Eierlikörkuchen ist vielleicht nichts Extravagantes, aber ein echter Klassiker, der immer wieder begeistert. Der Teig wird wunderbar locker, feinporig und saftig – und weil das Rezept schnell zusammengerührt ist, eignet es sich auch perfekt als Last-Minute-Gebäck.
Warum dieser Eierlikörkuchen besonders saftig wird
Dieses Eierlikörkuchen-Rezept basiert auf einem einfachen, ausgewogenen Verhältnis der wichtigsten Zutaten. Ihr braucht von allen (fast) gleichviel:
- 250 ml Eierlikör (gekauft oder selbstgemacht) sorgen für das typische Aroma. Der Alkohol verflüchtigt sich beim Backen nahezu vollständig, zurück bleibt der feine Geschmack.
- 250g Mehl bzw. Speisestärke reduzieren in der Kombination die Glutenbildung und machen die Krume extra fein und locker. Ein absoluter Geheimtipp für saftigen Eierlikörkuchen!
- 250 ml Öl statt Butter sorgen dafür, dass der Eierlikörkuchen besonders flaumig wird und lange frisch bleibt. Am besten eignet sich ein neutrales, hoch erhitzbares Öl wie Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Ich empfehle euch Rapsöl mit Buttergeschmack.
- 220g Puderzucker löst sich schneller auf als normaler Zucker und trägt zu einer besonders feinen Konsistenz bei. Ich nehme etwas weniger als die 250g aus Omas Original Eierlikörkuchen-Rezept – meine einzige Anpassung.
- 5 Eier geben dem Teig Volumen und die typische goldgelbe Farbe.




Geling-Tipps für perfekten Eierlikörkuchen
Auch wenn das Rührkuchen-Rezept unkompliziert ist, machen ein paar Details den Unterschied zwischen „gut“ und wirklich locker und saftig:
- Schlagt Eier und Zucker ausreichend auf. Die Masse sollte deutlich heller und cremig sein. Das eingeschlagene Volumen sorgt später für eine lockere Struktur. Am allerbesten rührt ihr mit einer Küchenmaschine; das darf gut und gerne 5 Minuten dauern.
- Rührt die trockenen Zutaten nur kurz unter. Sobald Mehl und Speisestärke mit im Teig sind, bitte auf keinen Fall mehr lange mixen. Zu starkes Rühren aktiviert das Gluten und macht den Kuchen kompakter – will niemand!
- Behaltet die Backzeit im Blick: Jeder Ofen backt etwas anders. Lieber gegen Ende mit der Stäbchenprobe testen. Omas Eierlikörkuchen soll fein und hell bleiben; ihr könnt den Kuchen bei Bedarf locker mit Alufolie abdecken.
- Lasst den Eierlikörkuchen vollständig auskühlen. Erst danach solltet ihr ihn stürzen – so bleibt er stabil, obwohl er so flaumig-saftig ist, und bricht nicht.
So lässt sich Eierlikör-Gugelhupf variieren
Wer das Eierlikörkuchen-Rezept in der Basisvariante zu langweilig findet, kann es etwas aufpeppen. Wir essen den Eierlikör-Gugelhupf am liebsten mit Zuckerguss und Schokoraspeln oder gehackten Pistazien. Für die blitzschnelle Glasur verrühre ich einfach nur Likör, Milch und Puderzucker miteinander.
Dieser klassische Eierlikörkuchen passt besonders gut in die Frühlingszeit und zum nächsten Osterfest, ist aber natürlich das ganze Jahr über beliebt. Pur mögen wir Eierlikör ja ehrlich gesagt nicht wirklich. Daher ist quasi der einzige Grund, ihn zu kaufen oder zu machen, dass man mit ihm herrlich backen kann 🙂 . Wenn ihr weitere Varianten ausprobieren möchtet, findet ihr hier auch meine Eierlikör-Torte mit Nüssen und Schokolade oder Eierlikörmuffins.
Eierlikörkuchen
Zutaten
Für den Teig
- 5 mittelgroße Eier
- 220 Gramm Puderzucker
- 125 Gramm Weizenmehl
- 125 Gramm Speisestärke
- 1 Päckchen Backpulver
- 250 Milliliter Eierlikör
- 250 Milliliter Rapsöl oder andere neutrale Sorte
- 1 Stück Vanilleschote davon das Mark, optional
Zubereitung
- Eine Guglhupfform (ca. 24 cm) oder Kranzform bzw. Springform mit Rohrbodeneinsatz (ca. 26 cm) einfetten, mit Mehl bestäuben und kühlstellen. Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Eier mit dem Puderzucker einige Minuten hell schaumig schlagen.
- Mehl mit Backpulver, Speisestärke und ausgekratztem Vanillemark mischen. Die trockenen Zutaten im Wechsel mit dem Öl und dem Eierlikör unter die Eiermasse rühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Dabei möglichst nicht mehr zu lange und viel rühren.
- Den Teig in die Form füllen. Eierlikörkuchen etwa 50-55 Minuten lang backen. Stäbchenprobe machen. Sollte der Kuchen zu dunkel werden, gegen Ende mit Alufolie abdecken.
- Kuchen in der Form auskühlen lassen und vorsichtig stürzen. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben oder Eierlikörguss dekorieren (siehe Tipp).
Anmerkungen
- Für die optionale Glasur ca. 200g gesiebten Puderzucker und 4 EL Eierlikör sowie 3-4 EL Milch zu einem dicken, glatten Guss rühren.
- Kuchen dünn damit überziehen und nach Belieben mit Schokoraspeln oder gehackten Pistazien dekorieren.
65 Kommentare
sieht ja lecker aus und schmeckt bestimmt auch toll aber wie ist es wenn Kinder mit essen in meine Tochter ist schwanger
Hallo Ilona,also Kindern und Schwangeren würde ich den Kuchen nicht anbieten, auch wenn er sehr lecker ist. Dann doch lieber einen schönen Schoko- oder Marmorkuchen 🙂
Auch wenn es in deinen Augen nicht wahnsinnig einfallsreich ist, dein Kuchen, so sehen die Bilder super lecker aus und lösen ein „haben will“ Gefühl aus. 🙂
Alles Liebe,
Corinne von Coco’s Cute Corner
Hallo Kathrin,
zugegeben, bei Eierlikör-Kuchen muss ich automatisch auch immer an angestaubte alte Vitrinen und Co. denken. Er gehört nicht zu der Sorte Kuchen bei denen ich mir denke: Mensch, den tollen Eierlikör-Kuchen, den musst du unbedingt mal wieder machen! Warum ist das so? Wenn ich allerdings deinen Gugel da oben sehe, dann sollte ich wirklich mal einen Kuchen mit Eierlikör backen, der sieht so zum Reinbeißen aus! 🙂 Kleines Geständnix am Rande, ich glaube, ich habe noch nie einen Kuchen mit Eierlikör gebacken…
Liebe Grüße
Sonja
Hallo hallo hallo! Ich mag Eierlikör, pur zum Trinken. 🙂 Aber ich bin wahrscheinlich auch in Wirklichkeit eine 90-Jährige, die im Körper einer 24-Jährigen gefangen ist. Nachher setz ich mich in den Park zum Sockenstricken. 😀
Jedenfalls, danke für das Rezept, der Kuchen sieht wirklich lecker aus – und klassische Kuchenrezepte kann man nie genug haben!
♥sabrina
Hallo ihr Lieben,
schön dass euch der Kuchen so gefällt – schmeckt wirklich auch superlecker. Mit meinem Eierlikör-Kommentar wollte ich übrigens niemandem auf die Füße treten, ich hoffe, es ist nicht falsch angekommen :-).
Sehr leckerer Einfall und die Schokoraspeln machen Lust auf mehr!