Quarkbällchen Rezept
  • 35min
  • 4,7 (763)

Quarkbällchen wie vom Bäcker: klassisch, fluffig, saftig

Einfaches Rezept für himmlische, goldbraune Quarkbällchen, die dank unserer Tipps garantiert gelingen

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 01.02.2026, zuerst veröffentlicht 2018

Quarkbällchen sind ein echter Klassiker für die ganze Familie. Alleine der Duft, wenn man sie gerade frisch ausgebacken hat, ist herrlich ♥! Versprochen: Mit diesem Rezept gelingen auch euch Quarkbällchen wie vom Bäcker.

Warum ihr dieses Quarkbällchen-Rezept lieben werdet

Freut euch auf ein klassisches Rezept ohne Schnickschnack, das ich so schon seit vielen Jahren so mache. Sie werden besonders locker und saftig, weil neben Quark auch Speisestärke hineinkommt. Der Teig ist schnell gemacht, kommt ohne Hefe aus und muss daher anders als normaler Krapfen-Teig nicht gehen. Obwohl die Masse recht klebrig ist, könnt ihr sie mit einem Trick einfach rund formen. Ihr braucht keine Fritteuse, ein normaler Topf tut´s auch. Die Quarkbällchen gehen beim Ausbacken schön auf, werden goldgelb und nicht fettig. Ein toller Snack, der nicht nur zu Fasching oder Silvester begeistert, sondern quasi immer und rund um die Uhr (wenn es nach unseren Kindern geht 😉 )

Die Zutaten im Überblick

In Quarkbällchen stecken nur simple Backzutaten. Der Teig selbst ist super fettarm, quasi ein Quarkölteig ohne Öl. Das Fett kommt beim Frittieren dazu 😉 Neben Weizenmehl und Backpulver braucht ihr:

  • Quark sorgt dafür, dass die Quarkbällchen saftig und innen schön weich werden. Nehmt unbedingt Magerquark, der nicht zu flüssig ist bzw. gießt die Molke ab.
  • Eier geben dem Teig Volumen; durch sie gehen die Bällchen locker auf.
  • Speisestärke macht die Quarkbällchen feiner und zarter. Absolute Empfehlung (auch wenn es theoretisch auch ohne geht)!
  • Zucker trägt neben dem Süßen auch zur schönen Bräune bei.
  • Fett zum Ausbacken sollte neutral und hoch erhitzbar sein wie raffiniertes Rapsöl oder Sonnenblumenöl, alternativ Butterschmalz (schmeckt besonders fein) oder festes Frittierfett wie dieser Block. Reste könnt ihr z.B. für Churros, Donuts oder Langos verwenden.

So einfach macht ihr (gute!) Quarkbällchen

  1. Teig vorbereiten: Damit Omas Quarkbällchen locker werden, müsst ihr Eier und Zucker ordentlich schaumig schlagen. Sobald neben dem Quark die übrigen trockenen Zutaten dazukommen, aber nur noch ganz kurz rühren. Der Teig ist leicht klebrig, genau so soll er sein. Zu langes Rühren macht den Teig zäh und das Ergebnis fester.
  2. Fett erhitzen: Ich nehme einen kleinen hohen Topf, weil man dafür weniger Ausbackfett benörigt. Am besten hat man ein Küchenthermometer. Das Fett für Quarkbällchen muss rund 170-180 Grad heiß sein.
  3. Quarkbällchen formen: Fast immer wird geraten, einen Eisportionierer zu verwenden. Das ist vielleicht für die sehr klebrigen vegane Quarkbällchen sinnvoll, hier beim Klassiker aber weniger. Ich empfehle euch, lieber mit leicht bemehlten Händen walnussgroße Kugeln zu formen. Funktioniert gut, und: die Bällchen werden schön gleichmäßig rund.
  4. Portionsweise ausbacken: Damit das Frittierfett nicht abkühlt, sollte man immer nur 4-5 gleichzeitig ausbacken. Die Bällchen schwimmen sofort und drehen sich von selbst um. Achtung: Immer mal wieder die Temperatur nachprüfen; gegen Ende werden die Quarkbällchen oft schneller goldbraun, dann ggf. Hitze oder Backzeit reduzieren.
  5. Zuckern: Die einfachen Quarkbällchen kommen direkt nach dem Ausbacken in ein Schüsselchen mit Zucker. Ich fülle den immer portionsweise nach und nach rein, damit nicht gleich der komplette Zucker fettig-klumpig wird.
Frisch gebackene Quark Bällchen wie vom Bäcker

Kleine Tipps zu häufigen Problemen

Im Grunde kann nichts schiefgehen. Falls doch, sind es typischerweise 3 Probleme, die aber (gute Nachricht!) allesamt vermeidbar sind. Der Quarkbällchen-Teig ist zu klebrig? Das ist ein Stück weit normal. Am besten arbeitet ihr mit leicht bemehlten Händen und formt die Kugeln zügig. Zusätzliches Mehl ist in der Regel nicht nötig, 1-2 EL können aber helfen. Warum werden Quarkbällchen manchmal fettig? Meist ist das Fett nicht heiß genug; dann saugen sie sich einfach voll. Achtet darauf, die Temperatur konstant zu halten und portionsweise zu arbeiten. Warum sind manche Quarkbällchen außen dunkel und innen noch roh? Dann ist das Fett zu heiß oder die Bällchen sind zu groß. Also lieber kleinere Kugeln formen. Am besten 5 Probe-Bällchen machen, backen und gleich eines test-vernaschen 😉

Quarkbällchen

Zuckersüße kleine Quarkbällchen wie vom Bäcker. Schnell gemacht und unheimlich lecker! Schmecken besonders, aber nicht nur zu Silvester und Fasching
Kathrin Runge Rezept von Kathrin Runge
Vorbereitung15 Minuten
Backzeit20 Minuten

Zutaten

30
Stück

Für den Teig

Zum Fertigstellen

  • 750 Gramm Frittierfett wie Rapsöl/Kokosfett
  • 100 Gramm Zucker grobe Menge

Zubereitung

  • Eier, Zucker und Vanillezucker ca. 2-3 Minuten mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine cremig schlagen, bis die Masse heller ist. Den Quark unterrühren, dann die trockenen Zutaten zugeben und alles nur so lange miteinander verrühren, bis alles gerade eben verbunden ist (grobe Richtschnur: max. 10 Sekunden).
  • Das Fett in einem eher kleinen, hohen Topf erhitzen (meiner hat ca. 18 cm Durchmesser). Die Temperatur am besten mit einem Küchenthermometer messen: Das Fett soll 170-175 Grad heiß sein. Alternativ einen Holzkochlöffel hineinhalten: Es ist heiß genug, wenn am Löffel feine Bläschen aufsteigen.
  • Mit leicht bemehlten Händen aus dem Teig zunächst 4-5 walnussgroße Kugeln formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Schneidebrett oder Teller legen. Alternativ kann man einen kleinen Eisportionierer oder zwei Löffel verwenden, diese jeweils kurz vorher ins heiße Fett tauchen; der Teig ist aber recht klebrig.
  • Die ersten ca. 4-5 Bällchen vorsichtig zusammen ins heiße Fett geben und für etwa 2-4 Minuten goldbraun ausbacken. Sie drehen sich von selbst, ansonsten mit einem Holzlöffel wenden. Während der Backzeit ggf. nochmal die Fett-Temperatur überprüfen. Während der Ausbackzeit die nächsten Bällchen formen.
  • Die fertigen Bällchen mit einem Schaumlöffel o.ä. aus dem Fett holen, ganz kurz über dem Fett abtropfen lassen und in einem tiefen Teller mit Zucker wälzen. Den Zucker am besten nicht auf einmal, sondern portionsweise in den Teller geben, damit er nicht zu fettig wird und klumpt.
  • Aus dem übrigen Teig weitere Bällchen formen, ausbacken und wälzen.

Anmerkungen

  • Menge: Das Rezept ergibt je nach Größe ca. 20-30 Stück. Die Teigkugeln gehen beim Ausbacken stark auf, daher eher klein formen! Sie sollten grob 16-24g schwer sein. Bei der 2. Ausback-Runde dann ggf. etwas kleiner oder größer formen.
  • Aufbewahrung: Sie schmecken frisch mit Abstand am besten, idealerweise am Backtag oder am nächsten Tag. Luftdicht verpackt halten sie sich 1 Tag gut saftig. Ihr könnt die Quarkbällchen auch einfrieren und bei Bedarf bei Zimmertemperatur auftauen lassen. Ggf. ganz kurz im Ofen aufbacken oder in der Mikrowelle erwärmen.
  • Du hast nicht alles da?

    In der Zutaten Tauschbörse findet ihr Tipps, wie und durch was ihr Zutaten ersetzen könnt.

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Kathrin Runge

Hallo, ich bin Kathrin!

Ich bin Gründerin von „Backen macht glücklich“, Backbuchautorin, Journalistin und seit meiner Kindheit leidenschaftliche Bäckerin. Was mich glücklich macht? Neue Rezepte zu entwickeln, sie auszuprobieren, zu fotografieren und mit euch zu teilen.

Seit 2012 findet ihr hier alles rund ums Backen – von schnellen Muffins bis zur festlichen Torte.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken. Schön, dass du das bist!

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109 Kommentare

  1. Das ist ein ganz tolles Rezept hab ich super hin bekommen und sie schmecken göttlich ich kann es nur empfehlen mal selber zumachen. 😉

    1. Freut mich, Danke für dein Feedback!

  2. Sandra Freitag

    Hallo Kathrin, habe heute deine Quark Bällchen gemacht, sry ca1, 5std gedauert die ersten 8 sind subordination geworden, obwohl ich das so gemacht habe mit dem Kochlöffel, ich fand das mit der gleichmäßigen Temperatur etwas schwierig. Aber die nächsten sind jedenfalls alle geglückt. Nächstesmal nehme ich wohl die Fritteuse, mal sehen wie das funktioniert, da kann ich dann aufjedenfall mehr als 4 Stück aufbacken. Die haben uns jedenfalls Super lecker geschmeckt. Die waren so schnell alle das es nur so ein gucken war ??. Da habe ich nicht schlecht gestaunt. Vielen Dank für das tolle Rezept. LG Sandra

    1. Liebe Sandra, das freut mich! Und: Übung macht den Meister – du musst einfach noch gaaanz viele Quarkbällchen machen in nächster Zeit 😉

  3. Hallo Kathrin,
    was kann man mit dem restlichen Fett machen?
    Tolles Rezept und sehr schöner ansprechender Blog.
    Viele Grüße von (ebenfalls) Kathrin

    1. Danke dir 🙂
      Grundsätzlich kannst du es nochmal verwenden, z.B. für normale Krapfen. Oder entsorgen…

  4. Hallo Kathrin,

    Toller Blog hast du.zu dem Fritieren ohne Friteuse.Wir in luxemburg haben in den Karnevalzeiten einen hohen Kochtopf mit gutem Sonnenblumenöl parat stehen,denn wir machen dann jede Woche ein Fritiertes.Bei uns geht die Zeit bis März,da gibt es Nonnefürz,Berliner Pfannkuchen,Quarkballen,dieses Jahr dein Rezept.Das wird von Mutter zu Tochter weitergegeben und dann immer mit neuen Rezepten erweitert…

    1. Hallo Sonja, dann bin ich mal gespannt, wie dir „meine“ Bällchen schmecken! Mit dem (Wieder-)Verwenden von Öl kenne ich mich nicht so gut aus, nutzt ihr dasselbe dann quasi über längere Zeit?

  5. Wie werden denn die Quarkkrapfen ohne Friteuse gebacken ?

    1. So wie es im Rezept steht 😉
      In einem Topf.