So ein vegetarischer Zwiebelkuchen vom Blech ist einer der Gründe, die es mir zumindest ein kleines bisschen leichter machen, das Sommerende zu akzeptieren. Für das herzhafte Gebäck muss es einfach herbsteln 😉 .
Zwiebelkuchen mit Hefeteig oder Mürbeteig?
Am allerliebsten backe ich so einen großen Zwiebelkuchen vom Blech mit Hefeteig. Weil sich der für handliche Quadrate einfach am besten eignet, die man auch aus der Hand essen können soll. Es gibt ja unterschiedlichste Rezepte je nach Region und Familie. Klassischer Zwiebelkuchen mit Mürbeteig genauso wie mit Blätterteig, Zwiebelkuchen ohne Boden und sogar veganen Zwiebelkuchen. Wie bei den anderen Varianten werden die Zwiebeln auch beim Hefeteig-Zwiebelkuchen vor dem Backen gebraten bzw. gedünstet. Drauf kommt ein üppiger Belag aus (saurer) Sahne, Eiern und Gewürzen. Dann muss der vegetarische Zwiebelkuchen vom Blech nur noch in den Ofen – und alles duftet herrlich würzig 🙂
Mein Favorit: Vegetarisch und mit Käse
Mir persönlich fehlt beim der vegetarischen Variante überhaupt nichts. Wer es dennoch lieber mit Fleisch mag, brät ähnlich wie bei Quiche Lorraine oder dem klassischen Zwiebelkuchen zusätzlich kleine Speckwürfelchen an. Mache ich selten. Dafür verfeinere ich den saftigen vegetarischen Zwiebelkuchen vom Blech mit geriebenem Käse, der zum einen schön bräunt und je nach Sorte (z.B. Bergkäse) auch nochmal eine weitere herzhafte Note mitbringt.
Tipp: Zwiebelkuchen vom Blech einfrieren
Genauso wie andere pikante Hefegebäcke (klassischer Pizzateig, Pesto-Blume, Focaccia und Co) schmeckt Zwiebel-Kuchen vom Blech frischgebacken, noch warm am besten; man kann ihn aber auch sehr gut einfrieren und dann nach dem Auftauen nur noch kurz im Ofen aufbacken. Für mich ein perfektes „Fingerfood“ für Treffen mit Freunden, fürs Abendessen oder eine kleine Feier im Herbst.
Übrigens: Dass mir der vegetarische Zwiebelkuchen vom Blech so sehr schmeckt, ist eigentlich eher verwunderlich. Zwiebeln sind sonst gar nichts meins. Roh – auf keinen Fall! Gebraten oder gekocht – najaaaa, muss das sein? Aber „gut verpackt“ wie in diesem Rezept – her damit!
Meine Tipps zum Zwiebelkuchen vom Blech
Für die Blech-Variante nutze ich am liebsten einen simplen Hefeteig: Der ergibt einen fluffigen Boden, der trotzdem stabil für den Belag ist und sich gut aus der Hand essen lässt.
Klar, ein paar angebratene Speckwürfel machen aus dem vegetarischen Rezept die deftige Variante. Mir persönlich fehlt allerdings auch ganz ohne nichts.
Ja, einfrieren klappt gut. So eignet er sich auch prima als vorbereitetes Fingerfood für Feiern. Aufgetaute Stücke vor dem Servieren einfach nochmal kurz im Ofen aufbacken.
Kommt drauf an, wie groß man die Stücke schneidet. Und ob es ein Snack oder eine richtige Mahlzeit sein soll. Ganz grob ergibt mein Rezept 20 Stücke.
Ich bin gespannt, wie euch mein vegetarischer Zwiebelkuchen vom Blech schmeckt. Schreibt mir gerne auch einen Kommentar, was eure liebste Variante ist!
Zwiebelkuchen vom Blech
Zutaten
Für den Hefeteig
- 20 Gramm frische Hefe alternativ 1 Pck. Trockenhefe
- 200 Milliliter Wasser lauwarm
- ¼ Teelöffel Zucker gestrichen
- 400 Gramm Weizenmehl oder helles Dinkelmehl
- 40 Gramm Butter weich
- ½ Teelöffel Salz leicht gehäuft
Zubereitung
- 20 Gramm frische Hefe, 200 Milliliter Wasser, ¼ Teelöffel Zucker, 400 Gramm WeizenmehlFür den Hefeteig die Hefe mit dem Zucker im warmen Wasser verrühren und auflösen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und das Hefewasser hineingießen. Zugedeckt an einem warmen Ort rund 15 Minuten stehen lassen.
- 40 Gramm Butter, ½ Teelöffel SalzButter und Salz dazu geben und alle Zutaten einige Minuten miteinander verkneten. Die Schüssel wieder mit einem Tuch abdecken und den Hefeteig an einem warmen Ort nochmal rund eine Stunde gehen lassen.
- 700 Gramm ZwiebelnWährenddessen die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. In etwas Butter oder Öl glasig dünsten. Leicht abkühlen lassen. Den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Hefeteig auf einem Stück Backpapier in Blechgröße auswellen. Dabei rundherum einen kleinen Rand formen, damit die Füllung später nicht ausläuft. Teig auf das Blech ziehen.
- 3 mittelgroße Eier, 200 Gramm saure Sahne, 100 Gramm Käse, Salz, PfefferFür die Füllung die Eier verquirlen und die saure Sahne unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen; wer mag, kann zusätzlich geriebenen Muskat und Kümmel dazugeben. Die gedünsteten Zwiebeln unter die Eier-Sahne-Masse rühren.
- Die recht flüssige Masse auf dem Hefeteig verteilen. Mit dem geriebenen Käse bestreuen und Zwiebelkuchen rund 30-35 Minuten backen.

























12 Kommentare
Top! Einfach und sooooo lecker!
Ich habe den Zwiebelkuchen für die Kollegen im Büro gebacken und den Link zum Rezept direkt (auf Nachfrage) schon an zwei Kolleginnen weiter geleitet.
Ein Hälfte Veggi, eine Hälfte mit Speck (separat angebraten und vorm Backen drüber gestreut), kein Kümmel (iiihhh bah!) und alles mit Käse.
Ein Träumchen!
Den wird es wieder geben 🙂
Das freut mich sehr 🙂
Dein Zwiebelkuchen ist seit einigen Jahren einer meiner Favoriten (und auch meiner Umgebung schmeckt er sehr gut). Vegetarisch oder mit ein paar Speckwürfeln – er gelingt immer!
Großes Kompliment auch von meinem Freund – er ist heute beim Essen ins Schwärmen gekommen und hat gleich noch einmal nachgeholt. 🙂
Lieben Dank für dein Feedback 🙂
Ich habe das Rezept mindestens schon zehn Mal gemacht und habe es schon vielen Leuten weiterempfohlen – es ist köstlich, nicht zu üppig und perfekt, um die ganze Familie zufriedenzustellen – ob mit oder ohne Kümmel oder ob mit Speck oder ohne Speck! 🙂
Wie schön, Danke für dein Lob!
Ich lieeebe Zwiebelkuchen aber um ehrlich zu sein am liebsten mit Speck und ohne Kümmel Hehe. Bei uns in Baden gibt’s dann immer neuen süßen dazu… Ein Traum. Aber Zwiebeln sind für mich sowieso die heimlichen Könige der Küche.
Liebe grüße
Flo
Sieht sehr lecker aus. Zwiebelkuchen mit einen Glas Wein am Sonnenuntergang ist perfekt!
Das sieht ja total köstlich aus! Ich zwar bin ein absoluter Zwiebelfan – ega ob roh oder gekocht – aber das Tolle an allen gebackenen Zwiebelvarianten ist, wie ich finde, dieser süßliche Geschmack, den sie entwickeln. Das kann ich mir bei deiner Zwiebeltarte auch richtig gut vorstellen. Werde ich auf jeden Fall bald mal nachmachen!
Liebe Grüße
Leonie
Ouuuh Zwiebelkuchen ist was tolles. Letztes Jahr habe ich die Mürbe-Variante ausprobiert – deine Hefeteig-Variation habe ich mir grad aufgeschrieben und werde die nachbacken. <3 Dankeschön für die Idee!
Oh ich liebe ja Zwiebelkuchen. Besonders mit Federweiser ist das bei uns Tradition. Da freue ich mich jedes Jahr drauf 🙂
Caroline
Sehr lecker. Ich kenne Zwiebelkuchen wie du schreibst tatsächlich nur mit Mürbeteig und einer hohen Füllung, das ist mir allerdings immer zu viel des guten, weswegen ich keine Zwiebelkuchen (oder Zwiebelwähe, wie wir es bei uns nennen;)) esse. In deiner Version stelle ich es mir aber sehr lecker vor, muss ich mal probieren=)
Liebe Grüsse,
Krisi