Sauerteig ansetzen Rezept
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Sauerteig ansetzen: Sauerteig selber machen für Anfänger

  • Vegan
  • Vollwertig

Brotbacken mit eigenem Sauerteig macht stolz. Und keine Angst – Sauerteig herstellen ist nicht so kompliziert, wie es scheint. Hier steht, wie es geht!

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 14.08.2023, zuerst veröffentlicht 2019

Sauerteig ansetzen steht für viele Hobbybäcker ganz weit oben auf der Liste der Dinge, an die sie sich nicht wagen. Ging mir sehr lange genauso. Aber dann habe ich – nach Misserfolgen und jahrelanger Pause – noch einmal einen Versuch gestartet. Denn so ein Weizen-, Dinkel- oder Roggenbrot mit Sauerteig ist einfach nur köstlich. Und mit meiner Sauerteig-Anleitung für Anfänger könnt ihr es auch!

Sauerteig herstellen klingt, zumindest was Zutaten und Zubereitung angeht, erstmal simpel – und ist trotzdem nicht ganz unkompliziert. Ich habe auch gefühlt hunderte Rezepte, Backbücher und Blogartikel gelesen. Und war hinterher noch verwirrter als zuvor. Irgendwie wollte alles keinen Sinn machen. Jeder beschreibt eine andere Methode zum Anstellgut. Ich hatte nur noch Fragezeichen im Kopf. Diesen Weg will ich euch ersparen. Im Folgenden findet ihr also eine detaillierte Anleitung, wie ihr Sauerteig selbst ansetzen könnt. Inklusive vieler Tipps und Tricks. Der allerwichtigste davon: Gebt nicht auf, auch wenn euer erster Versuch vielleicht misslingt. Fangt nochmal von vorne an. Ein gutes Sauerteig-Anstellgut wird euch im besten Fall jahrelang begleiten. Die Mühe ist es also wert.

Wie macht man Sauerteig?

Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten. Grundsätzlich geht es aber immer um dasselbe Prinzip: Über mehrere Tage wird eine kleine Menge Roggenmehl mit derselben Menge warmem Wasser vermischt und diese Mischung dann reifen gelassen. Die Prozedur dauert 3-4 Tage. Davon ist aber nur ein Bruchteil wirkliche Arbeitszeit. Ich verwende ab dem 3. Tag nur noch einen Teil der Ausgangsmasse. Vom fertigen Ansatz hat man dann immer eine kleine Menge im Kühlschrank, damit man nicht für jedes Backen ganz von vorne anfangen muss. Das so genannte Anstellgut wird jede Woche gefüttert. 

Die genauen Schritte zum Anstellgut findet ihr im Rezept. Hier ein paar allgemeine Tipps, die ihr unbedingt beachten solltet, wenn ihr Sauerteig selbermachen wollt

  • Arbeitet sauber: Das heißt in erster Linie, saubere Gläser und Löffel zu nehmen. Ansonsten können sich unerwünschte Bakterien breit machen, die im Sauerteig nichts zu suchen haben
  • Wiegt alles ab – lauwarmes Wasser und Mehl
  • Achtet auf die richtigen Temperaturen, egal ob beim Wasser oder beim Ort zum Reifen des Teigs
  • Seht trotz der ungefähren vorgegebenen Zeitangaben immer wieder nach Sauerteig. Sie sind extrem individuell. Und riecht. Am besten beginnt ihr z.B. am Freitag bzw. übers Wochenende oder im Urlaub
  • Deckt das Anstellgut während der Reifezeit nur ab, statt es luftdicht zu verschließen

Sauerteig ist genauso wie Hefe ein Triebmittel, sorgt aber für anderen Geschmack und eine andere Haltbarkeit des Brots. Gerade zu Beginn sollte man dem Brot-Teig (nicht dem Sauerteig) dennoch zusätzlich etwas Hefe zugeben, solange der Ansatz noch sehr jung ist.  Ganz wichtig: Es handelt sich aber immer um Sauerteig ohne Hefe.

Häufige Fragen zum Thema Sauerteig

Welches Mehl braucht man zum Sauerteig-Ansetzen?

Am gebräuchlichsten ist Roggen-Sauerteig mit Roggenmehl Type 1150. Zum Ansetzen kann theoretisch aber auch Weizenmehl oder Dinkelmehl genommen werden. Man sollte jedoch eher Mehl mit einer hohen Type wählen.

Wie erreiche ich die richtige Temperatur zum Reifen?

Es gibt spezielle Gärboxen etc, ich stelle das Glas aber meist bei nur eingeschalteter Ofenlampe (oder maximal 30 Grad) in den Ofen; alternativ auf den Server 😉 , oder unter eine Lampe. So ist es ein recht konstant warmer Ort.

Was ist, wenn sich auf dem Teig Schimmel bildet oder komische Farben auftauchen?

Dann ist er leider schlecht – und ihr müsst von vorne anfangen. Ein stechender Geruch allein hingegen ist meist unproblematisch; meine riecht teils nach Nagellackentferner.

Wie viel Sauerteig-Anstellgut braucht man für ein Brot?

Kommt auf Gehzeit des Teigs an. Ich nehme meist 75 Gramm, es gibt aber auch Rezepte mit 10g (wie unser Dinkel-Sauerteigbrot) oder 150g

Wohin mit den nicht gebrauchten Resten des Sauerteig-Anstellguts?

Ich gebe es zu: Ich werfe sie z.B. in einem Gefrierbeutel weg. Theoretisch kann man sie aber auch in andere Teige geben, getrocknet zum Panieren verwenden oä. Beides habe ich noch nicht getestet

Wie oft soll man das Anstellgut aus dem Kühlschrank füttern?

Auch wenn man nicht backen will: regelmäßig. Je häufiger, desto besser. Ich mache es einmal in der Woche und habe dafür einen Kalendereintrag im Handy. Aufgefrischt werden muss am Vortag des Backtags

Was ist, wenn ich den Ansatz längere Zeit nicht füttern kann?

Entweder einen Nachbarn bitten, sich zu kümmern, oder dem Teig nach 2 Wochen ein paar Auffrischungen gönnen, bevor er verwendet wird. Es soll aber auch Leute geben, die Sauerteig in den Urlaub mitnehmen.

Was ist, wenn das Sauerteigbrot extrem kompakt, klitschig oder sehr sauer ist?

Leider kann es gerade zu Beginn noch manchmal zu “unperfekten” Broten kommen. Das gehört dazu. Vielleicht ist euer Sauerteig noch zu jung und damit zu wenig triebstark. Anfangs gibt man dem Brotteig daher etwas Hefe zu. Mit jedem Auffrischen wird der Sauerteig stärker, sodass er irgendwann alleine wirkt

Ich hoffe, euch mit dieser Sauerteig-Anleitung ermutigen zu können, es zu probieren! Ich bin sicher kein Profi. Und es klappt trotzdem wunderbar. Bei offenen Fragen lest bitte zunächst die bereits beantworteten Kommentare durch. Übrigens, angeblich braucht jeder Sauerteig einen Namen. Meiner hat noch keinen – obwohl ich ihn wirklich liebgewonnen habe 😉 Jede Woche gibt’s bei uns mindestens 1-2 mal frisch gebackenes Brot, ab und an auch Sauerteigbrötchen oder Süßes wie den Sauerteigzopf ohne Hefe, Sauerteigkuchen und Panettone mit Sauerteig.

Sauerteig

Selbst angesetzter Sauerteig braucht zwar Zeit, hält dann aber – gut gepflegt – ewig. Mit meiner Sauerteig-Anleitung für Anfänger klappt es bestimmt!
Kathrin Runge Rezept von Kathrin Runge
Vorbereitung25 Minuten
Reifezeit2 Tage 12 Stunden

Zutaten

1
Portion Sauerteig

1. Schritt

  • 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
  • 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g

2. Schritt

  • 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
  • 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
  • 100 Gramm Sauerteig-Ansatz aus dem 1. Schritt

3. Schritt

  • 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
  • 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
  • 50 Gramm Sauerteig-Ansatz aus dem 2. Schritt

4. Schritt

  • 50 Gramm Roggenmehl Type 1150
  • 50 Gramm Wasser ca. 37 Grad, bis zu 60g
  • 10 Gramm Sauerteig-Ansatz aus dem 3. Schritt

Zubereitung

  • 50 Gramm Roggenmehl, 50 Gramm Wasser
    50 Gramm Mehl und 50 Gramm warmes Wasser in einem großen Einmachglas kräftig mit einem Löffel vermischen. Falls die Masse extrem fest ist, etwa 10g mehr (also insgesamt 60g) Wasser verwenden. Deckel des Glases auflegen (nicht zuschrauben oder mit einer Klammer verschließen), alternativ mit Frischhaltefolie bedecken. Mischung bei ca. 25-30 Grad rund 20-24 Stunden reifen lassen.
  • 50 Gramm Roggenmehl, 50 Gramm Wasser, 100 Gramm Sauerteig-Ansatz
    Den kompletten Ansatz aus dem 1. Schritt mit noch einmal 50 Gramm Mehl und 50-60 Gramm warmem Wasser kräftig vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 8-15 Stunden reifen lassen. Wie lange es bei euch dauert, hängt von Umgebungsvariablen wie Zimmertemperatur ab und davon, wie sich der Ansatz entwickelt: Sobald er sein Volumen verdoppelt hat und schon wieder leicht einfällt, geht man zum 3. Schritt über.
  • 50 Gramm Roggenmehl, 50 Gramm Wasser, 50 Gramm Sauerteig-Ansatz
    50 Gramm des Ansatzes aus dem 2. Schritt (der Rest wird nicht benötigt und kann weg) mit 50 Gramm Mehl und 50-60 Gramm warmem Wasser vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 12 Stunden reifen lassen. Auch hier hängt die genaue Dauer wieder davon ab, wie sich der Ansatz entwickelt: Sobald er sein Volumen verdoppelt hat und schon wieder leicht einfällt, geht zum 4. Schritt über.
  • 50 Gramm Roggenmehl, 50 Gramm Wasser, 10 Gramm Sauerteig-Ansatz
    10 Gramm des Ansatzes aus dem 3. Schritt (der Rest wird nicht benötigt und kann weg) mit erneut 50 Gramm Mehl und 50-60 Gramm warmem Wasser vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 8-12 Stunden reifen lassen. Das Volumen sollte nun noch um etwa die Hälfte zunehmen.

Verwenden des Sauerteig-Anstellguts

  • Wenn die Mischung deutlich säuerlich riecht, ist der Sauerteig-Starter bzw. das Anstellgut (insgesamt ca. 110 Gramm) nun bereit zum Backen. Ansonsten den 4. Schritt noch einmal wiederholen. Für ein Sauerteigbrot mit ca. 500g Mehl benötigt ihr je nach Gehzeit z.B. 75 g Anstellgut. Die ersten Male sollte man zum Teig zusätzlich Hefe zugeben, bis der Sauerteig alleine triebstark genug ist.

Regelmäßiges Füttern des Sauerteigs

  • Der Rest Sauerteig-Anstellgut (in meinem Beispiel ca. 30-40g) wird in einem kleinen Glas mit aufgelegtem Deckel im Kühlschrank gelagert und muss immer wieder „gefüttert“ bzw. „aufgefrischt“ werden. Dafür nimmt man alle ca. 7-10 Tage 10 Gramm des Sauerteigansatzes aus dem Kühlschrank (der Rest kann weg) und mischt diesen in einem sauberen frischen Glas wieder mit 50g Mehl und 50g Wasser.
  • Diese Mischung lässt man wieder 6-12h reifen, wie im 4. Schritt. Dann entnimmt man z.B. 75g Ansatz für sein Brot, lagert den Rest wieder im Kühlschrank. Und macht immer so weiter 🙂 .

Anmerkungen

  • Das Herstellen des Sauerteigs hat lange Reifezeiten. Da man keine genauen Stundenangaben machen kann, solltet ihr das Ganze z.B. an einem verlängerten Wochenende starten, an Urlaubstagen oder wenn ihr eh zuhause seid.
  • Die richtigen Temperaturen sind enorm wichtig – nicht zu kühl, nicht zu heiß. Die Wassertemperatur könnt ihr mit einem Thermometer messen, den Ort zum Reifen am besten ebenfalls. Wenn man Erfahrung hat, geht das auch nach Gefühl.
  • Im Winter kann man den Sauerteig z.B. in der Nähe einer Heizung reifen lassen (wenn diese konstant durchheizt und nicht nachts abschaltet) oder im Wäschekeller. Ansonsten z.B. in den Ofen bei nur angeschalteter Backofenlampe stellen. Ich stelle ihn manchmal auf unseren (warmen) Server 😉 Aber Achtung: setzt das Sauerteigglas zusätzlich auf einen Teller – er kann ziemlich überlaufen.
  • Wie viel zusätzliche Hefe ihr bei den ersten Malen benötigt, ist sehr individuell und auch von der Reifezeit bzw. dem konkreten Rezept für den Brotteig abhängig. Ich nehme z.B. 1-2g Trockenhefe und reduziere die Menge nach und nach.
  • Bei offenen Fragen lest bitte zunächst die bereits beantworteten Kommentare durch.
  • Du hast nicht alles da?

    In der Zutaten Tauschbörse findet ihr Tipps, wie und durch was ihr Zutaten ersetzen könnt.

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Kathrin Runge

Hallo, ich bin Kathrin!

Ich bin Gründerin von „Backen macht glücklich“, Backbuchautorin, Journalistin und seit meiner Kindheit leidenschaftliche Bäckerin. Was mich glücklich macht? Neue Rezepte zu entwickeln, sie auszuprobieren, zu fotografieren und mit euch zu teilen.

Seit 2012 findet ihr hier alles rund ums Backen – von schnellen Muffins bis zur festlichen Torte.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken. Schön, dass du das bist!

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654 Kommentare

  1. Julia Hagemeister

    Hallo Kathrin,
    danke für die toller Erläuterung für das Herstellen des Anstellguts. Ich hänge leider gerade bei Schritt 3. Habe 50 gramm des Anstellguts aus Schritt 2 (da hat alles super geklappt) entnommen und mit 50g Mehl und 50 Gramm warmen Wasser gemischt. Leider nimmt das VOlumen aber nicht mehr zu. Er sieht jetzt (nach 6 Stunden) immer noch genauso aus wie heute früh…vielleicht sogar ein bisschen flüssiger.
    Hast du eine Idee, was das sein könnte und bestenfalls einen Tipp, um ihn zu retten? Er ist mir ans Herz gewachsen ;))…
    Danke schon mal und LG
    Julia

    1. Hallo Julia, Ferndiagnosen sind immer sehr schwierig. Aber wenn sich beim Volumen wirklich gar nichts tut, läuft da wohl etwas arg schief 🙁 Temperatur etc?

    2. Thomas Raddatz

      Ich habe ein ähnliches Problem. Das Problem könnte sein, dass der Sauerteig zu flüssig wird. So bleiben die Bläschen nicht im Teig sondern platzen einfach. Wahrscheinlich hat sich im Ofen zu viel Feuchtigkeit gesammelt bei mir. Zumindest ist im Glas einiges an Feuchtigkeit(innen beschlagen)
      Ich habe nach dem 2mal wiederholen von Schritt 4 nun den Teig rausgestellt und den Deckel etwas versetzt aufgesetzt, dass die Feuchtigkeit entweichen kann. Mal schauen was nun damit passiert. Hoffentlich ist er nicht schon hinüber.

  2. Maria Kehrer

    Hallo Kathrin,
    ich habe mich in den letzten Tagen an dein WEizensauerteigbrot gewagt und zum ersten Mal auch einen Sauerteigansatz gemacht. Und doch einige Probleme damit gehabt bzw. folgende Fragen:
    Bei mir war beim 3.Schritt das Volumen dreifach so hoch und mein Glas ging schon fast über und da habe ich dann den 4. Schritt gemacht. Hier gab es auch nach 9 h fast keine Vergrößerung des Volumens. Ich habe dann doch mit dem Vorteig begonnen und mich ganz genau an die jeweiligen Ruhezeiten gehalten. Ich habe dann den Teig zum Rasten in den Kühlschrank gepackt (in einer 3 l Schüssel) und heute in der Früh – schon nach 10 h – war der Teig bis oben hin voll. Ich habe ihn dann rausgenommen, gedehnt und gefalten und gab ihn dann wieder zurück in die Schüssel und in den Kühlschrank, da ja erst 10 h vergangen waren. Gegen 11 Uhr vormittag hat sich leider noch immer nix getan, deshalb habe ich ihn rausgenommen, nochmals gedehnt und gefaltet und ihn dann für 1 h ins Gärkörbchen getan. Auch hier hat sich nix mehr wesentlich geändert. Nun habe ich es gebacken und es schaut fast so aus, als ob ich zwei Brote, die ich aneinandergelegt hätte, in den Ofen gegeben hätte, obwohl es nur eines war.
    Was habe ich falsch gemacht. War die Schüssel zu klein für den Kühlschrank oder hätte ich es dann gleich in der Früh – nach 1 h Rast im Raumklima – backen sollen. Ich habe mich auch sonst sehr an die Temperaturen des Wassers, Raum etc. gehalten.
    Vielen Dank für deine Info und liebe Grüße
    Maria

    1. Hallo Maria, eine Ferndiagnose ist naturgemäß schwierig. Wie alt ist denn dein Sauerteig?

  3. Hallo,
    Ich freue mich, bei dir neue Brotideen für Sauerteig zu finden. Mein Sauerteig ist mittlerweile zwei Jahre alt und sehr triebstark.
    Ich habe allerdings noch nie etwas davon entsorgen müssen.
    Ich nehme immer komplett meine ca. 50gr Anstellgut aus dem Kühlschrank füge so viel Wasser und Mehl im Verhältnis 1:1 hinzu, wie mein Sauerteig nachher wiegen soll. Also bspw. für 300g Sauerteig: 50g Anstellgut + 150g Wasser + 150g Mehl. Wenn der Sauerteig reif ist, nehme ich die benötigte Menge (z.B. 300g) ab und stelle die restlichen 50g wieder in den Kühlschrank. So landet nichts im Müll. Da ich zweimal die Woche Brot backe, muss ich auch nie füttern. Die Auffrischung durch das Anstellen des Sauerteigs reicht völlig aus.
    Vielleicht als Anregung für diejenigen, die sich schwer tun, Reste wegzuwerfen 🙂
    Danke nochmal für deine Rezepte und liebe Grüße!

    1. Danke für den Tipp! Teils mache ich das so ähnlich wie du

  4. Hallo, ich habe LM angesetzt und füttere ihn alle 3 Tage. Ich nehme von dem Ansatz 100 gr ab und stelle es in den Kühlschrank und füttere die anderen 100 gr und lasse diese wieder 3 Tage bei Raumtemperatur stehen und füttere wieder. Jetzt meine Frage, wenn ich den Ansatz aus dem Kühlschrank füttere ( ca. 200-300 gr) nicht den, den ich füttere, sondern den abgenommenen, muss ich den so füttern das er aufgefrischt ist ohne in den Kühlschrank zukommen da ich ihn trocknen möchte. Wäre schön wenn ich hier Hilfe bekäme. LG Roswitha

    1. Hallo, ich verstehe ehrlich gesagt leider die Frage nicht, ist mir beim Lesen etwas zu kompliziert – was meinst du genau?

  5. Heike Schaubitzer

    Hallo, ich finde Ihre Seite super. Sehr verständlich beschreiben Sie die Vorgehensweise zum Ansetzen des Sauerteigs, der bei mir nun fast fertig ist. Als nächstes möchte ich das Weizen rot backen aber bin mir unsicher, wie viel Hefe ich noch zu meinem jungen Sauerteig dazu geben soll. Wäre 1 Teelöffel Trockenhefe schon zu viel? Kann man das Bauern rot auch mit dem Sauerteigansatz backen und wenn ja, wie viel nimmt man davon?

    Viele Grüße und vorab vielen Dank für Ihre Rückmeldung,
    Heike Schaubitzer

    1. Hallo, danke für das Lob! Ich würde vielleicht um die 3-4 Gramm Trockenhefe anfangs nehmen, ein Teelöffel dürfte zu viel sein. Aber je nachdem, wie das Brot wird, kann man die Menge ja beim nächsten Backen anpassen.
      Für das Bauernbrot würde ich ca. 75 Gramm nehmen und dafür weniger Wasser.

  6. Irene Heitz

    Hallo, danke für die klare Anleitung. Ich bin gespannt, ob ich dieses Mal erfolgreicher sein werde. Hast du übrigens gewusst, dass es am Flughafen In Stockhoilm ein „Sauerteighotel“ gibt? da geben die Schweden, die lange verreisen, ihren Sauerteig ab. In ihrer Abwesenheit wierd er dort gepflegt und gehegt, bis sie zurückkommen.
    https://www.vice.com/de/article/wn743m/in-schweden-hat-ein-hotel-fur-brotteig-eroffnet-619

  7. Hallo,
    bleiben die Mengen, Zeiten und Temperaturen gleich, wenn man anstelle von Roggenmehl Weizenmehl nimmt?

  8. Ich werde mich jetzt mal an den Sauerteig wagen, dann bräuchte ich natürlich auch noch ein gutes Rezept.
    Wie viel Sauertag kommt da rein bei z.B. einem Kilo Mehl ? Angabe bitte in Gramm, ich mag Mengenangaben wie EL oder TL nicht, da weiß man nie wirklich wie viel. Ich habe auch gelesen, dass wenn der Sauerteig noch „jung“ ist man doch ein wenig (Trocken)Hefe dazu geben soll, damit das Brot schön locker wird.

    Kann mir jemand ein gutes Rezept für ein Sauerteigbrot (eher dunkel) geben ?
    ich habe hier keines gefunden, vielleicht habe ich auch nicht gut genug gesucht.

    1. Hallo Andreas, ich habe hier doch einige Brote verlinkt. Du findest alle Brot hier: https://www.backenmachtgluecklich.de/brot-rezepte davon ein Teil mit Sauerteig. Dort steht auch jeweils, wie viel du brauchst

  9. Hallo, 2 Fragen: 1. Ich bewahre mein Anstellgut, so wie oben beschrieben, in einem Glas mit aufgelegtem Deckel im Kühlschrank auf. Die Oberfläche vom Anstellgut trocknet aus und wird „hart“. Wie kann ich das verhindern?

    2. Was passiert bzw. ist es von Nachteil für das Anstellgut, wenn ich den Deckel zu drehe?

    1. Hallo, also bei mir wird da nichts hart/trocken, obwohl / weil der Deckel aufliegt. Das wundert mich. Vielleicht probierst du es mal mit einem anderen Glas und Deckel? Ansonsten kannst du das harte evtl auch einfach etwas abnehmen und dann nur den unteren Rest verwenden.
      Der Sauerteig braucht Luft/Sauerstoff.

      1. Danke für die Antwort. Die Teigoberfläche steift etwas ab. Trocken und hart ist vielleicht etwas falsch von mir formuliert. Wie kann ich damit verfahren? Ich habe ein anders Glas und Deckel benutzt. Es passiert trotzdem. Die Luft im Kühlschrank ist ja entfeuchtet. Danke.

        1. Wenn sie nur ganz dünn ist, würde ich sie entweder abnehmen oder gut unterrühren, falls das geht

  10. Ich bin jetzt etwas verwirrt, ich habe gelesen, das es eine Mischung mit genau den richtigen Mikroorganismen und in der richtigen Menge gibt, damit der Sauerteig auch gelingt. Funktioniert das auch ganz ohne diese Beigabe, also nur mit Mehl und Wasser und Wärme natürlich. Wo kommen die „richtigen“ Bakterien her, aus der Luft und das meine ich jetzt wörtlich ?
    Da schwirren ja auch andere herum, welche die z.B. für Schimmel zuständig sind und das will keiner auf seinem Sauerteig ?

    Es ist also Zufall, welche zuerst mit dem „Gemisch“ in Berührung kommen, oder wie funktioniert das.
    Oder muss man diese Mikroorganismen auf jeden Fall dazu geben damit das funktioniert, ich kann es mir irgendwie schwer vorstellen, das man hier wirklich nur Mehl und Wasser vermischt und dann einfach nur wartet….

    Vielleicht finden die „Bäcker_innen“ unter Euch diese Fragen jetzt vielleicht sogar belustigend, aber ich bin halt ein Neuling.

    Liebe Grüße
    Andreas

    1. Hallo Andreas, also mit den theoretischen Details kenne ich mich nicht sooo gut aus – aber ja, du brauchst definitiv nur Wasser und Mehl und Zeit und Temperatur 🙂

  11. Ich habe ein Bio-Roggenmehl Type 960 geht das auch für Sauerteig ansetzen ? Ich will da mal versuchen…bis jetzt habe ich Brot immer mit Hefe gebacken, aber mit Sauerteig wäre es natürlich noch ein wenig besser….

  12. Hallo, kann ich auch livieto madre als anstellgut für Roggen Sauerteig verwenden?

    1. Hallo, damit habe ich leider keine Erfahrung

      1. Danke..ich probiere es einfach mal aus

  13. Wenn ich eine Pizza mit Sauerteig mach möchte, wie hoch ist der Anteil des Sauerteiges gegenüber des restlichen Mehles. Vielleicht kann mir jemand helfen.
    Danke

    1. Das weiß ich leider nicht, da ich noch nie Pizza mit ST gebacken habe

      1. Danke trotzdem! Wünsche einen sonnigen Tag!

  14. Hallo Kathrin
    Ich habe dein Rezept auch gemacht. Ich bin hochzufrieden nach 7 Tagen war er fertig meine ersten Brötchen mit gebacken. Seit dem nur noch mit Sauerteig. Inzwischen steht er im Kühlschrank und wird 1 mal in der Woche gefüttert. Nur so viel der Sauerteig wurde trotzdem was bei mir gibt es keine konstante wärmequelle Tagsüber hat er warm vom Ofen Nachts wird es schon Kalt und trotzdem hat es geklappt. Inzwischen habe ich einen Teil abgenommen und eine Weizensauerteig damit angesetzt. Schade das ich kein Bild dazu stellen kann. Danke nochmals für die tolle Erklärung und die Ermutigung es zu versuchen. Lg Karin

    1. Hallo Karin, wie schön, dass es dennoch so gut geklappt hat, herzlichen Glückwunsch zum Sauerteigstart 🙂

  15. Hallo Kathrin , ich habe das erste mal einen Sauerteig angesetzt. Die Menge habe ich Pi mal Daumen genommen. Nach dem zweiten Tag habe ich dann nochmal etwas Mehl und lauwarmes Wasser hinzu getan… Der Ansatz ging dann recht schnell hoch.. Danach musste ich ein noch grösseres Glas nehmen … habe das ganze dann nochmal wiederholt . Innerhalb von 120 min ging der Ansatz hoch (Volumen hat sich verdoppelt ). Aber danach innerhalb von 1Std wieder auf den Level vom Anfang. Nun meine Frage ist das normal ..
    Jedesmal dauerte das Hochgehen des Ansatzes genau 120 min… hätte echt die Uhr danach stellen können…

    1. Hallo Andreas, pi mal Daumen würde ich für Sauerteig jetzt nicht unbedingt raten 😉 Und wenn er so schnell hochgeht, könnte es sein, dass es zu warm war und das ganze dann zusammenfällt. Eigentlich sollte es länger dauern