Lust auf selbstgemachtes Nutella? In diesem Beitrag zeige ich euch ein einfaches, schnelles Nutella-Rezept. Und zwar nicht irgendeines. Sondern für einen nach Belieben sogar gesünderen Schokoaufstrich mit Kreativitätsplus. Egal, ob es Low Carb, zuckerfrei oder vegan sein soll: alles ist möglich!
Es dürfte kaum jemanden geben, der den Schokoaufstrich nicht mag. Kein Wunder: gekaufte Nuss-Nougat-Creme besteht aus zwei Dritteln Zucker und einem Drittel Fett. Deswegen schmeckt sie auch so vielen Menschen 😉 . Die genauen Inhaltsstoffe des Originals sind Zucker, pflanzliches Fett, Haselnüsse (13 %), fettarmer Kakao, Magermilchpulver (7,5 %), ein Emulgator und Vanillin. Aus diesen Zutaten könnte man sich natürlich grundsätzlich auch sein eigenes Nutellarezept basteln. Oder man entwickelt eben – wie ich – eine eigene Variante. Lecker! Besser! Mit selbst gemachter Haselnuss-Schokocreme habt ihr nicht nur Kontrolle über die Zusammensetzung, sondern auch die Herkunft der Zutaten. So könnt ihr leicht eine Variante mit Bio- oder Fair-Trade Produkten gestalten. Und natürlich handelt es sich per se immer um Nutella ohne Palmöl.


Den Begriff “gesund” kann man so eng oder weit auslegen, wie man mag. Bei meinem Grundrezept handelt es sich um selbstgemachtes Nutella ohne Milch, Butter und mehr. Damit ist es ein laktosefreies, veganes Nutella. Zwar nicht ganz stilecht, aber toll für Nussallergiker: Nutella ohne Nüsse; die Haselnüsse habe ich dafür durch geröstete Mandeln ersetzt, die viele Allergiker ja vertragen. (Schaut euch unbedingt als Alternative mein tolles Mandelmus-Rezept an!) Auch Cashewkerne sowie Macadamia sind möglich.
Das Nutella-Rezept für die beste Schoko-Nuss-Creme
Wer mag, kann mit dem Rezept selbstgemachtes Nutella ohne Zucker zubereiten (entweder komplett pur, was aber seeeehr herb ist – oder zumindest ohne raffinierten Zucker). Als Süßungsmittel für den Brotaufstrich eignet sich zum Beispiel Kokosblütenzucker. Mit Erythrit oder Xylit wird im Handumdrehen Low Carb Nutella draus. Die übrigen Zutaten wie die meisten Nüsse sind ja eh kohlenhydratarm.

Mein Basis-Rezept ähnelt dem meiner selbstgemachten Erdnussbutter, deren Herstellung ich hier zeige. Grundlage für die selbstgemachte Nuss-Nougat-Creme sind auch diesmal im Ofen geröstete Nüsse oder Mandeln, die in einem leistungsstarken Häcksler oder Food Processor zu einer feinen Paste vermahlen werden.
So macht man gesunde Nussnougat-Creme selber
Um eine richtig tolle Konsistenz hinzubekommen, brauchst du ein Gerät mit viel Power, das die Nüsse zu einer glatten Masse zerkleinern kann. Wir können zum Beispiel diese zwei Geräte empfehlen:
Das Rezept lässt sich beliebig variieren. Für eine Basisvariante eignet sich v.a. Vanille. Einen etwas anderen Schokoaufstrich erhält man durch Gewürze wie Zimt. Wer es schokoladiger mag, kann 50 g geschmolzene Kuvertüre unterrühren (vegane, zuckerfreie, normale). Die Zubereitung der gesunden Nuss-Nougatcreme ist an sich schon ein Erlebnis. Wie das duftet! Alleine deswegen lohnt sich das Selbermachen – und der Kauf eines leistungsstarken Food Processors.


Seit ich diese Nutella-Anleitung 2014 geschrieben habe, wurde die Schoko-Nuss-Creme schon von Tausenden Lesern nachgemacht. Da einige Fragen immer wieder auftauchen, habe ich die wichtigsten Antworten einmal zusammengefasst:
Häufige Fragen
Mit gerösteten Nüssen oder Mandeln, etwas Öl, Kakao und Süße. Außerdem ist unbedingt ein Food Processor oder leistungsstarker Mixer nötig.
Mein Grundrezept ist ohnehin vegan. Mit dem passenden Süßungsmittel auch zuckerfrei und low carb. Kalorienarm wird es durch die Nüsse aber eher nicht.
Um eine homogene Creme zu erhalten, braucht ihr ein Küchengerät mit Power. Das Mahlen, Pürieren und Co kann durchaus 15-20 Minuten dauern. Die Nüsse werden in dieser Zeit zunächst gehäckselt, dann gemahlen, dann tritt etwas Öl aus und die Masse wird homogener.
Ja, die Konsistenz wird aber evtl. etwas anders. Die gemahlenen Nüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten und dann zum weiteren Pürieren und Cremig-Werden in den Food Processor. Für eine extrem schnelle Variante ohne Foodprocessor könnt ihr fertig gekauftes Nussmus aus 100% Nüssen verwenden. Das Nussmus dann nur noch mit etwas Öl streichfähig machen, süßen und verfeinern.
Allgemein hält die Creme je nach Süßungsmittel im Kühlschrank ca. 1 Monat. Nehmt sie einige Zeit vor dem Verzehr heraus und rührt sie nochmal kurz durch.
Übrigens: Nicht nur pur aus dem Glas schmeckt der Schokoaufstrich toll. Ihr könnt das Nutella-Rezept zum Backen verwenden, etwa als Zutat für Nutella-Brownies oder Nutella-Kuchen. Auch als Topping von Pfannkuchen oder Waffeln macht sich die Creme gut 😉 . Viel Spaß beim Ausprobieren!
Selbstgemachtes Nutella
- Glutenfrei
- Vegan
Zutaten
- 400 Gramm Haselnüsse oder Mandeln, Cashews etc
- 2 Prisen Salz
- 5 Esslöffel Kokosöl oder andere neutrale Sorte
- 2 Esslöffel Kakao oder mehr
- ½ Teelöffel Vanillemark optional
- 6 Esslöffel Süßungsmittel grobe Angabe! z.B. Puder-Erythrit
Zubereitung
- Backofen auf 170 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Nüsse oder Mandeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und etwa 8 bis 10 Minuten rösten. Vorsicht, gegen Ende gut aufpassen, die Nüsse können schnell schwarz werden!
- Geröstete Nüsse in einen guten Food Processor oder Küchenhäcksler geben und ganz fein zu einer Paste vermahlen. Alle weiteren Zutaten zugeben und miteinander verrühren bzw. pürieren.
- Schoko-Nuss-Creme in vorbereitete saubere Gläser mit Deckel füllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Anmerkungen
- Mein Nutellarezept ist einfach und gelingsicher. Dennoch erreichen mich oft Nachfragen dazu. Bitte lest euch Post, Rezept und FAQ noch einmal durch, solltet ihr Schwierigkeiten bei der Zubereitung haben.
- Die Angaben für Süße, Kakao und Öl sind grobe Richtwerte, die man je nach Geschmack verändern kann. Gerade beim Öl kommt es zudem stark auf euer Gerät an; außerdem sind Nüsse Naturprodukte und immer etwas anders. Gebt beides nach und nach zu!
- Wenn ihr als Süßungsmittel Körniges wie Erythrit oder Zucker verwendet, löst diesen vorher in ganz wenig Flüssigkeit auf. Puderzucker, Dattelsüße o.ä. könnt ihr direkt verwenden.
- Das Nutella wird nussig und aromatisch. Wer es schokoladiger mag, rührt zusätzlich 50g geschmolzene, leicht abgekühlte Schokolade unter. Dann benötigt ihr weniger Kakao und Süßungsmittel. Die Creme wird im Kühlschrank recht fest.












306 Kommentare
Hi,
Ich habe gerade die Haselnusscreme gemacht. Geschmacklich zum niederknien, aber die Konstitenz überzeugt mich leider nicht. Zunächst habe ich mich genau an das Rezept gehalten und alles nacheinander mit Kenwood ch58 vermengt. Das Ergebnis war krümelig, nicht soft. Also habe ich noch etwas Öl und Honig hinzugegeben, aber auch dadurch wurde es nicht besser. ? was nun???? ?
Hallo Bettina,
ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass lange genuges Pürieren/Mixen das A und O für die Konsistenz ist, und zusätzliches Öl rettet die Creme eigentlich immer. Tut mir leid, keine Ahnung was da bei dir schiefgegangen sein könnte…
Ich habe es gerade versucht mit Erdnussmus, Kokosöl, geschmolzener Schokolade, Vanille und Agavendicksaft. Fakt ist: auch bei mir wird es ein fester Klumpen, der sich auf keinen Fall streichen lässt und auch keine flüssige Süße mehr aufnimmt. Es verbindet sich gar nicht.
Ich habe zunächst mit Honig gesüßt und damit war die Konsistenz auch sehr gut. Da ich leider nur noch einen Rest Honig hatte, es aber noch nicht süß genug war, habe ich noch einen Schuss Agavendicksaft beigemengt. Mit dem Ergebnis wie oben beschrieben: Die Masse bindet nicht mehr. Alles wurde klumpig und das Fett setzte sich ab. Werde auf jeden Fall keinen Agavendicksaft mehr verwenden.
Was für Kakao? Den bitteren, pur ohne Zucker oder sowas wie Nesquick? Habe jetzt Schovit genommen 10 Löffel und dafür Zucker weg gelassen.
Eigentlich ist ganz normaler (bitterer) Backkakao gemeint, ohne jeglichen Zusatz. Gezuckertes Kabapulver o.ä. geht sicher auch, aber dann auf jeden Fall den Zucker weglassen!
Das Ergebnis ist so auf jeden Fall auch gelungen. Ich musste allerdings sehr lange mixen. Am besten mixt man erst einen kleinen Teil der Nüsse vergnügt und tut dann nach und nach welche dazu, sonst ist der Mixer schnell verstopft mit trockenen Nüssen, die nicht nach unten durch rutschen.
„Ne Prise Salz “ konnte ich mit auch nicht richtig vorstellen, habe jetzt zu viel genommen. Heute messen die Wagen ja im Gramm Bereich, da kann man besser schreiben 1-2g Salz. Gleiches gilt für „Esslöffel“ statt Milliliter.
Insgesamt aber ein super Rezept.
Hallo Jens, danke für deine Rückmeldung, freut mich dass es dir gefällt!
Ich dachte eigentlich, der Ausdruck „eine Prise Salz“ ist sehr gängig, aber da bin ich vielleicht von mir ausgegangen. Eine Prise ist jedenfalls so wenig, dass es mit Gramm nicht messbar ist – so viel/wenig, wie man zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen kann.
Hallo ihr Lieben,
hab das „Nutella“ mit Mandelplättchen ausprobiert. Schmeckt super und geht auch echt schnell! Hab die Mandeln allerdings ein bisschen länger im Ofen gelassen. Lustiger weise erinnert mich die Konsistent etwas an Ovomalt*ne. Also ich muss sagen als gesündere Alternative zum Schokoaufstrich prima! Schmeckt übrigens auch unter Käse lecker:)
Viele Grüße,
try_it
Das Rezept klingt echt lecker, muss ich unbedingt mal ausprobieren 🙂
Ich habe noch eine Frage: Im Rezept steht bei Süßungsmittel Honig. Aber Honig ist doch nicht vegan, oder? 🙂
Hallo Chrissi, nein, Honig ist natürlich nicht vegan, aber ich habe ja auch mehrere Süßungsmittel zur Auswahl ins Rezept geschrieben. Du kannst ruhig Zucker, Agavensirup o.ä. nehmen.
Viele Grüße, Kathrin
Mhhhhhmmmm! Hört sich lecker an und muss unbedingt ausprobiert werden. Vielen Dank!!! LG Katrin
Das Rezept habe ich jetzt zweimal ausprobiert. Mal mit 100 g Mandeln und den restl. Zutaten im Verhältnis weniger und gestern mit 400 g Mandeln und den Zutaten wie beschrieben. Die Konsistenz ist bei beiden Versionen alles andere als nutellaähnlich. Kann es sein, dass statt 400 g Mandeln die Zutaten für nur 100 g gedacht sind? Jetzt habe ich gesehen, dass andere zu dem Rezept noch Mandelmilch oder Milch geben. Irgendwo muss doch die Flüssigkeit für die Cremigkeit herkommen.
Trotzdem vielen Dank für den Tipp. Die Idee gefällt mir sehr gut.
Liebe Grüße
Hallo,
danke für deine Rückmeldung. Es ist allerdings tatsächlich so, dass 400 g Mandeln oder Nüsse gemeint sind, bei mir wird alles immer schön cremig. Wie ich schon geschrieben habe, kommt die „Flüssigkeit“ zum einen durch das nusseigene Öl, das allerdings erst nach einer Zeit austritt (man muss also gut und länger mahlen/pürieren und braucht deswegen ein gutes Gerät), außerdem kommt ja noch etwas zusätzliches Öl dazu. Ich denke mal, auch wenn ich das natürlich nicht weiß, dass gekaufte Nougatcreme ähnlich gemacht wird, dort ist ja auch keine Milch o.ä., höchstens Milchpulver drin.
Viele Grüße, Kathrin
Hallo!
tolles Rezept, lecker!
Aber, vielleicht wäre es besser das Wort „Nu*tella“ nicht zu verwenden, nicht dass es noch Ärger gibt…
Vielleicht besser Schoko-Aufstrich o.ä.
Ansonsten, weiter so, tolle Rezepte! LG & Danke!
Hi,kann man das auch mit bereits gemahlenen Nüssen machen?
Lg
Hallo Jule, das habe ich noch nicht getestet. Es kann sein, dass die Creme da nichts wird, weil dass nusseigene Öl ja beim Mahlen/Pürieren etc nach und nach austritt. Aber probiere es doch mal aus, vielleicht klappt es ja doch.
Hat das funktioniert mit den gekauften, bereits gemachlenen Nüssen?
Hallo Tim, also ich hab´s ja noch nicht probiert, aber denke nicht, dass das klappt.
Hallo, ich verwende stetsbereits gemahlene Mandeln/ Nüsse etc. Funktioniert immer einwandfrei.
hallo,
ich wusste das mit dem nusseigenen öl nicht und hab zur hälfte gekaufte geriebene nüsse verwendet und zur hälfte selber gerieben. mit der angegebenen ölmenge wurde es so nicht cremig, ich hab dann mehr öl reingemixt!
Hallo Kathrin,
wie ist denn die Füllmenge der Gläser in diesem Rezept? Ich plane 100 Portionen als Gastgeschenk für unsere Hochzeit…unsere Gläser sind 212ml. Mir ist gerade erschreckend klar geworden, dass das SEHR VIEL Nutella wird:-)
Viele Grüße
Sophie
Hallo Sophie,
ohja, das dürfte seeehr viel werden 😉 . Ich hoffe, du hast einen guten Food Processor o.ä.!!!
Mein Tipp: Mache auf jeden Fall vorher mal ein Test-Nutella, weil meine Angaben zu Öl/Süßungsmitteln ja eher vage sind und jeder einen anderen Süßungsgrad bzw. eine andere Konsistenz mag. Die Glas-Größe weiß ich ehrlich gesagt grade nicht ganz genau, aber ich denke ca. 200 ml.
Viele Grüße,
Kathrin
Hi, hab Euer schönes Rezept ausprobiert. Wie habt Ihr die Masse so schön braun hinbekommen?
Welchen Kakao habt Ihr verwendet? Meins ist ziemlich dunkel geworden (Bensdorp Kakaopulver)
und noch etwas „sandig“. Ich hab allerdings auch keinen Kitchen Aid Zerkleiner, sodern nur von
Braun einen Zerkleiner, den man unter einen Stabmixer macht.
Bekommt mans vielleicht mit einem Schuss Milch oder Kokosöl etwas geschmeidiger?
Noch mehr Öl möchte ich eigentlich nicht nehmen…habt Ihr noch einen Tip (außer einen neuen Häcksler kaufen ;)…?
Vielen Dank und LG Christoph
Hallo Christoph, ich habe auch ganz normalen Backkakao verwendet, den Hersteller weiß ich nicht mehr. Aber vielleicht war deine Menge ein kleines bisschen größer, dann wird’s ja dunkler.
Zur Konsistenz kann ich dir leider nicht viel mehr sagen. Wie du an den Bildern in meinem Nussmus-Post siehst, verändert die sich nach einigenMinuten immer wieder, weil nach und nach das nusseigene Öl austritt. Milch würde ich eher nicht empfehlen. Kokosöl stehst du probieren.
Viele Grüße, Kathrin
Habe das Rezept gestern ausprobiert… Leider ist bei mir nur eine dicke Masse rausgekommen… Keine Ahnung woran es liegt. Kann mir einer nen Typ geben?
Hallo Manja,
vielleicht hast du die Nusspaste nicht lange genug gerührt/gemixt? Das nusseigene Öl tritt erst mit der Zeit aus.
Außerdem kann es sein, dass du noch mehr zusätzliches Öl zugeben musst, um die Masse geschmeidig zu machen. Probier es doch damit aus.
Viele Grüße, Kathrin
Endlich ein GUTER Nutella-Ersatz 😀 …und ganz ohne Palmöl und tierische Produkte- Danke! 😉
Hallo Ich werde das nuttella ausprobieren da ich auch ganz viel selbst ausprobiere danke für den Tipp
Dein Retept ist klasse
liebe Grüße Brigitte
Klingt gut!
Wie lang hält sich denn sowas? (:
Hallo Ane, im Kühlschrank durchaus einige Wochen, wenn nicht gar Monate. Man muss dann vielleicht mal kurz durchrühren.
Warum eigentlich im Kühlschrank? Die Zutaten einzeln werden doch auch alle nicht kalt gelagert,oder? Nutella lagere ich auch immer im Schrank, nie kalt.