Lust auf ein Stückchen vom besten Käsekuchen der Welt? Dieser einfache Käsekuchen mit Boden aus Mürbeteig und samtiger Quarkcreme kommt komplett ohne Einfallen, Krater und unschöne Risse aus. Das Rezept habe ich in vielen Versuchen perfektioniert. Kein Wunder, dass es bei euch, unseren Lesern, seit vielen Jahren extrem gut ankommt!
Auf der Suche nach dem besten Käsekuchen habe ich viel recherchiert, Umfragen erstellt, massenweise gebacken, Backbücher gewälzt und natürlich auch Oma gefragt. Was das beste Käsekuchenrezept ist, ist letztlich natürlich wie so oft Geschmackssache. Uns schmeckt die traditionelle Variante mit buttrigem Mürbeteig und cremiger Quarkfüllung besonders gut. Wir mögen den Käsekuchen einfach und klassisch. Ohne viel Tamtam. Bei der Vorbereitung zu diesem Beitrag wollte ich vor allem herausfinden, was man gegen eingefallenen Käsekuchen tun kann. Das Ergebnis der Tests kann sich meiner Meinung nach sehen und schmecken lassen! Unsere liebste klassische Variante gehört zu den absoluten Favorit vieler Leser, wie man in den Kommentaren lesen kann. Und deswegen findet ihr das Rezept auch in „Backen macht glücklich – Das Familienbackbuch„.


Euer Käsekuchen reißt beim Backen immer? Künftig nicht mehr! Mit ein paar Tricks könnt ihr das Problem wunderbar umgehen. Im Rezept findet ihr zusammengefasst die wichtigsten Schritte zum besten klassischen Käsekuchen mit Boden. Grundsätzlich hängt das Ergebnis von den verwendeten Zutaten ab und der Stabilität der Quarkmasse.
Tipps für perfekten Käsekuchen ohne Risse
Während amerikanische Varianten wie der New York Cheesecake traditionell mit ohnehin festerem Frischkäse gebacken werden, wird Omas Käsekuchen mit Quark von sich aus eher weicher und damit risse-anfälliger. Meine Tipps: Lasst den Quark gut abtropfen, verwendet Öl für die Creme, schneidet den Rand ein und wählt die Ofentemperatur nicht zu hoch.

Das im Folgenden beschriebene Vorgehen ist zugegebenermaßen ein bisschen aufwändiger, als den Kuchen einfach in den Ofen zu stellen und abzuwarten. Aber es lohnt sich. Was tut man nicht alles für den besten Käsekuchen 😉 ! Übrigens: Dieses Vorgehen funktioniert sogar bei Varianten wie dem veganen Käsekuchen.
Die besten Tipps
Backt den Kuchen nicht am Stück, sondern in mehreren Etappen. Während des Backens wird er ringsum mit einem großen Messer vom Rand gelöst, sodass die Luft entweichen kann, die für Risse und Wölbungen und damit Einfallen sorgt. Wenn die Backzeit zuende ist, bleibt der Kuchen noch im Ofen stehen. Die Tür ist dabei einen Spalt breit geöffnet, etwa mit einem Holzkochlöffel.
Die Stunde Backzeit ist zur groben Orientierung. In der Mitte darf der Kuchen noch leicht weich sein, denn die Quarkcreme wird beim Abkühlen ohnehin fester.
Was immer geht, ist den Kuchen noch mit Backpapier bzw. Alufolie abzudecken oder den Ofen auf Unterhitze umzustellen. Allgemein solltet ihr eine eher niedrige Temperatur wählen.
Wie schon geschrieben, am besten zunächst im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür, dann bei Zimmertemperatur und gerne später noch im Kühlschrank. Dort wird die Quarkmasse schön cremig-fest und gut schneidbar.
Entweder gut abgedeckt im Kühlschrank, wo er gut 3 Tage stehen bleiben kann. Oder ihr friert ihn in einzelnen Stückchen ein.
Übrigens: Falls ihr Abwechslung mögt, schaut euch unbedingt auch unsere große Übersicht der besten Käsekuchen-Rezepte an. Darin sollte für jeden etwas dabei sein. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Käse-Streusel-Kuchen vom Blech, dem Quarkkuchen ohne Boden oder diesen Muffins? Und die bunt verzierte Variante, der Käsekuchen am Stiel, kommt gerade bei Kindern super an!
Der beste Käsekuchen
Zutaten
Für den Mürbeteig
- 200 Gramm Weizenmehl
- 100 Gramm Speisestärke
- ½ Teelöffel Backpulver gestrichen
- 1 Prise Salz
- 100 Gramm Zucker
- 1 mittelgroßes Ei
- 1 mittelgroßes Eigelb
- 140 Gramm Butter kalt und in Stückchen
Für die Quarkmasse
- 750 Gramm Quark Mager oder 20% Fett
- 4 mittelgroße Eier
- 2 Teelöffel abgeriebene Zitronenschale
- 175 Gramm Zucker
- 2 Päckchen Vanille-Puddingpulver ca. 80g
- 100 Milliliter Rapsöl oder andere neutrale Sorte
- 270 Milliliter Milch
Zubereitung
- Für den Teig Mehl, Speisestärke, Backpulver, Salz und Zucker in eine Schüssel geben. Die Eier und die kalte Butter in Flöckchen dazugeben und mit den Knethaken sowie am Schluss mit den Händen zu einem homogenen Teig verkneten. Zu einer Kugel formen, plattdrücken, in Frischhaltefolie wickeln und rund 30 Minuten kühlstellen.
- Eine 26-28 cm große Springform fetten und mit Mehl bestäuben; alterativ nur den Rand fetten und den Boden mit Backpapier bespannen. Den Mürbeteig mit einem Nudelholz ausrollen. Den Boden der Springform mit Teig auslegen und einen Rand hochziehen. Dafür entweder die Teigplatte so groß ausrollen, dass sie für einen 4-5 cm hohen Rand mitreicht. Oder aus einem Teil des Teigs eine Rolle formen, diese auf den Mürbteigboden an den Rand der Form legen und mit den Fingern einen Rand hochziehen.
- Mürbeteigboden mehrfach mit einer Gabel einstechen und die Form inkl. Teig kühlstellen, während ihr die Creme vorbereitet. Den Ofen auf 170 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Für die Käsekuchenmasse zunächst den Quark abtropfen lassen bzw. eventuell entstandene Flüssigkeit abgießen. Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Quark unterrühren. Erst Zitronenschale und Vanillepuddingpulver, dann Öl und Milch ebenfalls gut unterrühren, sodass keine Stücken mehr zu sehen sind. Die Masse ist recht flüssig.
- Die Käsekuchenmasse auf den Teigboden in die Form gießen. Die Creme sollte fast mit dem Mürbeteigrand abschließen. Kuchen etwa eine Stunde backen. Vor dem Anschneiden komplett abkühlen lassen.
Anmerkungen
- Käsekuchen ohne Risse: Damit die Käsemasse nach dem Backen nicht einfällt, hat sich meiner Erfahrung nach folgendes Vorgehen bewährt: Nach 25 Minuten Backzeit den Kuchen aus dem Ofen holen und den Mürbeteigrand mit einem scharfen Messer vorsichtig vom Springformrand lösen. Außerdem mit dem Messer leicht zwischen die noch weiche Käsekuchenfüllung und den Teigrand ritzen. Kuchen wieder in den Ofen stellen und weitere ca. 35 Minuten backen. Gegen Ende eventuell mit Backpapier abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.
- Abkühlen lassen: Wenn der Kuchen fertig ist, sollte man ihn noch im ausgeschalteten Ofen ca. 30 Minuten stehen lassen. Dabei die Ofentür einen Spalt breit öffnen, indem man z.B. einen Kochlöffel in die Tür klemmt.

588 Kommentare
Liebe Kathrin, ein gelungener Kuchen. Ich finde jedoch, dass man das Sonnenblumenöl rausschmeckt. Werde das nächste Mal das Öl reduzieren und geschmolzene Butter nehmen.
Hallo Annie,
wir haben nichts vom Öl herausgeschmeckt, aber es kommt sicher auf die genaue Sorte an. Mit der Butter wird es sicher auch gut schmecken!
Ich mache es mit Rapsöl das ist neutral, Quark nehme ich 40%.
dein Käsekuchen klingt gut nur frag ich mich
Mit was man den Quark abtropfen lassen
Soll ??? Nudel Sieb?
Hallo Kathy, am besten in einem feinen Abtropfsieb oder einem Nudelsieb in das du zusätzlich ein Küchentuch oä legst.
Hallo Kathrin!
Vielen Dank für die Tipps. Ich bin auch einer derjenigen, denen das Aussehen nicht sooooo wichtig ist. Und trotzdem – deine Tipps werde ich auf jeden Fall umsetzen. Ich glaube das Öl macht viel aus.
Grüßle und Danke fürs Teilen.
Robby(licious)
Das Rezept probiere ich auf jeden Fall einmal aus! Dein Blog ist wirklich toll! LG
Liebe Kathrin,
ich habe den Käsekuchen nachgebacken und er schmeckt ganz toll!
Die Käsemasse ist beeindruckend gleichmäßig geworden, wie es sein soll.
Allerdings löst sich durch das Einschneiden die Masse vom Rand, ob das
jetzt schöner ist als ein eingesunkener Käsekuchen? Ich bin mir nicht sicher.
Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass er mit dieser Masse/Konsistenz eh nicht einsinkt,
auch ohne Einschneiden zwischen Rand und Füllung. Müsste ich mal ausprobieren… wobei das
Lösen des Randes von der Form vielleicht ein ganz wichtiger Punkt ist.
Liebe Ingrid, was genau von den vielen „Kniffen“ dafür sorgt, dass mein Käsekuchen so wird, wie er wird, weiß ich nicht – ich habe einfach viel rumgetestet und dann ein schönes Ergebnis bekommen 🙂 Das Einschneiden zwischen Rand und Füllung ist vielleicht optional, das am Rand aber sicher nicht ganz unwichtig. Wenn du es mal ohne ersteres testen solltest, berichte doch davon.
Schön, dass dir der Kuchen so gut geschmeckt und gefallen hat!
Hallo liebe Kathrin,
ich habe heute deinen Käsekuchen nachgebacken und muss sagen, der Kuchen ist genau so geworden, wie in deinem Rezept beschrieben. Keine Risse und er ist auch nicht eingefallen. Außerdem schmeckt er super lecker. Ich bin total begeistert, weil viele Rezepte mir einfach nicht gelingen.
Vielleicht hast du ja auch ein tolles Rezept von einer Donauwelle. Das ist der Lieblingskuchen meines Mannes und er behauptet, der Kuchen ist immer zu trocken.
Liebe Grüße Elfchen
Oh, das freut mich riesig, dankeschön 🙂
Die Donauwelle kommt mal auf meine Ideensanmlung, vielleicht gibt’s demnächst also ein leckeres Rezept dazu. Lasst euch den Käsekuchen noch gut schmecken!
Ich liebe Käsekuchen! Der hier sieht auch wirklich besonders lecker aus! Und so schön dekoriert oben drauf mit dem Puderzucker Stern, einfache und sehr schöne Idee. LG July
Gut sieht das aus! Wobei ich das so kenne, dass mit Puddingpulver die Farbe stark nach gelb geht, wegen der Farbstoffe. Bei den vielen Fotos wäre eines, das das Einschneiden zeigt, nicht verkehrt. LG Klaus-Peter
Hallo Klaus-Peter, da hast du Recht, das habe ich ganz vergessen – wobei, es geht auch nicht ganz so einfach, selbst zu backen und den Kuchen einzuschneiden und dabei ein Foto zu machen 😉 Das nächste Mal vielleicht, wenn Jan mal dabei ist. Viele Grüße!
Hallo Kathrin, Dein Kuchen sieht ja wirklich toll aus.
Ich hätte sogar einen vorher noch nicht genannten Tipp beizusteuern: die Quarkmasse nicht mit hoher Geschwindigkeit und nicht so lange schlagen, sondern so, dass sich gerade eben die Zutaten verbinden. Dann kommt nicht so viel Luft rein, die später durch fiese Risse entweichen will.
I love Cheesecake! Werde mich mal bei Dir durchprobieren.
LG, Stefanie
Lecker, dieser Kuchen kann sich wirklich sehen lassen!
Ehrlich gesagt hatte ich das Problem, dass er zusammenfällt noch nie, aber diese Krater.. Ich werde mir deine Tipps mal zu herzen nehmen und selber ausprobieren. Bin ganz gespannt! 🙂
Wenn du Krater auf dem Kuchen hast dann ist er zu heiß gebacken oder du hast den Kuchenrand nicht von der Springers gelöst! Das muss man in regelmäßigen Abständen machen das die Luft zur Seite und nicht nach oben entweichen kann 🙂 MfG paule
Liebe Kathrin,
ich liebe Käsekuchen und Deiner sieht wunderbar aus!
Aber eine wichtige Frage blieb in Deinem Rezept unbeantwortet:
Welchen Quark hast Du verwendet? Magerquark? 20%? Oder gar Sahnequark mit 40% Fett?
Würde mich über einen Tip freuen bevor’s mit dem Backen los geht!
LG, Marion
Hallo Marion, gut dass du nachfragst, das habe ich glatt vergessen! Meiner Erfahrung nach macht die Wahl des Quarks zwar keinen riesigen Unterschied. Aber wenn du sichergehen willst – ich habe 20%igen genommen.
Viele Grüße, kathrin