dem Kühlschrank holen. Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Teig auf die Größe einer 28-30 cm großen Quiche-, Tarte- oder Springform ausrollen (plus Rand); in die Form legen und einen Rand hochziehen.
  • 3 mittelgroße Eier, 300 Gramm Schmand, ½ Teelöffel Salz und Pfeffer, 2 Prisen Muskatnuss, 1 Esslöffel Kümmel
    Die Eier mit dem Schmand verquirlen. Den leicht abgekühlten Zwiebelmix unter die Eiercreme heben. Mit Muskat, Salz, Pfeffer und ggf. Kümmel würzen.
  • Die Masse auf den Teig geben, glattstreichen und den Zwiebelkuchen ca. 40 Minuten backen. Eventuell nach 30 Minuten abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.

Anmerkungen

  • Aufbewahrung: Am besten schmeckt er noch lauwarm aus dem Ofen bzw. am Backtag, lässt sich aber auch gut 1-2 Tage lagern. Dafür gut verpacken und an einem kühlen Ort lagern. Zum Servieren einfach bei 150 Grad kurz im Ofen aufbacken, damit er wieder knusprig wird. Auch portionsweise einfrieren ist möglich.
  • Springform statt Quicheform funktioniert problemlos, die Backzeit verlängert sich je nach Höhe etwas.
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Kathrin Runge

Hallo, ich bin Kathrin!

Ich bin Gründerin von „Backen macht glücklich“, Backbuchautorin, Journalistin und seit meiner Kindheit leidenschaftliche Bäckerin. Was mich glücklich macht? Neue Rezepte zu entwickeln, sie auszuprobieren, zu fotografieren und mit euch zu teilen.

Seit 2012 findet ihr hier alles rund ums Backen – von schnellen Muffins bis zur festlichen Torte.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken. Schön, dass du das bist!

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42 Kommentare

  1. Ich habe heute den Zwiebelkuchen gebacken und er war super lecker und einfach zuzubereiten. Er schmeckt wie der, den meine Mutter sowie meine Großmutter (aus dem Stromberg Gebiet) gemacht haben. Für mich ist ein Mürbteigboden absolutes Muß und der Belag ist schön saftig. ?? Den Kuchen gibt es noch oft!!

    1. Das freut mich sehr, danke für dein Feedback 🙂

    2. Hallo kannst du mir eine Anfabe über die Menge bzw.Personenanzahl nennen? Ich habe jetzt die doppelte Menge genommen für 1Blech für 6Personen.

      1. Wie oben geschrieben: Für wie viele Personen das Rezept reicht, hängt allein vom Hunger ab ? Es handelt sich um eine normale Springform/Quicheform-Kuchengröße, aus der man ca. 10-12 Stücke schneiden kann.

        Die doppelte Menge reicht sicher lockerst für 6 Personen 🙂

  2. Hallo Kathrin,
    danke für das tolle Rezept. Ich liebe dich und würde gerne mal etwas für dich kochen.

    Liebe Knutscha
    Eggy :*

    1. Schön das dir das Rezept so gefällt ?

  3. Der Zwiebelkuchen mit dem Mürbeteigboden ist sehr lecker und gelingt garantiert! Meine Kollegen haben sich fast überschlagen mit Lob für das Backergebnis! Vielen Dank dafür – das wird in jedem Fall mein Standard-Zwiebelkuchenrezept. 🙂

    1. Danke liebe Melli, wie schön, dass der Kuchen bei euch so gut ankam!

  4. Liebe Kathrin, 1000 Dank für dieses perfekte Rezept! Gab’s heute zum Mittagessen und wurde in den höchsten Tönen gelobt! Mein neuer Küchenmitbewohner (Kitchenaid) wurde hierfür das erste Mal eingesetzt…Super Ergebnis!
    Liebe Grüße von der Ostalb!

    1. Hallo Franka, das ist ja schön, zu hören 🙂 Liebe Grüße an euch zurück!

  5. Vielen Dank für das feine Rezept! Es passt super zum nahenden Herbst und wird demnächst nachgebacken!
    Noch ein kleiner Tipp meinerseits:
    Wenn man den Teig zur Platte formt und so kühl stellt, hat das drei Vorteile:
    1. er findet eher Platz im Kühlschrank
    2. er kühlt schneller durch
    3. er lässt sich anschliessend leichter/schneller auswallen
    Viel Spass beim Testen!

    1. Hallo Maja, danke für deine Tipps!