Omas gedeckter Apfelkuchen gehört zu den absoluten Kuchen-Klassikern aus meiner Kindheit. In diesem Sinne schmeckt diese Kombination aus zartem Mürbeteig, fruchtiger Füllung und süßem Zuckerguss wirklich herrlich! In diesem Beitrag verrate ich euch das unserer Meinung nach beste Rezept für gedeckten Apfelkuchen. Einfach, wenn auch etwas zeitaufwändig. Doch das Ergebnis ist die „Mühen“ wert!
Der gedeckte Apfelkuchen aus der Springform ist klassisch. Kurzum: Boden und Decke bestehen aus Knetteig (den ich mit Mandeln verfeinere), und die leicht stückige Füllung aus vorgedünsteten Äpfeln, Rosinen und Zitronensaft. Drauf kommt eine Schicht Zuckerguss. Zudem handelt es sich nicht nur um den weltbesten gedeckten Apfelkuchen nach Omas Rezept – sondern im konkreten Fall auch einen mit Omas Äpfeln 😉 . Wenn wir sei bei der Obsternte unterstützen, kommen teils ganz schöne Massen zusammen. Um die 150 Kilo Äpfel kommen zum Saftpressen; den Rest essen wir so – oder verbacken sie. Im Gegensatz zum recht ähnlichen gedeckten Apfelmuskuchen vom Blech kommen in diese Springformvariante glücklicherweise nochmal mehr Früchte.


Für den einfachen gedeckten Apfelkuchen habe ich Äpfel unterschiedlichster Sorten verwendet. Manche sind klein und säuerlich, innen eher weiß und sehr fest, andere mehliger und weicher. Zusammen mit einer ordentlichen Portion Zimt und der herrlichen Teigkruste ergeben sie einen Kuchen zum Reinlegen… Mir schmeckt er definitiv nochmal besser als der ähnliche gedeckte Quittenkuchen.
Am besten schmeckt gedeckte Apfelkuchen mit Zuckerguss
Die Rosinen in der Füllung sind natürlich optional. Für mich gehören sie aber dazu. Obwohl Oma traditionell nur Puderzucker zum Bestäuben nimmt, mache ich den Kuchen meistens mit Guss, entweder nur mit Zitronensaft bzw. Apfelsaft oder einer Kombi aus Saft und Milch. Kurz gesagt das perfekte Zuckerl nach der anstrengenden Obstaktion!


Solltet ihr ebenfalls Massen an Äpfeln haben, dann klickt euch doch mal durch unsere Apfelkuchenrezepte. Insbesondere der doch recht ähnlich gestaltete amerikanische Apple Pie schmeckt umwerfend. Und wenn´s etwas klassischer mit Rührteig sein soll, sind der einfache Apfelkuchen mit Rührteig und der versunkene Apfelkuchen vom Blech ebenfalls eine gute Wahl. Natürlich alle ebenfalls mit Omas Rezept. Genüssliche Apfelzeit euch allen!
Gedeckter Apfelkuchen
Zutaten
Für den Teig
- 300 Gramm Weizenmehl
- 50 Gramm gemahlene Mandeln
- 1 Teelöffel Backpulver
- 180 Gramm Butter kalt und in kl. Stückchen
- 100 Gramm Zucker
- 1 mittelgroßes Ei
Zum Bestreuen
- 2 Esslöffel gemahlene Mandeln
Für die Füllung
- 1200 Gramm Äpfel säuerliche Sorte
- 2 Esslöffel Zitronensaft
- 1 Teelöffel Zimt
- 80 Gramm Zucker
- 1 Esslöffel Speisestärke oder Puddingpulver
- 70 Gramm Rosinen
- 2 Esslöffel Apfelsaft
Für den Guss
- 100 Gramm Puderzucker
- 3 Esslöffel Zitronensaft
Zubereitung
- Die Zutaten für den Teig erst mit den Knethaken, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. In 3 etwa gleich große Kugeln formen, diese mit der Hand platt drücken und in Folie gewickelt ca. 30 Minuten kalt stellen.
- Währenddessen die Rosinen für die Füllung in Apfelsaft einweichen. Äpfel schälen, entkernen, in Würfel schneiden und mit Zitronensaft mischen.
- Die Äpfel inkl. Zitronensaft, Zucker und Zimt in einem kleinen Topf rund 5 Minuten offen dünsten lassen; falls sie viel Wasser ziehen, dieses etwas abgießen. Stärke unterrühren.
- Den Backofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Teige aus dem Kühlschrank holen und ganz kurz Zimmertemperatur annehmen lassen. Eine Springform buttern und mit etwas Mehl bestäuben.
- Eine Teigkugel für die Decke auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche, einer Silikonbackmatte oder zwischen 2 Lagen Backpapier ausrollen, mit dem Springformrand ausschneiden und in den Kühlschrank legen. Übrigen Teig ebenfalls ausrollen, die Form damit auslegen und einen ca. 3 cm hohen Rand formen. Boden mehrfach mit einer Gabel einstecken. Die Mandeln aufstreuen.
- Die vorgedünsteten Äpfel mit den Rosinen mischen und auf dem Boden verteilen. Die Teigdecke vorsichtig auf den Kuchen legen. Ränder gut festdrücken. Decke mehrfach mit einer Gabel einstechen. Kuchen im vorgeheizten Ofen ca. 40 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen.
- Für den Guss gesiebten Puderzucker mit Zitronensaft vermischen, sodass ein zähflüssiger Guss entsteht. Auf dem Kuchen verteilen.











111 Kommentare
Hallo, ich habe den Kuchen gestern gemacht und er ist super gelungen… Danke fürs Rezept und für die Anleitung. Perfekte Abstimmung
Herzlichen Dank für dein Feedback, ist auch einer meiner Lieblingskuchen
Hallo, ich habe schon viele Rezepte ausprobiert und bin immer wieder begeistert 🙂 Eine Frage habe ich hier zu den Äpfeln muss man diese auch schälen?
Hallo Bea, das freut mich wirklich sehr! Ja, ich schäle die Äpfel, so wie es auch im Rezept steht
Der beste Apfelkuchen , mega lecker!!
Danke für das schöne Lob!
Hallo Katrin,
das Rezept liest sich sehr gut.
Was ich aber nicht verstehe ist, warum man drei gleiche Kugeln formen soll? Anschließend wird beschrieben, dass aus einer Kugel die Decke gemacht wird und der übrige Teig ebenfalls ausgerollt werden soll. Werden aus den zwei Kugeln wieder eine gemacht oder soll man zwei Teigplatten in die Springform legen?
Ein bisschen verwirrend für Anfänger.
Hallo, die 3 Kugeln sind deswegen, weil eine Kugel für die Decke ist. Die restlichen beiden für den Boden. Also ja, zwei werden wieder zusammen gelegt. Du könntest aus dem Gesamtteig auch ein Drittel abnehmen für die Decke und den Rest für Boden und Rand zu einer großen Kugel formen
Es geht auch gut aus der dritten Kugel mit Tee Hand eine lange ‚Wurst‘ bzw einen langen runden Strang zu formen und den dann am Springformrand entlang mit der Hand zum gewünschten Rand plattzudrücken. Dann ist es hilfreich wenn man die drei Kugeln hat
Das stimmt!
Habe deinen gedeckten Apfelkuchen am Wochenende nachgebacken.
Er war einfach klasse. Hab nur Lob geerntet. Habe ihn genau nach deinem Rezept gemacht.
Meine Tochter feiert im mai taufe, da mach ich ihn auf jeden Fall wieder. Aber bestimmt vorher auch noch mal.
Vielen Dank für das Rezept. Hat wie im Café geschmeckt.
Das freut mich wirklich sehr, danke für deinen Kommentar!
Hallo Katrin,
kann ich die gemahlenden Mandeln auch durch Mehl ersetzen? 🙂 Ich würde deinen Kuchen gerne mal ausprobieren kann wegen einer Nussallergie allerdings keine Mandeln verwenden.
Danke für deine Antwort und viele Grüße!
Hallo Vanessa, ja, kannst du 🙂
ein tolles Rezept. aber warum muss in den Teig Backpulver? das kann man doch einfach weglassen und damit die unangenehme Backpulvernote vermeiden. Mürbeteig funktioniert prima auch ohne Backpulver und schmeckt dann auch besser!
Hallo Armin, da hast du schon Recht, Mürbteig braucht nicht zwangsläufig Backpulver. In Kuchenrezepten verwende ich es dennoch meist, wenn der Teig etwas dicker werden soll, wobei ich es selbst auch nie „rausschmecke“. Du kannst es aber gut weglassen 🙂
Hallo Katrin,
zu Deinem Apfelkuchenrezept habe ich 3 Fragen:
1. Kann man die Apfelfülle auch für einen späteren Zeitpunkt einfrieren, wenn man nicht sofort zum Backen kommt?
2. Wie lange muss man die ausgeschnittene Teigdecke in den Kühlschrank geben, bevor sie auf die Äpfel kommt?
3. Und wenn man sofort Zeit zum Backen hat, muss die Apfelfülle erst auskühlen, bevor man sie auf den Teigboden gibt?
Dankeschön für Deine Antworten.
Viele Grüße!
Hallo Gabi,
ob man die Füllung einfrieren kann? Ich weiß nicht, ob es dann zu feucht wird, aber würde es einfach mal testen.
2. Du kannst sie theoretisch sofort verwenden, sie sollte nur nicht im Warmen liegen, während du Boden etc vorbereitest
3. ich lasse sie immer kurz lauwarm werden.
Viele Grüße, Kathrin
Warum benötige ich drei Teile Teig zu Ausrollen? Ich brauche doch nur zwei. Eine Decke und einen Boden oder?
Hallo Ute, das stimmt, aber für die Decke brauchst du etwa ein Drittel, daher die „3 Teile“. Du kannst natürlich auch eine große und eine kleine Kugel machen.