Vinschgauer Brot Rezept
  • 55min
  • 5,0 (20)

Vinschgauer Brötchen selber machen

  • Vegan
  • Fettarm

Einfaches Rezept für würzige Südtiroler Fladenbrote aus Roggenmehl. Sorgt garantiert für kulinarische Bergtouren-Gefühle!

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 13.03.2023

Vinschgauer erinnern wie auch Germknödel, Kaiserschmarrn oder Apfelstrudel an schöne Urlaube in den Bergen. Aber wieso sollte man die Südtiroler Fladenbrote nur in den Ferien essen? Mit meinen einfachen Vinschgauer-Rezept gibt´s die Brotspezialität künftig auch bei euch daheim!

Falls ihr Vinschgauer (oder Vinschger Paarl) nicht kennen solltet: Es handelt sich um eine Art flache, dunkle Brötchen. Ihr Markenkennzeichen ist neben der Form der aromatische Roggenteig. In ihm stecken kräftige Gewürze bzw. Samen wie Fenchel, Kümmel und Brotklee. Übrigens: Das eine Original Vinschgauer Rezept gibt es gar nicht. Meine Vinschgauer ohne Sauerteig mit Trockenhefe sind jedenfalls unkompliziert. Der einzige etwas knifflige Punkt ist das Formen des zugegebenermaßen sehr klebrigen Teigs. Eine klassische Schönheit sind die Brötchen aber eh nicht gerade 😉 . Insofern ist es auch nicht schlimm (sondern gerade charakteristisch), wenn die Fladen etwas unperfekt aussehen.

Inzwischen gibt es das Ganze auch zum Aufbacken in jedem Supermarkt. Deren Konsistenz ist aber oft wenig spektakulär, hart, fest. Die selbstgemachten Vinschgauer bekommen hingegen eine tolle Kruste und sind innen dennoch fluffig und locker, wenn auch nicht ganz so wie z.B. Laugenbrezeln.

So wird das Vinschgauer Brot perfekt

Bei selbstgemachten Vinschger Fladen könnt ihr zudem ganz allein entscheiden, wie stark das typische Aroma sein soll. Meine Angabe für die Gewürze ist so auch nur als Vorschlag zu sehen. Statt Fenchelsamen und Kümmel einzeln (ganz oder gemahlen) zu verwenden, kann man auch fertiges Vinschgauer Gewürz oder Brotgewürz verwenden.

Original Vinschgauer Rezept

Wer mag, macht aus dem Teig Vinschger Paarln, also quasi paarweise zusammenhängende Fladen. In welcher Form auch immer: Zusammen mit Bergkäse, Speck, Bauernbutter und ein wenig Gemüse die perfekte Brotzeit! Unter meinen gesammelten Brotrezepten und Brötchenrezepten findet ihr noch viele weitere tolle Inspirationen fürs nächste Abendessen – angefangen von klassischen Brötchen, Bauernbrot und Kartoffelbrötchen über Weizensauerteigbrot, Mini-Brötchen und Naan bis hin zu Low Carb Walnussbrot und Schwäbischen Seelen.

Vinschgauer

  • Vegan
  • Fettarm
Traditionelle Südtiroler Fladen mit Roggenmehl und Gewürzen – zusammen mit Bergkäse oder Speck die perfekte Brotzeit!
Kathrin RungeRezept von Kathrin Runge
Vorbereitung25 Minuten
Backzeit30 Minuten
Gehzeit2 Stunden 15 Minuten

Zutaten

10
Stück
  • 350 Gramm Roggenmehl plus mehr fürs Verarbeiten
  • 150 Gramm Weizenmehl
  • 5 Gramm Trockenhefe
  • 1 Teelöffel Fenchelsamen
  • 1 Teelöffel Kümmel
  • 1 Teelöffel Brotgewürz optional
  • 10 Gramm Salz
  • 1 Teelöffel Rübensirup oder Honig / Zucker

Zubereitung

  • Für den Vorteig 100g vom Roggenmehl mit 1g der Trockenhefe und 100ml lauwarmem Wasser kräftig verrühren. Abgedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde ruhen lassen. Fenchel und Kümmel, falls ihr Samen verwendet, fein mahlen bzw. mörsern. Man kann sie je nach Geschmack auch nur fein hacken.
  • Die restlichen 250g Roggenmehl zusammen mit dem Weizenmehl, den restlichen 4g Trockenhefe, Salz und Gewürzen in einer großen Schüssel mischen. Vorteig, Sirup und weitere ca. 350 ml lauwarmes Wasser zugeben. Alles zunächst miteinander verrühren, dann ca. 5 Minuten zu einem homogenen, recht klebrigen Teig verkneten. Abgedeckt an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen.
  • Eine Arbeitsfläche oder Backmatte sehr gut mit Roggenmehl bestäuben. Den Teig darauf geben und in ca. 10 Portionen teilen, am besten mit einer Teigkarte. Zu einer Art Kugeln formen bzw. rundwirken (müssen nicht perfekt sein). Achtung: Der Teig ist sehr klebrig – mit viel Mehl auf der Arbeitsfläche und den Händen arbeiten.
  • Auf ein bis zwei mit Backpapier belegten Blechen verteilen und zu Fladen flachdrücken. Für „Vinschger Paarl“ je zwei Fladen nah nebeneinander setzen, bis sie sich (fast) berühren. Fladen nochmal abgedeckt an einem warmen Ort 20-30 Minuten gehen lassen.
  • Ofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein hitzefestes Schälchen Wasser auf den Herdboden stellen. Vinschgauer ca. 30-35 Minuten backen. Sie sind außen recht fest, sollen aber innen weich bleiben und bei Klopfen hohl klingen.

Anmerkungen

  • Die Menge an Gewürzen könnt ihr nach Geschmack erhöhen. 
  • Bei längerer Gehzeit könnt ihr die Hefemenge reduzieren. Bei Verwendung von frischer Hefe würde ich insgesamt ca. 15g nehmen.
  • Die Backdauer kann je nach Dicke und Größe von ca. 25-40 Minuten betragen. Wenn ihr euch sehr unsicher seid, am besten einen Fladen rausholen, kurz abkühlen lassen, aufbrechen/aufschneiden und den Teig checken, dann den Rest ebenfalls aus dem Ofen holen oder noch etwas länger backen. 
Mit diesem Rezept Original Vinschgauer (Vinschger Paarl) einfach selber machen: mit Trockenhefe & ohne Sauerteig.Mit diesem Rezept Original Vinschgauer (Vinschger Paarl) einfach selber machen: mit Trockenhefe & ohne Sauerteig.Mit diesem Rezept Original Vinschgauer (Vinschger Paarl) einfach selber machen: mit Trockenhefe & ohne Sauerteig.Mit diesem Rezept Original Vinschgauer (Vinschger Paarl) einfach selber machen: mit Trockenhefe & ohne Sauerteig.Mit diesem Rezept Original Vinschgauer (Vinschger Paarl) einfach selber machen: mit Trockenhefe & ohne Sauerteig.Mit diesem Rezept Original Vinschgauer (Vinschger Paarl) einfach selber machen: mit Trockenhefe & ohne Sauerteig.Mit diesem Rezept Original Vinschgauer (Vinschger Paarl) einfach selber machen: mit Trockenhefe & ohne Sauerteig.Mit diesem Rezept Original Vinschgauer (Vinschger Paarl) einfach selber machen: mit Trockenhefe & ohne Sauerteig.Mit diesem Rezept Original Vinschgauer (Vinschger Paarl) einfach selber machen: mit Trockenhefe & ohne Sauerteig.Mit diesem Rezept Original Vinschgauer (Vinschger Paarl) einfach selber machen: mit Trockenhefe & ohne Sauerteig.
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Kathrin Runge

Hallo, ich bin Kathrin!

Ich bin Gründerin von „Backen macht glücklich“, Backbuchautorin, Journalistin und seit meiner Kindheit leidenschaftliche Bäckerin. Was mich glücklich macht? Neue Rezepte zu entwickeln, sie auszuprobieren, zu fotografieren und mit euch zu teilen.

Seit 2012 findet ihr hier alles rund ums Backen – von schnellen Muffins bis zur festlichen Torte.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken. Schön, dass du das bist!

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19 Kommentare

  1. Ich würde gerne das Rezept für die Vinschgauer ausprobieren und fragen, ob man diese auch mit Sauerteig anstatt Hefe machen könnte? Hast Du hiermit Erfahrung und ggf. einen Tipp für mich?
    Vielen herzlichen Dank 🙂

    1. Hallo Carmen, damit habe ich leider keine Erfahrung. Grundsätzlich dürfte es aber funktionieren, wenn du die Flüssigkeitsmenge einfach etwas reduzierst. Dein Sauerteig sollte natürlich triebstark sein.

  2. Ich habe die Vingauer jetzt zweimal gebacken . Ich habe alle Gewürze so verwendet wie im Rezept und trotzdem noch original Brotgewürz für Vingauer dazugegeben.
    Was soll ich sagen……Die Vingauer sind der Hammer. Danke für das tolle Rezept.🌷

    1. Danke für deinen tollen Kommentar 🙂

  3. Hallo,
    und vielen Dank für Deinen Blog, den ich gerade erst entdeckt habe. Ich liebe insbesondere Vinschgauer und war immer der Meinung, die sind mit Sauerteig gebacken. Habe ich mich getäuscht oder hast Du das Rezept etwas vereinfacht? Ich werde das Rezept auf jeden Fall mal ausprobieren
    und dann auch bewerten.

    1. Hallo Peter, das Rezept sollte eigentlich dasselbe wie am Anfang sein, ich habe nichts verändert. Es gibt auch (reine oder gemischte) Sauerteigrezepte

  4. Hallo Kathrin,habe heute die Vinschgauer gebacken sind sehr gut geworden nach meinem Geschmack werde ich nächste Mal mehr Gewürze rein machen. Danke für das Rezept .
    Liebe grüße aus Chemnitz

    1. Danke für dein Feedback 🙂

  5. Hey hallo,
    Schön, dass ich dieses Deine Seite gefunden habe.
    Wir waren gerade in Ö und sehen eine Sendung über Südtirol. Da hab ich nach einem Rezept für Vinschgauer gesucht.
    Das werde ich jetzt versuchen.
    Allerdings mache ich seit einiger Zeit alles mit AMC-Töpfen. Die Methode finde ich klasse.
    Also muss ich alle »
    Hoffentlich gelingt es!
    Grüße aus Berlin
    Lutz

    1. Hallo Lutz, die Methode kenne ich gar nicht, muss ich mal recherchieren. Viel Erfolg beim backen!

      1. Huch, da fehlte ja Text! Ich meinte, ich muß alle Rezepte versuchen zu übersetzen, damit es mit meinen tollen Töpfen/Pfannen funktioniert. Man kann auch überbacken damit – es ist klasse und man spart Strom.
        Wir hatten immer viele Brötchen weggeworfen. Jetzt backe ich jeden 2. Tag mein Brot im Topf. Das klappt hervorragend! Es schmeckt, man weiß, was drin ist und wir schmeißen fast nichts mehr weg.
        Ich bin kein Vertreter. Informier Dich einfach. Das Zeig ist nicht billig, aber wir haben‘s nicht bereut.
        Grüße
        Lutz

  6. Habe zum ersten Mal Vinschgauer gebacken. Dank deines Rezepts sind sie ausgezeichnet geworden. Vielen Dank dafür.
    LG

    1. Danke dir!

  7. Melanie Weyers

    LIebe Kathrin,
    eine Freundin brachte vor einiger Woche ein Vinschgauer Brot mit. Ich habe mich sofort in den Geschmack verliebt – und probiere es nun dank deines tollen Rezeptes selber aus.
    Bericht folgt!
    GlG
    Melanie

    P. S.: ….. unperfekt….., klingt gut, passt zu mir!

    1. Danke für deinen Kommentar 🙂

  8. Liebe Kathrin,
    ohne jede Ahnung vom Backen probierte ich nach Deinem Rezept ein „Vinschgerle“ (wie die Tiroler sagen). Dank Deiner klaren Anleitung war das Ergebnis super!
    Ein ganz großes Dankeschön!

    1. Und dir ein großes Dankeschön für dein liebes Feedback 🙂

  9. Einfach zum reinlegen ???
    Besten Dank für das leckere Rezept ??

    1. Hihi, das freut mich!