High Protein ist gerade überall – und natürlich gibt es inzwischen auch jede Menge Proteinbrote zu kaufen sowie Rezepte dafür. Viele davon enthalten allerdings Proteinpulver, Gluten oder andere Eiweißzusätze – oder schmecken ehrlich gesagt eher so naja. Mein Proteinbrot dagegen schmeckt wirklich wie echtes Brot – nicht trocken, nicht gummiartig und auch nicht wie ein Eierauflauf ;-).
Darum empfehle ich euch das Proteinbrot-Rezept
- Das Rezept ist in 10 Minuten vorbereitet und kommt ganz ohne Hefe, daher auch ohne Gehzeit aus.
- Ihr braucht nur wenige Zutaten aus dem Supermarkt – kein Proteinpulver, kein Spezialmehl.
- Das Proteinbrot wird wunderbar saftig und bekommt trotzdem eine schöne Kruste.
- Das Brot mit Hüttenkäse ist absolut familientauglich: Auch unsere Kinder lieben es (ohne zu wissen, was drin steckt).
- Mit rund 15 g Eiweiß pro 100 g enthält es etwa doppelt so viel Protein wie ein klassisches Mischbrot.
- Ich habe einige Varianten getestet, bis das Ergebnis genauso geworden ist, wie ich es mir vorgestellt hatte: saftig, gut zu schneiden, ohne den typischen „Eiweißbrot-Geschmack“, dafür mit einer schönen Optik:


Die Zutaten im Überblick
- Haferflocken sind die Basis des Teigs und quasi Mehl-Ersatz. Ich verwende entweder zarte Haferflocken oder aber kernige, die ich dann nochmal im Küchenhäcksler oder Food Processor kurz mahle. Wenn euer Proteinbrot glutenfrei sein soll, achtet unbedingt auf die Glutenfrei-Kennzeichnung bei den Flocken.
- Hüttenkäse bzw. „körniger Frischkäse“ macht den Teig saftig und sorgt für einen Hauptteil des Proteins. Ich nehme immer einen großen 300g-Becher (Vollfett!)-Hüttenkäse mit ca. 3-4% Fett.
- Eier sorgen für Bindung und Volumen und machen das Ergebnis zusammen mit dem Hüttenkäse schön eiweißreich.
- Sonnenblumenkerne bringen zusätzlich Aroma und Biss ins Proteinbrot. Ihr könnt auch Leinsamen, Kürbiskerne o.ä. nehmen.
- Flohsamenschalen binden den Teig und sorgen dafür, dass das Protein-Brot saftig wird. Ich empfehle, sie nicht wegzulassen.
- Dazu kommen etwas Backpulver und Salz.


Proteinbrot selber backen: Meine Gelingtipps
- Püriert den Hüttenkäse für den Teig. So verteilt er sich gleichmäßig und im fertigen Eiweißbrot bleiben auch keine größeren Stückchen zurück.
- Anrösten der Sonnenblumenkerne sorgt dafür, dass sie deutlich aromatischer schmecken. Gebt sie einfach kurz in eine Pfanne ohne Fett, bis sie leicht duften.
- Lasst den Teig quellen: Die Masse bleibt vor dem Formen etwa 5 Minuten stehen. Danach kann man sie ganz einfach zu einem ovalen oder länglichen Laib formen, der auch beim Backen stabil bleibt.
- Das Hüttenkäse-Brot muss richtig abkühlen. Es wirkt direkt aus dem Ofen noch recht weich. Nach dem Auskühlen lässt es sich sauber schneiden und hat dann auch die richtige Konsistenz.
- Lasst euch nicht vom Gewicht überraschen 😉: Das fertige Brot mit Hüttenkäse und Eiern ist deutlich schwerer als ein Hefe-Weißbrot oder Toast. Genau das macht es aber so saftig und sättigend.
Hinweis: Ist Proteinbrot gesund?
Proteinbrot ohne Mehl ist nicht automatisch gesünder als normales. Wer sich ausgewogen ernährt, muss kein Proteinbrot selber backen. Für alle, die ihren Eiweißanteil erhöhen oder ein besonders sättigendes Brot suchen, kann es aber eine gute Wahl sein, weil es wirklich richtig lecker schmeckt. Mein Proteinbrot enthält rund 15 g Eiweiß pro 100 g. Viele gekaufte Eiweißbrote kommen zwar auf noch höhere Werte, enthalten dafür aber zugesetztes Gluten oder Eiweißkonzentrate aus Soja oder Erbsen. Mein Rezept setzt stattdessen auf natürliche Zutaten.
Übrigens: Proteinreich und Low Carb sind nicht dasselbe. Dieses Rezept enthält bewusst (kohlenhydratreiche) Haferflocken. Die liefern auch komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Wenn ihr eine Alternative mit möglichst wenig Kohlenhydraten sucht, findet ihr auf dem Blog auch ein Rezept für Low-Carb-Eiweißbrot sowie das kernige Saatenbrot.
Protein-Brot
Zutaten
- 250 Gramm Haferflocken
- 1 ½ Teelöffel Backpulver leicht gehäuft
- 1 Teelöffel Salz gestrichen
- 1 Esslöffel Flohsamenschalen ca. 5g
- 100 Gramm Sonnenblumenkerne oder Leinsamen
- 300 Gramm Hüttenkäse Vollfett-Stufe
- 3 mittelgroße Eier
Zubereitung
- 250 Gramm HaferflockenDie Haferflocken in einem Küchenhäcksler, Blitzhacker oder Mixer feiner mahlen. Es dürfen ruhig noch ein paar etwas gröbere Stückchen übrig bleiben.
- 1 ½ Teelöffel Backpulver, 1 Teelöffel Salz, 1 Esslöffel FlohsamenschalenDie gemahlenen Haferflocken mit Backpulver, Salz und Flohsamenschalen in einer großen Schüssel vermischen.
- 100 Gramm SonnenblumenkerneDie Sonnenblumenkerne kurz in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie leicht duften. Unter die Haferflocken-Mischung rühren.
- 300 Gramm Hüttenkäse, 3 mittelgroße EierEier und Hüttenkäse in den bereits verwendeten Blitzhacker oder Mixer geben und kurz pürieren. Die Masse sollte weitgehend glatt und flüssig sein, ganz kleine Hüttenkäse-Stückchen dürfen aber noch sichtbar bleiben.
- Die Hüttenkäse-Mischung zu den trockenen Zutaten geben und alles mit einem Löffel oder Teigschaber kurz zu einem gleichmäßigen Teig verrühren.
- Den Teig etwa 5 Minuten quellen lassen. Den Ofen während der Quellzeit auf 185 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Den Teig mit den Händen zu einem ovalen Laib formen (bei mir ca. 20*13*4 cm groß). Nach Belieben mit einigen zusätzlichen Sonnenblumenkernen bestreuen.
- Das Brot im vorgeheizten Backofen etwa 42-48 Minuten backen. Anschließend vollständig auskühlen lassen und erst dann anschneiden.
Anmerkungen
- Backzeit: Das Brot sollte außen schön gebräunt sein und sich fest anfühlen. Drückt ihr leicht auf die Oberfläche, gibt sie kaum noch nach.
- Proteinbrot aufbewahren: Bewahrt es gut verpackt an einem kühlen Ort auf und verbraucht es innerhalb von 2-3 Tagen. Für längere Lagerung könnt ihr einzelne Scheiben einfrieren und dann einfach direkt toasten.
Noch keine Kommentare