Toastbrot selber backen ist keine Kunst. Anders als für Sauerteigbrot benötigt ihr weder große Backerfahrung noch viel Zeit. Wenn ihr den Teig für den Buttertoast morgens um 7 Uhr knetet, könnt ihr um 9.30 Uhr gemütlich frühstücken. Genau das richtige fürs nächste Wochenende, oder?
Wenn man nach Toastbrot-Rezepten sucht, bekommt man unterschiedlichste Anleitungen. Manche Rezepte sind sehr komplex, benötigen Vorteige, Kochstücke, Dehnen, Falten, langes Warten. Andere sind zwar simpel, beinhalten aber zum Beispiel gar kein Fett oder zusätzliche Eier. Beides finde ich eher untypisch. Deswegen habe ich für euch ein wirklich einfaches Toastbrot für die Kastenform entwickelt, das der ganzen Familie schmeckt. Ob ihr Weizenmehl verwendet oder euch für ein Dinkel-Toastbrot-Rezept entscheidet, spielt eigentlich keine Rolle. Der Toast wird herrlich buttrig und lässt sich wunderbar rösten. Durch die kurze Gehzeit ist die Hefemenge genauso wie beim Buttermilchbrot natürlich vergleichsweise hoch. Wen das stört, kann weniger nehmen – muss dann aber auch längeres Gehen einplanen.




Für uns ist es definitiv das beste Toastbrot-Rezept: Eine Art Mischung aus meinem Kastenweißbrot sowie fluffigem Hefezopf. Soll das Ergebnis ganz leicht süß schmecken und als Basis für Marmelade oder Honig dienen, verwende ich für das Toast-Backrezept 1-2 Esslöffel Zucker. „Neutraler“ wird der Buttertoast, wenn man sowohl vom Zucker als auch vom Salz etwa 1,5 Teelöffel nimmt.
Die Basis: Toastbrot Rezept mit Trockenhefe
Das Grundrezept zum Toastbrot selber backen ist mit Trockenhefe. Natürlich funktioniert der Hefeteig auch mit frischer. Wer Dinkel-Toastbrot backen will, nimmt helles mit Type 630. Soll das Toastbrot vegan werden, ersetzt die Butter durch Margarine und die Milch durch eine pflanzliche Alternative. Übrigens: Der Toast ist nicht nur pur sehr lecker. Er eignet sich auch wunderbar als Grundlage für Süßspeisen wie French Toast, Scheiterhaufen oder Arme Ritter.
Toastbrot
Zutaten
- 600 Gramm Weizenmehl Type 405 oder 550
- 1 Tütchen Trockenhefe oder ½ Würfel frische
- 75 Gramm Butter weich
- 1 ½ Teelöffel Salz
- 2 Teelöffel Zucker oder mehr
- 250 Milliliter Milch lauwarm
- 50 Milliliter Wasser lauwarm
Zubereitung
- Mehl mit Trockenhefe mischen. Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und 5-10 Minuten kneten lassen, bis sich der Teig vom Rand löst. Abdecken und an einem warmen Ort 30-60 Minuten gehen lassen.
- Eine lange Kastenform (30 cm) Form buttern und mit etwas Mehl bestäuben. Den Teig nochmals durchkneten. In 6-8 Portionen teilen und zu Kugeln formen. Diese Kugeln hintereinander in die Form legen. Nochmal abgedeckt ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
- Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Auf den Boden des Ofens eine hitzefeste Form mit Wasser stellen. Oberfläche des Brots mit etwas Wasser oder Milch einpinseln. Toast ca. 30-35 Minuten backen.
Anmerkungen
- Bei Verwendung von frischer Hefe benötigt ihr einen Vorteig.
- Die Salz- und Zuckermenge lässt sich erhöhen, wenn das Brot eher salzig oder süß sein soll.
- Wer mehr Zeit für das Gehen des Teigs hat, kann die Hefemenge reduzieren.
- Das Brot bleibt eher hell. Es schmeckt frisch getoastet gut, kann aber auch wunderbar scheibenweise eingefroren werden.












45 Kommentare
1A habe das erste Mal Toastbrot selber gebacken. ein Traum!
Das freut mich, danke für deinen Kommentar!
Hallo,ich habe gestern das Toastbrot gebacken und ich muss sagen….es schmeckt fantastisch.
Wenn man sich an die Angaben hält und bei frischer Hefe auch einen ‚Vorteig‘ macht kann nichts mehr schief gehen.
Vielen Dank für das tolle Rezept, welches es definitiv öfter geben wird.
Beste Grüße
Silke
Hallo Silke, lieben Dank für deine Rückmeldung, das freut mich!
Hallo Kathrin,
Ich habe diese Woche deinen Sauerteig hergestellt
.es hat auch super gut geklappt. Ich habe mich gekümmert wie ich mich auch immer um meine babies (als die noch Babies waren) gekümmert habe.
Dann habe ich dein weizenbrot gebacken. Ich habe zusätzlich noch eine Tüte Trockenhefe hinzugefügt.allerfings hat der Teig keine 20 Stunden im Kühlschrank verbracht sondern 40. Die Kruste war genau wie du es beschrieben hattest. Die Konsistenz war auch gut. Aber der Geschmack war das und man schmeckte die Hefe raus. Kennst du Brote die man mit frische Hefe zubereitet, besonders süsses Weißbrot, und die schmecken nur nach Hefe.? Ist voll ekelhaft. So schlimm war es zwar diesmsl nichr, aber der Geschmack fehlte einfach. Weisst di was ich meine?
Was kann ich falsch gemacht haben? Zu Viel Hefe?
Vielleicht kannst du mir einen Tip geben? Ich geb nicht auf.
Liebe Grüsse und bleibe virenfrei
Tanja
Liebe Tanja, Erst mal super, dass es gleich so gut geklappt hat. Ein Tütchen Trockenhefe ist definitiv zu viel. Nehme das nächste mal weniger. Viele Grüße, Kathrin
Liebe Katrin, kann es sein, dass in dem Rezept Schritte fehlen? Schau mal bitte bei Punkt 1. ?
Liebe Grüße Anika
Liebe Anika, wie meinst du das, was sollte da fehlen?
Hallo Kathrin, kann ich den Teig auch portionsweise einfrieren?
Hallo Vanessa, ich vermute schon, dass das geht
Liebe Kathrin, mal wieder ein tolles Rezept, um 17h Zeig angesetzt gestern und um 19:30h zum Abendessen das Brot genossen. Und 100g Weizenvollkornmehl druntergemischt. Passte perfekt. Danke!
Liebe Ursula, das freut mich – schnell und gut 🙂
Ein simples Rezept, das mir gut gefällt und ich demnächst so backen werde. Ein halber Würfel Frischhefe ist gerade recht, denn mehr nehme ich für diese Mehlmenge auch nie. Ich wundere mich immer wieder, wenn in manchen Rezepten für ein halbes Kilo Mehl ein ganzer Würfel angegeben wird.
Ich freue mich schon auf dein Feedback! In den meisten Fällen arbeite ich auch deutlich lieber mit frischer Hefe