Veganer Kuchen
  • 35min
  • 4,7 (261)

Veganer Gewürzkuchen ohne Butter, Milch und Ei

  • Vegan
  • Fettarm

Schmeckt wie gefüllte Lebkuchenherzen und kommt ganz ohne Butter, Milch und Eier aus. Unterm Jahr kann man den Kuchen auch mit Kirsch- oder Aprikosenmarmelade backen.

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 04.09.2023, zuerst veröffentlicht 2014

Dieser tolle vegane Gewürzkuchen ohne Butter, Milch und Ei schmeckt wie gefüllte Lebkuchenherzen! Im Grunde handelt es sich zwar um ein herbstlich-winterliches Rezept. Ihr braucht euch mit dem Nachbacken aber nicht zu stressen: Der vegane Gewürzkuchen schmeckt mit ein paar kleinen Änderungen nämlich das ganze Jahr über.

Den veganen Schoko-Zimt-Kuchen gibt es seit vielen Jahren in unterschiedlichsten Varianten auf diversen Seiten und wird oft damit angepriesen, dass er wie gefüllte Lebkuchenherzen schmeckt. Stimmt tatsächlich. Da es sich meist um ein Tassenrezept handelt, was ich nicht mag,  und ich das Rezept vegan und weniger süß machen wollte, habe ich meine eigene Variante entwickelt. Ein veganer Lebkuchen vom Blech dürfte alle freuen, die sich ohne tierische Produkte ernähren und in der Weihnachtszeit auf der Suche nach einem kalorienarmen Backrezept sind. Wem das alles egal ist, der kann seinen veganen Gewürzkuchen ja noch mit einer dicken Schicht Schokolade überziehen 😉

Dass mein veganer Gewürzkuchen ohne Butter, Eier und Milch auskommt, merkt man wirklich nicht – zumindest wenn man ihn frischgebacken isst, ist er schön saftig und aromatisch. Vielleicht fragt ihr euch jetzt (zu Recht), was denn im Teig steckt, wenn Fett, Eier und Kuhmilch fehlen.

Mit diesen Zutaten wird es ein saftiger veganer Lebkuchen vom Blech

Die Hauptzutat ist Mehl; dazu kommen Zucker, Natron, Lebkuchengewürz, Zimt, Pflaumenmus, Kakao und Hafermilch. Beim Natron muss man etwas aufpassen. Mir ist das Original schon zweimal misslungen, weil das Natron mit anderen Zutaten reagiert hat 😉 Aber keine Angst: Meine, diese Rezeptvariante des veganen Lebkuchen vom Blech backe ich schon seit Jahren regelmäßig. Und das Natron ist für die Fluffigkeit ohne Ei auch nötig.

Backrezept veganer schneller Kuchen

Damit so ein fettarmer veganer Gewürzkuchen vom Blech auch wirklich nach etwas schmeckt, braucht es reichlich Gewürze und einen dicken Überzug. Ich packe in bzw. auf den Teig immer viel Zimt, Lebkuchengewürz und kräftiges Pflaumenmus. Unterm Jahr kann man stattdessen auch z.B. Aprikosenmarmelade oder Kirschkonfitüre nehmen. Viel Spaß beim Nachbacken! Und testet gerne auch mal die köstlichen, ebenfalls veganen Schoko-Muffins ohne Eier, Butter und Milch.

Veganer Gewürzkuchen

Schmeckt wie gefüllte Lebkuchenherzen und kommt ganz ohne Butter, Milch und Eier aus. Unterm Jahr kann man den Kuchen auch mit Kirsch- oder Aprikosenmarmelade backen.
Kathrin Runge Rezept von Kathrin Runge
Vorbereitung10 Minuten
Backzeit25 Minuten

Zutaten

1
Backform 25*25 cm

Für den Teig

Zum Dekorieren

Zubereitung

  • Den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Backform einfetten und mit Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen.
  • Alle trockenen Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben. Die Milch mit dem Pflaumenmus und Zitronensaft verquirlen und ebenfalls dazu geben. Alles nur kurz verrühren, bis ein homogener Teig entsteht. Wenn man den Teig zu lange verrührt, kann der Kuchen zäh und gummig werden.
  • Kuchenteig in die Form streichen und je nach Höhe rund 25 Minuten backen. Noch warm mit reichlich glattgerührtem Pflaumenmus bestreichen. Geschmolzene Kuvertüre darübergeben. Abkühlen und festwerden lassen. Am besten frisch genießen.
  • Auf andere Backformgröße umrechnen

    Die passenden Zutatenmengen für andere Backformgrößen könnt ihr mit unserem Umrechner ermitteln.

  • Du hast nicht alles da?

    In der Zutaten Tauschbörse findet ihr Tipps, wie und durch was ihr Zutaten ersetzen könnt.

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Kathrin Runge

Hallo, ich bin Kathrin!

Ich bin Gründerin von „Backen macht glücklich“, Backbuchautorin, Journalistin und seit meiner Kindheit leidenschaftliche Bäckerin. Was mich glücklich macht? Neue Rezepte zu entwickeln, sie auszuprobieren, zu fotografieren und mit euch zu teilen.

Seit 2012 findet ihr hier alles rund ums Backen – von schnellen Muffins bis zur festlichen Torte.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken. Schön, dass du das bist!

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67 Kommentare

  1. das finde ich ja wirklich mal eine tolle Idee, ich werde es ausprobieren und freue mich schon drauf, bin schon ganz neugierig, sieht jedenfalls toll aus und ist mal etwas anderes
    herzlichen dank für die tollen Ideen

  2. Liebe Backfreunde,
    mich begeistert das Rezept auch und möchte es heute – ebenso wie Mareike uns Juliane – ein bisschen abwandeln.
    Wie genau, weiß ich noch nicht, aber auf jeden Fall kommt ein Ei rein (ich brauche es nicht vegan), wobei ich den Eischnee vorsichtig unterheben werde.
    Kann ich den Kuchen auch in einer 18cm-Springform backen, oder sind die Zutaten dafür zu knapp?
    Über eine schnelle Antwort freue ich mich! Und ich gebe dann mein Kommentar zum gelungenoder misslungenen Kuchen ab 🙂
    Liebeste Grüße
    Angela

    1. Hallo Angela,
      ich vermute, dass die Menge durchaus für eine 18er-Springform reicht, die ist ja doch recht klein. Wie es aber immer mit abgewandelten Rezepten ist, kann ich dir nicht sagen, ob das Ergebnis dann so wird wie bei mir (ich hoffe es natürlich!). Eventuell musst du den Kuchen etwas länger oder kürzer im Ofen lassen, falls er aufgrund der anderen Form höher oder flacher wird. Lassts euch schmecken!

      1. Hallo Kathrin,

        danke für deine Antwort. Ich habe den Kuchen in einer ca 25cm Tarteform im Ofen. Ich bin sehr gespannt.
        DA ich keinen Zucker im Haushalt habe, habe ich mit Honig gesüßt. Außerdem Vanilleschote, mehr Zimt und Gewürzkuchen-Gewürz genommen. Wie angekündigt ein Eigelb und den Eischnee untergehoben. Auch habe ich zum ersten Mal mit Roggenmehl gebacken – ich galube nicht, dass das eine so gute Idee ist. Ich könnte mir vorstellen, dass ich eher für die Tonne gebacken hab‘.
        WErde berichten… Vielleicht ist er aber auch neutral wie ein gut gewürztes Brot und ich kann den Kuchen mit Marmelade und Joghurt genießen *grins*

        LG Angela

        1. Oha, das klingt ein wenig abenteuerlich 🙂 Ich glaube, das Roggenmehl könnte tatsächlich etwas zu abenteuerlich sein. Aber ich bin gespannt, was du berichtest!

          1. NICHT NACHMACHEN 🙂 Wie vermutet, der Kuchen war für den Eimer, im wahrsten Sinne des Wortes! Niiiiieee Roggenmehl verwenden! Jedenfalls nicht für (diesen) Kuchen!
            Sehr schade, um all die anderen Lebensmittel. Aber ok, es war eben ein abenteuerlicher Versuch. Vielleicht sollte Kuchen Kuchen bleiben dürfen und einfach nicht zu gesund werden. Schließlich soll man ihn genießen. Und Genuss bedeutet in Maßen sich etwas gönnen, was aber auch wirklich schmeckt!
            In diesem Sinne,
            Angela

          2. Hi,
            Ja, Roggenmehl pur funktioniert ansich nur mit Sauerteig. Alles andere ist Glückssache soweit ich weiß :/

            LG
            Mi

  3. Ein suuuuuper Rezept, habe es allerdings noch etwas ‚low-carbiger“ abgewandelt, mit fettarmer Sojamilch, Erythrit, einem Drittel Kokosmehl. Der Überzug ist aus verdünntem Pflaumenmus, darüber nur etwas Kakaopulver gestreut. Ist trotzdem unglaublich saftig, lebkuchig, schokoladig und lecker geworden. Ach ja, Sauerkirschen sind auch noch drin. Danke Danke Danke für dieses tolle Rezept!
    Mareike

  4. Hallo, ich habe das Rezept mit Sukrin Gold und Streusüsse gebacken sowie nur Dinkelmehl benutzt und nicht Hafermilch sondern Mandelmilch! Als Glasur hab ich zuckerfreie Schokolade genommen !
    Das Ergebnis ist Wahnsinn ! Top Rezept!
    Danke danke danke!!!! Juliane

  5. Yum wie lecker. Ich habe ganz ähnliche Muffins kürzlich gebacken, allerdings mit wenig Öl. Mit dem Pflaumenmus das Öl/Butter zu ersetzen ist eine wunderbare Idee, das werde ich direkt das nächste Mal probieren=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi