Gute Streusel sind herrlich: buttrig, mürbe und knusprig zugleich. Mit unserem einfachen Grundrezept gelingen euch klassische Butterstreusel aus 3 Zutaten – perfekt für Kuchen, Crumbles und viele andere Backrezepte. Ob feine Streusel oder große knusprige Butterstreusel: In diesem Beitrag erfahrt ihr, wie sie knusprig und richtig lecker statt trocken und langweilig werden.
Warum wir dieses Streusel-Rezept lieben
- Klassisches Grundrezept aus nur 3 Zutaten: Für Butterstreusel braucht ihr nämlich nur Mehl, Butter und Zucker.
- Tolle Konsistenz: Mit dem Rezept gelingen euch richtig große dicke Streusel genauso wie eine feine Streuseldecke – je nach Wunsch.
- Einfach und schnell gemacht: Der Streuselteig ist innerhalb kürzester Zeit fertig; ihr braucht maximal 5 Minuten.
- Nach Belieben abwandelbar: Das Streuselrezept lässt sich ganz easy mit Gewürzen wie Zimt und Verfeinerungs-Zutaten wie gehackten Nüssen variieren.
- Vielseitig verwendbar: Es eignet sich als Topping von Obstkuchen oder Käsekuchen genauso wir für Muffins und Desserts.


Butterstreusel aus 3 Zutaten
Streusel bestehen ähnlich wie Mürbeteig nur aus Mehl, Butter und Zucker. Entscheidend ist vor allem das richtige Verhältnis. Meiner Erfahrung nach werden Streusel ohne Ei mit 2 Teilen Mehl, 1 Teil Butter und etwas weniger Zucker besonders gut.
- Die Butter sollte möglichst kalt sein. Dadurch entstehen schöne große Butterstreusel, die beim Backen ihre Form behalten. Butter sorgt außerdem für den typischen Geschmack und die mürbe-knusprige Konsistenz. Vegane Alternativen wie (gut gekühlte) vegane Butter oder Margarine funktionieren zwar auch, schmecken aber etwas weniger fein. Sie können beim Backen zudem etwas zerlaufen.
- Zucker macht Streusel nicht nur süß, sondern sorgt auch dafür, dass sie beim Backen schön knusprig und leicht karamellig werden. Die Menge könnt ihr je nach Kuchen und persönlichem Geschmack etwas anpassen.
- Weizenmehl Type 405 eignet sich am besten für das Grundrezept, weil es neutral schmeckt und die beste Konsistenz macht, kann aber auch durch helles Dinkelmehl ersetzt werden.



Streusel machen: So einfach geht´s
- Zerkrümeln mit den Knethaken: Ich verknete Mehl, Zucker und die kalte Butter in kleinen Stückchen oder Flöckchen immer zuerst ganz kurz mit den Knethaken der Küchenmaschine; ähnlich, wie wenn man einen Knetteig für Kuchen macht. Die Masse kann dabei krümelig-bröselig aussehen, sollte aber einigermaßen homogen sein.
- Streusel formen: Anschließend kommt das richtige Streusel-Formen. Mit den Händen bzw. Fingern zerkrümelt bzw. verarbeitet ihr den Streuselteig kurz, bis je nach Wunsch kleine oder große Streusel entstehen:
Meine Gelingtipps für Streusel
- Die richtige Butter-Temperatur wählen: Muss die Butter weich sein, hart oder gar flüssig? Ich habe alles ausprobiert. Tendenziell sorgt kalte Butter in Flöckchen für große stabile Butterstreusel; weiche, warme Butter ebenfalls für große (aber etwas zerlaufene) und flüssige Butter für feine, krümelige Streuselchen.
- Den Streuselteig nicht zu lange kneten: Der häufigste Fehler bei Streuseln ist, die Zutaten zu lange zu verkneten. Dadurch wird die Butter warm und die Masse klebrig.
- Streusel vor dem Backen kalt stellen: Wenn ihr den Streuselteig vor dem Backen etwa 10-20 Minuten kalt stellt, behalten sie im Ofen am besten ihre Form.
- So werden Streusel knusprig: Für knusprige Streusel ist nicht nur die Butter wichtig, sondern auch der Zucker. Keinen flüssigen Süßstoff verwenden! Wer zusätzlichen Crunch mag, kann außerdem etwas Haferflocken, gehackte Mandeln oder Nüsse unter den Teig mischen.
Hier das Streusel-Grundrezept nochmal zusammengefasst. Viel Freude beim Nachbacken! Im Anschluss noch ein paar Tipps zu häufigen Problemen.
Streusel
Zutaten
- 300 Gramm Weizenmehl
- 150 Gramm Butter kalt
- 120 Gramm Zucker grobe Menge
Zubereitung
- 300 Gramm Weizenmehl, 150 Gramm Butter, 120 Gramm Zucker
Die Butter in kleinen Stückchen oder Flöckchen mit Mehl und Zucker in eine Rührschüssel geben.
Zutaten zunächst kurz mit den Knethaken verkneten, bis die Masse einigermaßen homogen ist.
Dann nochmal kurz mit den Händen nacharbeiten und mit den Fingern zu großen oder kleinen Streuselchen verarbeiten.
Die Streusel dann auf den Teig geben, z.B. für einen Blechkuchen, und diesen nach Rezept backen.
Anmerkungen
- Die Zuckermenge ist variabel und kann, je nach Geschmack und Süße des restlichen Backrezepts, etwa von 70-150g reichen.
- Ihr könnt das Streuselrezept variieren, indem ihr einen Teil des Mehls z.B. durch Cornflakes, Kokosraspel oder Haferflocken ersetzt. Zum Aromatisieren eignen sich Gewürze wie Zimt oder Vanillezucker. Auch Zitronenabrieb, Orangenabrieb oder Kakao bringen eine spannende Note in den Teig.
Passende Backrezepte als Basis für die Streusel
Das einfache Streusel-Rezept eignet sich z.B. für Streuselkuchen vom Blech aus Hefeteig, Pudding-Streusel-Kuchen, Kirschkuchen und Co, für Apfelcrumble, Käsekuchen-Muffins, Streuseltaler und mehr. Die Menge hängt dabei von der gewünschten Üppigkeit ab als auch vom konkreten Rezepttyp. Streusel auf Basis von 300g Mehl reichen z.B. für eine dicke Schicht auf einem Blechkuchen.



Häufige Probleme & Lösungen
Wenn sie beim Backen zerfließen, enthält der Teig meist zu viel Butter oder wurde zu warm verarbeitet. Wichtig ist deshalb das richtige Verhältnis der Zutaten und möglichst kühle Butter.
Das kann passieren, wenn sie auf einer zu trockenen Oberfläche liegen und nach dem Backen nicht gut haften. Besonders gut eignen sich saftige Beläge wie Obst oder Pudding als Grundlage.
Normalerweise werden Butterstreusel beim Backen von selbst goldbraun. Falls sie zu hell bleiben, könnt ihr den Kuchen am Ende der Backzeit kurz eine Schiene weiter oben backen.
Ja, der Streuselteig lässt sich gut vorbereiten und einige Stunden z.B. in einer Tupperbox im Kühlschrank lagern. Dadurch bleiben die Streusel beim Backen oft sogar besonders formstabil.
Ja, ungebackene Streusel lassen sich problemlos einfrieren. Vor dem Backen müsst ihr sie nicht auftauen; die Konsistenz kann dann aber variieren.
33 Kommentare
Und wo wir gerade bei Crumbles sind: Ich habe die Mug Crumbles ausprobiert, die in unserem Verlag herausgekommen sind – aus meiner Sicht noch besser als die Mug Cakes, weil fruchtiger, und mit ganz vielen Streuselvariationen für obendrauf.
Mug Crumbles, das musste ich doch glatt erstmal googlen 😉 Danke für den Hinweis!
Super, ich suche immer mal wieder nach einem guten Grundrezept, vor allem für Crumbles ohne Boden. Meistens wandele ich es dann noch mit gemahlenen Mandeln, Haselnüssen oder Marzipanrohmasse ab, bei Zwetschgen oder Äpfeln kommt auch noch Zimt mit rein.
DAS ist mal ein Vergleich 🙂
Ich habe ja doch manchmal meine Probleme mit meinem Streuselrezept, manchmal werden sie mir zu fein, manchmal zu groß und klebrig. Dein Rezept werde ich das nächste Mal definitiv ausprobieren!
Vielen Dank und viele Grüße,
Liz MiniMe