selbstgemachtes Vanille-Soufflé direkt aus dem Ofen
  • 40min
  • 5,0 (1)

Soufflé selber machen: Einfaches Rezept

Dessert mit Wow-Effekt: Mit unserem Grundrezept könnt ihr den französischen Klassiker auch zuhause genießen

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 01.11.2026

So ein Soufflé sieht nicht nur wunderbar aus, sondern schmeckt auch einfach himmlisch: außen goldgelb und leicht fest, innen weich und cremig! Bei vielen Rezepten klingt mit, dass alles schrecklich kompliziert ist. Mit der richtigen Anleitung und ein paar Kniffen ist es aber überhaupt nicht schwer, ein gutes Soufflé selber zu machen 🙂

Was das Besondere (und toll) an Soufflés ist

Falls ihr noch nie eines gegessen habt, erstmal eine kurze Erklärung: Was genau ist Soufflé? Die Übersetzung lautet „Aufgeblasenes“, und tatsächlich ist der Name Programm: Der französische Klassiker geht im Ofen sehr stark auf (und danach leider sehr schnell wieder ein 😉 ). Ich würde die süße Variante als eine Art Mischung aus Creme, Pudding und Biskuit beschreiben. Die Konsistenz ist einmalig: die „Kruste“ ein bisschen wie wattiger Wolkenkuchen, im Inneren schaumig-samtig-locker. Mein Grundrezept für Vanille-Soufflé könnt ihr gut mit anderen Aromen und Gewürzen abwandeln. Soufflé ist edel, ein besonderer Abschluss eines Menüs, aber auch geeignet als Sonntags-Snack für die Familie, ein bisschen wie Tassenkuchen in schick 😉 . Achtung: Selbstgemachtes Soufflé müsst ihr sofort essen. Also, nichts wie los!

Die Zutaten für klassisches Soufflé

Für mein einfaches Soufflé-Rezept braucht ihr nur wenige Zutaten, die ihr sicher eh meist daheim habt.

  • Eier sind die Basis der schaumigen Creme und für Volumen und Konsistenz zuständig; nehmt möglichst frische, zimmerwarme Bio-Eier in Größe M.
  • Mehl und Milch ergeben eine gebundene, zähe Creme. Ich empfehle Weizenmehl Type 405; wenn es glutenfrei sein soll, sollte auch Speisestärke gehen. Der Fettgehalt der Milch sollte mindestens 1,5% betragen.
  • Vanillepaste und Salz sorgen fürs feine Aroma. Bitte beides nicht weglassen, sonst wird´s etwas fad. Statt Paste geht auch ausgekratztes Vanillemark.
  • Zucker und Butter kommen in die Creme sowie in die Förmchen. Dort sorgen sie für eine tolle Kruste. Auch wenn Soufflé recht süß schmeckt, rate ich stark davon ab, weniger Zucker zu verwenden, da er einfach mehrere Funktionen hat.
selbstgemachtes Vanille Soufflé mit weichem Kern

Soufflé-Rezept einfach erklärt: So funktioniert´s

Im Grunde besteht die Zubereitung aus 3 simplen Schritten. Ihr braucht zudem nur 20-25 Minuten Zeit fürs Vorbereiten, insofern ist das Soufflérezept schnell gemacht.

  1. Ihr kocht in einem kleinen Topf eine Art Vanillepudding mit Eigelb.
  2. Darunter kommt im Anschluss separat aufgeschlagener, gesüßter Eischnee.
  3. Beim Backen der Creme dehnen sich die Luft und Wasserdampf im Eischnee aus, das Dessert steigt im Ofen also über den Rand der Souffléförmchen an. Beim Abkühlen fällt alles wieder zusammen.

Damit ihr euch alles besser vorstellen könnt, hier mein einfaches Soufflé-Rezept nochmal Schritt für Schritt im Video:

Tipps & Troubleshooting: Wie gelingt euch Soufflé?

  • Die Creme nicht kochen, nur erwärmen! Damit alles klappt, darf der Milch-Eigelb-Mix im Topf (ähnlich wie bei Lemon Curd) auf keinen Fall zu heiß werden. Sonst stockt die Masse und ihr habt im dümmsten Fall süßes klumpiges Rührei 😉 Auch, wenn der Eischnee dazu kommt, sollte die Creme eher lauwarm sein.
  • Der Eischnee muss quasi „unsichtbar“ werden. Meist wird gesagt, man solle ihn wie bei Biskuitteig nur mit einem Teigschaber unterheben. Dann bleiben aber oft Eischnee-Inselchen, die später beim Backen und Essen stören. Ich rühre also, aber wirklich ganz vorsichtig und behutsam, und zwar mit einem Schneebesen per Hand.
  • Fettet die Förmchen anders als gewohnt. Es müssen nicht explizite Soufflé-Förmchen sein; Hauptsache eher gerade Ränder und weder mini noch riesig (ca. 130-220 ml). Buttert sie an den Seiten mit senkrechten Pinselstrichen aus und erzeugt mit dem Finger eine Rille zwischen Förmchen und Masse. Sonst geht das Soufflé schief hoch und läuft ggf. schräg über. Ist kein Drama, mir auch schon oft passiert, aber nicht so hübsch.
  • Die Backzeit variiert. Je größer, desto länger natürlich. Bleibt nach etwa 11 Minuten in der Nähe des Ofens. Ich backe die Soufflés immer auf einem kleinen Blech, damit ich sie auch direkt darauf zum Tisch tragen kann.

Übrigens: Falls ihr euch fragt, wie euer Soufflé stehen bleibt, hier die vielleicht etwas enttäuschende, aber irgendwie auch sehr beruhigende Antwort: Gar nicht. Es wird immer einfallen, ein bisschen wie bei Käsekuchen ohne Boden oder Quarkauflauf, nur extremer. Und so sieht ein eingefallenes Soufflé aus, manchmal schon nach 1-2 Minuten, manchmal nach 4:

Einfache Varianten des Grundrezepts

Anstelle von Vanillepaste eignen sich übrigens auch Zitronenpaste oder etwas Zimt für Soufflés; bei letzterem streut man die Förmchen am besten zusätzlich mit Zimtzucker aus. Wer es schokoladig mag, kann die dunkle Abwandlung, meinen Lava Cake mit flüssigem Kern testen. Zutaten und Zubereitung unterscheiden sich allerdings ziemlich vom Vanille-Soufflé. Durch sehr viel geschmolzene Schokolade und Butter ist Lava Cake noch üppiger. Aber ebenfalls unglaublich lecker!

Viel Freude und Erfolg beim Testen des Rezepts. Wenn ihr Fragen habt, schreibt gerne einen Kommentar! Und wenn ihr generell feine Desserts mögt, schaut euch doch auch mal die Mousse au chocolat, unsere Panna Cotta oder das Vanille-Parfait an!

Soufflé

Luftiges Vanille-Soufflé mit goldener Kruste und zartem, cremigem Kern. Das französische Dessert ist einfacher als gedacht!
Kathrin Runge Rezept von Kathrin Runge
Vorbereitung25 Minuten
Backzeit15 Minuten

Zutaten

4
Portionen
  • 4 mittelgroße Eier zimmerwarm
  • 1 Prise Salz
  • 70 Gramm Zucker
  • 35 Gramm Weizenmehl Type 405
  • 1,5 Teelöffel Vanillepaste
  • 240 Milliliter Milch
  • 25 Gramm Butter
  • Butter für die Förmchen
  • Zucker für die Förmchen
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  • Butter , Zucker
    Den Backofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. 4 Förmchen (je ca. 175 ml, 7-8 cm) mit weicher Butter einfetten, dabei mit dem Pinsel senkrecht von unten nach oben streichen. Boden ebenfalls einfetten. Mit etwas Zucker ausstreuen und danach den überschüssigen Zucker kopfüber ausklopfen.
  • 4 mittelgroße Eier, 1 Prise Salz, 45 Gramm Zucker
    Die Eier sorgfältig trennen. Es darf keine Spur Eigelb bzw. Fett im Eiweiß sein! Das Eiweiß mit dem Salz halb schaumig anschlagen. Dann nach und nach etwa zwei Drittel vom Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis der Eischnee steif ist.
  • Der Eischnee sollte glänzende Spitzen haben, nicht komplett trocken geschlagen sein.
  • 25 Gramm Zucker, 35 Gramm Weizenmehl Type 405, 1,5 Teelöffel Vanillepaste
    Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker, dem Mehl und der Vanillepaste kurz zu einer Art dicken Paste rühren.
  • 240 Milliliter Milch, 25 Gramm Butter
    Die Milch in einem kleinen Topf erwärmen, aber auf keinen Fall kochen lassen; dann die Butter dazu geben und schmelzen lassen. Die warme Milch langsam unter weiterem Rühren zur Eigelbmasse gießen.
  • Alles wieder zurück in den Topf geben. Die Masse bei niedriger Hitze unter ständigem Rühren etwa 2-3 Minuten andicken lassen, bis die Creme ähnlich wie ein dünner Pudding ist. Nicht kochen lassen! Die Creme vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
  • Ein Drittel des Eischnees mit den Quirlen oder einem Schneebesen vorsichtig unter die Creme rühren. Dann den restlichen Eischnee dazugeben und langsam mit einem Schneebesen von Hand unterrühren, bis alles homogen ist und keine Eischnee-Inseln mehr sichtbar sind.
  • Die Masse randvoll in die Förmchen füllen. Mit einer Palette oder Teigkarte bündig abstreichen. Mit dem Daumen oder einem Tuch innen rundherum am Rand entlangfahren, sodass eine Mini-Rille entsteht.
  • Die Soufflés auf einem kleinen Blech im vorgeheizten Ofen auf der 2. Schiene von unten etwa 13 bis 16 Minuten backen. Dabei auf keinen Fall die Ofentür öffnen, sondern nur durchs Fenster schauen.
  • Puderzucker
    Soufflés mit Puderzucker bestäuben, vorsichtig auf dem Blech zum Tisch transportieren und sofort servieren. Achtung: Die Soufflés fallen innerhalb weniger Minuten zusammen.

Anmerkungen

  • Portionen: Die Menge reicht je nach Größe und Volumen für 3-5 Förmchen. Wie viele es genau werden, hängt auch davon ab, wie luftig die Masse nach dem Schlagen ist. Die Förmchen möglichst immer randvoll füllen und dann gerade abstreichen, damit die Soufflés schön aufsteigen.
  • Backzeit: In größeren Förmchen dauert das Backen länger, in kleineren geht es schneller. Solltet ihr Masse übrig haben, könnt ihr diese im Anschluss kurz z.B. in Muffinförmchen backen.
  • Konsistenz: Die Soufflés sind fertig, wenn sie hoch aufgegangen, oben goldbraun sind, stabil und durchgegart wirken. Innen bleiben sie aber weich und cremig.
  • Aufbewahrung: Reste kann man direkt im Förmchen (entweder abgedeckt oder zusätzlich in einer großen Dose im Kühlschrank) aufbewahren und kalt oder kurz aufgewärmt essen. Sie sind dann zwar eingefallen, nicht mehr ganz so hübsch und „feuchter“, schmecken aber trotzdem.
  • Du hast nicht alles da?

    In der Zutaten Tauschbörse findet ihr Tipps, wie und durch was ihr Zutaten ersetzen könnt.

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Kathrin Runge

Hallo, ich bin Kathrin!

Ich bin Gründerin von „Backen macht glücklich“, Backbuchautorin, Journalistin und seit meiner Kindheit leidenschaftliche Bäckerin. Was mich glücklich macht? Neue Rezepte zu entwickeln, sie auszuprobieren, zu fotografieren und mit euch zu teilen.

Seit 2012 findet ihr hier alles rund ums Backen – von schnellen Muffins bis zur festlichen Torte.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken. Schön, dass du das bist!

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