Apfelpfannkuchen schmecken nicht nur nach Obst, Teig und Zimt, sondern auch nach Kindheit. Wenn ich daheim ankündige, dass es mal wieder Apfelpfannkuchen gibt, gibt es garantiert strahlende Kinderaugen (auch wenn das abgedroschen klingt 😉).
Darum lieben wir Omas Apfelpfannkuchen
- Sie werden herrlich dick und fluffig – und zwar ohne den Zusatzschritt des Eier-Trennens.
- Die Apfelspalten obendrauf karamellisieren, glänzen schön, schmecken fruchtig und saftig.
- Allein der Duft ist herrlich! Schon beim Ausbacken riecht die ganze Küche nach Oma Apfelpfannkuchen.
- Ob zum Wochenendfrühstück, nachmittags zum Kaffee oder als Abendessen: Bei uns gibt es die Pfannkuchen mit Apfel zu jeder Zeit, nicht nur als Nachtisch.
- Apfelpfannkuchen sind ideal zum Äpfel verwerten, wenn ihr z.B. einen eigenen Baum habt. Auch solche mit Dellen oder braunen Stellen eignen sich.
Welche Äpfel für Apfelpfannkuchen?
Die Zutaten für Apfelpfannkuchen entsprechen denen klassischer Pfannkuchen: Mehl, Eier, Zucker, Milch, Sprudel Dazu kommt natürlich das Obst. Ich habe die Apfelmenge seit der ersten Veröffentlichung des Rezepts deutlich erhöht.
Welche Apfelsorte für Apfelpfannkuchen ihr wählt, ist fast „egal“: Bei mir sind es meist gemischte Sorten, etwa ein paar noch nicht ganz reife von unserem eigenen Goldparmänen-Baum und dazu Pink Lady aus dem Supermarkt. Geschmeckt haben bislang immer alle, egal ob Braeburn oder Golden Delicious. Worauf ihr aber achten solltet: Nehmt keine Sorte, die mehlig oder sehr weich ist. Die Spalten sollen ihre Form behalten, auch nach dem Wenden, und noch etwas Biss haben.
Das Schöne an Omas Apfelpfannkuchen-Rezept: Ähnlich wie für Apfelmus könnt ihr auch angeschlagene unschöne Äpfel mit braunen Stellen verwenden. Sie werden ja ohnehin in schmale Spalten geschnitten; das „schlechte“ werft ihr einfach weg.
So werden Apfelpfannkuchen fluffig und schön
Damit es das beste Apfelpfannkuchen-Rezept wird, habe ich mehrere Varianten verglichen. Zum Beispiel um zu sehen, welchen Unterschied es macht, ganze Eier zu verwenden oder getrennte Eier mit steif geschlagenem Eiweiß. Welche Auswirkungen es hat, wenn man die Apfelmenge fast verdoppelt. Und ob erst die Äpfel in die Pfanne gehören oder erst der Teig. Mein Fazit:
- Für fluffige Apfelpfannkuchen braucht man keinen Eischnee. Mit werden sie zwar minimal lockerer, aber so wenig, dass ich die beiden auf dem Teller kaum auseinanderhalten konnte. Wer trotzdem mag: Eier trennen, Eiweiß steif schlagen und erst nach der Ruhezeit unterheben.
- Die Reihenfolge macht einen sichtbaren Unterschied. Bei vielen Rezepten für Apfel-Pfannkuchen kommen die Äpfel entweder mit in den Teig oder zuerst in die Pfanne. Ich bin bei einer anderen Reihenfolge gelandet: erst der Teig, dann die Apfelspalten drauf. Der Grund ist die Optik: Legt ihr die Spalten zuerst hinein und gießt den Teig darüber, ragen sie evtl. leicht über den Teigrand hinaus, und nach dem Wenden sieht alles zerfranst aus.
Weitere Tipps fürs Apfelpfannkuchen-Rezept
- Lasst den Zimtzucker karamellisieren. Dafür einfach vor dem Wenden über die Äpfel streuen. In der
heißen Pfanne schmilzt der Zimtzucker dann leicht und bekommt eine hübsche Farbe. - Nehmt keine riesige Pfanne. Eine mit ca. 18-20 cm Durchmesser macht die perfekte Größe zum Essen bzw. für den Teller. Weil so ein Apfel-Pfannkuchen beim Ausbacken Zeit braucht, stürze ich ihn, sobald die Unterseite fertig ist, in eine zweite größere Pfanne und backe ihn dort zu Ende. In der kleinen beginnt dann schon der zweite Apfelpfannkuchen.
- Apfelsaftschorle statt Sprudelwasser (Lesertipp!) ist auch sehr lecker. Das verstärkt das Apfelaroma noch ein bisschen; und ihr könnt auf den Zucker im Teig theoretisch verzichten.
Übrigens: Wenn ihr den Apfel lieber im Teig habt statt obenauf und echte Ringe haben wollt, sind die frittierten Apfelküchle die richtige Wahl. Die brauchen allerdings länger und erinnern eher an Krapfen. Und wer es deutlich dicker und luftiger mag, nimmt die Hefe-Pfannkuchen und verfeinert sie mit Apfelstückchen 🙂
Apfel-Pfannkuchen
Zutaten
Für die Pfannkuchen
- 4 mittelgroße Eier
- 60 Gramm Zucker Menge nach Geschmack
- 300 Milliliter Milch
- 300 Gramm Weizenmehl
- 1 Prise Salz
- 100 Milliliter Sprudelwasser
- 500 Gramm Äpfel grobe Menge
- 1 Teelöffel Zitronensaft
- ½ Teelöffel Zimt
Zubereitung
- 4 mittelgroße Eier, 60 Gramm ZuckerEier und Zucker mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine ca. 2 Minuten sehr schaumig schlagen.
- 300 Milliliter Milch, 300 Gramm Weizenmehl, 1 Prise Salz, 100 Milliliter SprudelwasserErst Milch, Mehl und Salz unterrühren, dann das Sprudelwasser, und alles zu einem homogenen Teig verrühren. Teig abgedeckt ca. 5-10 Minuten ruhen lassen.
- 500 Gramm Äpfel, 1 Teelöffel Zitronensaft, ½ Teelöffel ZimtWährenddessen die Äpfel waschen, nach Belieben schälen, entkernen und in feine Spalten schneiden. Mit Zitronensaft und Zimt mischen.
- 30 Milliliter RapsölEine kleine beschichtete Pfanne (ca. 18-20 cm) auf mittlere Temperatur erhitzen und etwas Öl oder Butterschmalz hineingeben. Etwa ein Achtel des Teigs mit einem Schöpflöffel in die Pfanne geben und gleichmäßig mit einem Pfannenwender verteilen.
- 30 Gramm Zucker, 1 Teelöffel ZimtSofort etwa 60g der Apfelspalten sonnenförmig auf den Teig legen und leicht andrücken, dann mit etwas Zimtzucker bestreuen.
- Nach etwa 2-3 Minuten, sobald sich der Apfelpfannkuchen von der Unterseite lösen lässt und sich kleine Bläschen bilden, mit einem Pfannenwender umdrehen und weitere 1-2 Minuten backen.
- Die restlichen Apfelpfannkuchen ebenso ausbacken. Den Teig davor jeweils kurz umrühren.
Anmerkungen
- Äpfel: Die Sorte ist egal; ich nehme gerne Goldparmäne von unserem Baum; auch Braeburn, Gala oder Golden Delicious sind lecker. Nehmt nur keine Sorte, die sehr mehligkochend ist oder matschig wird, damit die Spalten ihre Form behalten. Auch „unschöne“ Äpfel könnt ihr gut verwerten.
- Extra fluffig: Wer es besonders luftig mag, trennt die Eier, schlägt das Eiweiß separat in einer komplett sauberen Schüssel steif und hebt den Eischnee nach der Ruhezeit unter den Teig. Der Unterschied zwischen getrennten oder ganzen Eiern ist bei mir aber eher klein.
- Fett: Statt neutralem Rapsöl eignen sich zum Ausbacken auch Sonnenblumenöl oder Butterschmalz. Die Menge hängt von eurer Pfanne ab.
- Zuckermenge: Die Zuckermenge ist nur eine grobe Angabe und kann nach Geschmack einfach verringert oder vergrößert werden.


























9 Kommentare
Danke für das Rezept : strahlt Liebe aus !!!
Danke für deinen Kommentar 🙂
Die Pfannkuchen sind mir sehr gut gelungen, hat bei uns für 3 Personen gereicht. Waren sehr lecker 😋 😋
Danke für deinen Erfahrungsbericht 🙂
Heyy ich hätte mal eine Frage zu dem Rezept
Unzwar möchte ich genau 2 apfelpfannenkuchen in einer 26 er cm Pfanne hinbekommen.
Kann ich dann die Mengen Angabe für die 2 Stück mit einem Ei nehmen ??
Oder brauche ich eine kleinere Pfanne etc?
Hallo, da kann ich nur raten. Aber an sich sollte das mit einem Ei schon klappen – sehr dünn wahrscheinlich. Du musst die Pfannkuchen aber ja nicht auf 26 cm verstreichen, sondern kannst den Teig weniger verstreichen, dadurch hast du kleinere dickere Pfannkuchen trotz großer Form.
Oder du machst das Rezept mit 2 Eiern und backst dann eben ggf. einen dritten 🙂
Kann man auch super im Ofen auf ein Blech zubereiten.
Wenn man Apfelsaftschorle statt Sprudel verwndet, kann man den Zucker sogar noch reduzieren. Aber die Menge in deinem Rezept ist schon super.
Liebe Grüße
Hannah
Ja, bei solchen Rezepten mit Obst kann man gern wenig nehmen 🙂