Locker, fluffig und die perfekte Basis für süßen sowie salzigen Belag: Dieses einfache Kastenweißbrot ist ein echtes Alltagsbrot. Obwohl das Weißbrot-Rezept mit Hefeteig gemacht wird, der ja gerne mal (zu Unrecht) als kompliziert bezeichnet wird, ist es zudem absolut anfängertauglich!
Uns schmeckt das selbstgemachte Weißbrot zum Frühstück oder Abendessen am besten leicht angeröstet. Oder – verbacken – als Süßspeisenzutat. Denn, einige Tage alt und schon etwas trocken geworden, macht sich das Kastenweißbrot auch perfekt in Form von Armen Ritter bzw. French Toast. Passend zu diesem Weißbrotrezept poste ich deswegen diese Woche auch noch ein Arme-Ritter-Rezept. Aber in diesem Beitrag soll es zunächst nur um die „Basis“ gehen, ein herrliches Kastenweißbrot wie vom Bäcker. Zutaten und Zubereitung sind extrem simpel gehalten. Ihr braucht nur Weizenmehl, Hefe, Wasser, Zucker und Salz. Ich persönlich mag Weißbrot mit frischer Hefe am liebsten, aber auch mit Trockenhefe gelingt es gut (und ist sogar noch etwas schneller zubereitet). Die Hauptzeit geht ohnehin nur fürs Gehen des Hefeteigs drauf. Die Zubereitung selbst dauert nicht einmal zehn Minuten.




Als Mehl empfehle ich euch, wie eigentlich immer für Hefeteig, Wiener Griessler bzw. doppelgriffiges Mehl bzw. Weizenmehl Type 550. Es gelingt auch als Kastenweißbrot mit Dinkelmehl (dem hellen mit der Type 630). Dass das Weißbrot-Rezept vegan ist, versteht sich von selbst.
So wird das einfache Weißbrot perfekt
Für einen schönen Glanz kann man den Weißbrot-Teig vor dem Backen zusätzlich mit Milch oder einer Mischung aus verquirltem Eigelb und Milch bestreichen (wie beim Türkischen Fladenbrot). Was dann natürlich nicht mehr vegan ist. Wer ein besonders mildes, leicht süßliches Kasten-Weißbrot fürs Frühstück backen möchte, kann das Wasser durch lauwarme Milch ersetzen und die Salzmenge auf eine Prise reduzieren. Übrigens: Eine leckere Alternative ist mein Toastbrot-Rezept oder das einfache Haferflockenbrot. Auch das Kürbisbrot geht in eine ähnliche Richtung.
Kastenweißbrot
Zutaten
- 1 Würfel frische Hefe oder 2 Pck. Trockenhefe
- 450 Milliliter Wasser lauwarm
- 1 Teelöffel Zucker
- 700 Gramm Weizenmehl am besten Type 550 oder Wiener Griessler
- 1 Esslöffel Salz gestrichen
Zubereitung
- Die Hefe in eine Tassen mit ca. 150 ml des lauwarmen Wassers bröckeln. Teelöffel Zucker hinzugeben und dann mit einem Löffel so lange rühren, bis sich Zucker und Hefe aufgelöst haben.
- Das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde eindrücken. Hier nun die lauwarme Hefe-Wasser-Mischung hinzufügen. Mit etwas Mehl in der Mulde verrühren. Schüssel mit einem Tuch bedecken und an einem warmen Ort für ca. 15 Minuten aufgehen lassen.
- Das Salz und das restliche Wasser hinzugeben (ca. 300-350 ml). Den Teig so lange kneten, bis er glatt ist. Den Teig in der Schüssel zurück an den warmen Ort stellen. Etwa eine Stunde gehen lassen, bis der Teig sein Volumen verdoppelt hat. Teig in eine große gefettete Kastenform geben und glattstreichen. Nochmals ca. 1 Stunde gehen lassen.
- Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Brot nach Belieben mit einem großen scharfen Messer mehrfach schräg einschneiden. Evtl. mit etwas Milch bestreichen, damit das Brot später glänzt. Auf der mittleren Schiene ca. 40-50 Minuten backen.

















142 Kommentare
Habe den Teig auf 3 kleinere Backformen verteilt und so 3 kleinere knusprige Weissbrote erhalten. Sehr knusprig und sehr lecker!!! Werde ich wieder backen. Hatte 550er Mehl genommen und 1 Würfel Frischhefe. Teig war wunderbar aufgegangen.
Danke für deinen Kommentar 🙂
Das Rezept klingt gut! Könnte ich das Brot auch im 26cm Krustenzauber (rund) backen? Also im Brottopf mit Deckel. Ich finde so werden die Brote immer am Besten. Lg
Hallo Susanne, mit diesem Topf habe ich keine Erfahrung, aber wüsste auch keinen Grund, der dagegen spricht. Ich backe grundsätzlich auch gerne im Topf. Probier es doch einfach mal aus.
Toll! Zum ersten Mal ist mir ein Hefeteig gelungen.
Danke! 🙂
Danke für deinen lieben Kommentar 🙂
Hallo,
Ich habe heute das Weißbrot gebacken und es ist super geworden.
Habe schon mehrfach Rezepte probiert, die waren alle für die Tonne.
Ich suche noch ein Rezept für Mischbrot aber ohne Sauertei
Vielen Dank für dieses Rezept, wird sofort abgespeichert.
Liebe Grüße Elke
Danke fürs Feedback!
Hallo Kathrin,
Erst mal Danke für das Rezept!
Ich habe vorher noch nie Brot gebacken, sondern nur neapoletanischen Pizzateig gemacht, bin also ganz neu auf dem Gebiet.
Daher ein paar Fragen:
1. Wenn ich Pizzateig mache, dann bewegt sich die Hefemenge oft im einstelligen Gramm Bereich. Muss es tatsächlich ein ganzes Päckchen (42g) sein? Das kommt mir irgendwie extrem viel vor.
2. Ich habe das Rezept jetzt einmal probiert nach Anleitung. Grundsätzlich war das Brot auf jeden Fall genießbar, allerdings fand ich es im Vergleich zum Weißbrot vom Bäcker relativ dunkel (innen) und ein bisschen „zäh“ und nicht ganz so „fluffig“ wie ich mir das wünschen würde. Woran liegt das?
3. Kannst du eine Empfehlung geben, wie lange man ungefähr den Teig bei welcher Geschwindigkeit von einem Spiralkneter kneten lässt? Der Teig klebte echt extrem und das obwohl ich ihn vergleichsweise lange habe kneten lassen.
4. Ich habe mir eine Gusseisenform für das Brot gekauft. Muss man da irgendwas anders machen? Ich hab nach Anleitung der Form die Form bereits beim vorheizen mit rein gestellt und den Teig dann fertig vorgeheizt in die Form gekippt und dann mit Deckel 45 Minuten gebacken.
Wie gesagt, alles in allem ein super Rezept, aber wahrscheinlich fehlt mir einfach noch ein bisschen Erfahrung.
Würde mich also über Tipps freuen!
Liebe Grüße
Malte
Hallo Malte, ich versuche deine Fragen mal der Reihe nach zu beantworten:
1. Bei Hefeteig allgemein gibt es keine Regel. Je weniger Hefe du nimmst, desto länger muss die Gehzeit sein. Dein Pizzateig mit sehr wenig Hefe geht dementsprechend wahrscheinlich sehr sehr lange. Mein Weißbrot Rezept war als schnelles Rezept gedacht, deswegen ist die Hefemenge vergleichsweise hoch, die Gehzeit kurz. Wobei ein Würfel Hefe auf 700 g Mehl immer noch weniger ist als manche andere Rezepte, die standardmäßig einen Würfel auf 500 g Mehl nehmen. Wenn du weniger Hefe verwenden möchtest, geht das problemlos, du musst aber die Gehzeit dementsprechend deutlich anpassen.
2. Innen „dunkel“ kann ich mir nicht so ganz vorstellen, denn das Mehl ist ja hell. Wenn es zäh ist, liegt das Problem vielleicht grundsätzlich an deiner Hefeteig-Zubereitung. Hast du schon mal mein Hefeteig Grundrezept angeschaut? Der Teig soll glatt und nicht matschig sein, eventuell hättest du etwas weniger Wasser gebraucht. Welches Mehl hast du genau verwendet?
4. D.h. du hast eine Kasten-Form? Ich könnte mir vorstellen, dass da auch das Problem lag, du hast den Teig ja dann wahrscheinlich rein „gekippt“ oder wie kam der genau in die Form? Ich habe nur einen runden gusseisernen Topf und da kommt ein aufgegangener, komplett geformter Laib hinein, den ich mit einem Backpapier reinhebe. Wenn dein Teig matschig war und du den kurz vor dem Backen in die Form gegeben hast, ging da wahrscheinlich alle Luft raus.
Viele Grüße, Kathrin
Das Brot ist auf Anhieb super gelungen! Wegen Ermangelung von Typ 505 habe ich 80% Tipo „0“ aus Italien und 20% 405er Weizenmehl gemischt, hat perfekt geklappt. Beim nächsten Mal werde ich etwas weniger Salz nehmen, vielleicht 8g statt 12g.
Noch ein Gedanke zu den Kommentaren, die ein zu zähes Brot kritisierten: Evtl. haben die User den Teig zu lange und zu stark geknetet und damit zuviel Gluten aktiviert? Beim Kneten mit der Küchenmaschine passiert das viel schneller als mit der Hand. Wer das genau so wie im Rezept macht, wird keinen Misserfolg erleben.
Hallo Robin, danke für deine Rückmeldung und ja, das kann durchaus sein. Schön, dass es bei dir gleich so gut geklappt hat, Tipo 0 könnte ich auch mal wieder verwenden 🙂
Hallo Kathrin,
vielen Dank für das Rezept. An Brotbacken habe ich mich bisher nicht rangewagt. Ich habe das Rezept mengenmäßig
reduziert da ich nur eine 24cm Kastenform habe. Als Mehl habe ich Wiener Griessler und Dinkelmehl je 50%
genommen. Mein Teig ging auf, so dass er nach schon 30 Minuten oben aus der Schüssel kam. Deswegen habe ich ihn
in die Form gefüllt. Die quoll auch bereits nach 20 Minuten über. Deshalb schob ich ihn gleich in den Ofen.
Nach 45 Minuten machte ich die Stäbchenprobe. Der Teig war innen noch klebrig. Ich buk ihn weitere 15 Minuten.
Danach schien er fest zu sein. Nach dem Anschneiden sieht das Schnitttbild wie auf Deinem Rezept. Das Brot fühlt sich
aber immer noch leicht gummiartig an. Was habe ich falsch gemacht?
Hallo Jürgen, also Hefeteig entwickelt sich ja immer etwas anders, sehr abhängig von der Umgebungstemperatur etc. Ich kann leider nicht ganz nachvollziehen, wie sich das Brot gummiartig anfühlen kann, aber so aussieht wie auf den Bildern. Hatte es auch noch nie, dass Hefegebäck irgendwie gummiartig war, insofern kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Vielleicht war der Teig doch nicht komplett durch gebacken?
Hallo Kathrin,
Es könnte schon sein, dass es nicht ganz durchgebacken war. Jedes Mehl ist ja auch etwas anders. Ich mache nochmal einen neuen
Versuch mit Mehl 550 und etwas weniger Hefe. Damit sollte es klappen. Vielen Dank und herzliche Grüße.
Das Kastenweißbrot backe ich seit längerem regelmäßig, Variante 550 und Bestreichen mit Ei/Milch – gelingt immer tip-top-1a!!! Gebe noch je eine Prise Fenchel und Anis mit bei, einfach der Hammer!!!
Freut mich! Fenchel und Anis mag ich gar nicht, aber der Rest klingt super 😉
Ich habe Dinkelmehl genommen und alle Zutaten im Thermomix 2 Min. geknetet. Dann weiter nach Rezept vorgegangen.
Genieße gerade das leckere Brot, perfekt.
Liebe Grüße Ruth
Hallo Ruth, das klingt gut, freut mich!
Ich komme mit dieser geringen Menge Wasser nicht klar ,habe mindestens noch mal150ml dazu getan .Ich hoffe es klappt
Hallo, also wenn du bei 700g Mehl 600ml Wasser verwendest, wird das Rezept wohl leider nicht gelingen. Das ist zu viel.
Tolles Rezept, einfach und super Ergebnis. Vielen Dank!
Danke dir!
bestes weissbrotrezept bisher…
Dankeschön! Das freut mich sehr 🙂
Dieses Brot ist der Hammer. Ich habe es mit Dinkelmehl gebacken – sonst nach dem vorgegebenen Rezept. Das werde ich jetzt öfters backen
Wie toll, danke dir!
Habe das Rezept per Zufall gefunden, ein Wort nur: Hammer!!! Nur zu knusprig, nicht zu weich!! Danke!
Dankeschön!
Hallo, ich habe mal das Rezept nachgemacht, allerdings den Anteil an Trockenhefe auf 1Pk reduziert, hat auch völlig ausgereicht. Mit der Mulde hab ich nicht so verstanden (hab erst nachträglich n Video angeschaut wie es wirklich gemeint war), nicht destotrotz der Teig war am Ende sehr sanft und weich, anfang mit dem Handmixer mit Knethaken gerührt, danach nochmal kurz per Hand geknetet, nix hat es geklebt, zumindest nachdem per Hand geknetet war der Teig gut geworden. Der Teig war dann in der Rührschüssel mit bisschen Olivenöl in der noch warme aber nicht mehr heiße Ofen ruhen und der ist wirklich schön aufgegangen.
Ich habe es in 2 kleine Laibe gemacht, daher den Backzeit ein wenig reduziert auf 35 Minuten. Insgesamt ein brauchbare Weißbrot Rezept, der Gelingsicher ist. Und es schmeckt Vergleichbar mit dem Türkischen Pide, die man auch in der Türkei kaufen kann.
Danke für deine ausführliche Rückmeldung 🙂
So 1. Laib ist nun aufgeputzt. Getoastet übrigens, ganz hervoragend. Ich würde nachher mit Typ 550 versuchen. Denn ich habe das Rezept mit Typ 405 gemacht. Klappt auch ganz gut, sobald der Teig sich mind. 1 Tag lang geruht hat, ist der Brot noch besser. Das Rezept ist nun inzwischen gespeichert. Würdest du sagen, dass bei anderem Mehlsorten wie Typ 1050 oder Roggenmehl Typ 1150 bisschen mehr Wasser beigefügt werden müssen?
Mit freundlichen Grüßen
Etwas mehr würde ich schon verwenden, aber das merkst du dann ja bei der Teig-Konsistenz
Alles klar, danke dafür.
Meinst du, ich könnte den Anteil an Wasser mit derselben Anteil an Milch ersetzen um leckeren Milchbrötchen / Brot zu machen?
Das sollte schon gehen, aber richtige Milchbrötchen haben zusätzlich oft Butter, Ei o.ä. im Teig, siehe Rosinenbrot oder Milchbrötchen
So, erneut das Rezept ausprobiert, dieses mal alles nach Plan.
Man merkt auf jeden Fall den Unterschied zwischen den Mehltyp 405 und 550, innen ist es dann deutlich dunkler wie mit TYP 405, wo alles recht hell wird.
Es reicht tatsächlich 1 Päckchen Trockenhefe oder 21g Frischhefe, falls die Leute Hefiger mögen, können die natürlich nach Rezept machen.
Hierfür hab ich aber tatsächlich n Kastenform verwendet und bis 50 Minuten in den Ofen geschoben. Sanft aufgegangen und gleichmäßig aufgebacken, ohne dass eine Seite zu sehr aufgeht. In Scheiben geschnitten und einmal zweifach getoastet mit Frischkäse und Fruchtaufstrich sowie einmal Pur mit Käse wirklich sehr lecker.
Ich kann das Rezept erneut absolut empfehlen, denn die ist Gelingsicher.
Vielen Dank für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht!