Manchmal ist das unspektakulärste Gebäck immer noch das Beste – was man an diesem Brötchenrezept sieht. Die hellen Brötchen wie vom Bäcker sind schön knusprig, fluffig und einfach nur lecker. Also wie gemacht für einen gemütlichen Brunch oder das nächste Abendessen. Das einfache Brötchen-Rezept mit Hefe lässt sich sogar wunderbar vorbereiten, sodass ihr nicht einmal besonders früh aufstehen müsst 😉
Auf meinem Blog findet ihr ja die unterschiedlichsten Brötchenrezepte, angefangen von der Mehrkornvariante über Vinschgauer, Burger Buns, Bagels, Mini-Brötchen und Dinkelsemmeln bis hin zum Low Carb Rezept oder Knabberbrötchen für Kinder. Ein klassisches Brötchenrezept muss aber auch sein. Weil eigentlich jeder helle Brötchen mag. Basis der Über-Nacht-Brötchen ist ein einfacher Hefeteig mit einer nicht allzu großen Menge Triebmittel. Das funktioniert, da der Teig viel Zeit hat, im Kühlschrank zu gehen. Ob ihr das Brötchenrezept mit Trockenhefe oder mit Frischhefe macht, ist euch überlassen. Gerade für Backanfänger ist erstere aber wahrscheinlich etwas einfacher zu „bedienen“. An sich ist das Brötchenrezept schnell und nicht wirklich aufwändig. Die lange Gehzeit muss man natürlich einplanen.




Nachdem die Brötchen über Nacht gegangen sind, ist der wichtigste Schritt, sie im Ofen mit Dampf zu versorgen. So gelingt es nämlich auch zuhause, knusprige Brötchen selber zu backen. Am besten funktioniert das, wenn ihr sowohl eine Schale Wasser auf den Ofen-Boden stellt als auch die klassischen Brötchen mehrfach mit Wasser besprüht (oder in den Ofen sprüht wie bei den Baguettebrötchen). Wer einen Ofen mit Dampffunktion besitzt, sollte diese natürlich verwenden.
So werden die hellen Brötchen knusprig und luftig
Ich habe für euch unterschiedlichste Zubereitungsmethoden getestet. Um die selbstgemachten Brötchen luftig und zugleich schön knusprig zu bekommen, empfehle ich, etwas Backmalz oder Malz in den Teig zu geben. Es klappt zwar auch ohne. Zu 100% klassische Brötchen wie vom Bäcker habe ich zugegebenermaßen aber noch nie hinbekommen. Allerdings finde ich das persönlich nicht schlimm. Denn oft bestehen die gekauften Semmeln aus Backshops und Co. ja gefühlt aus mehr Luft als etwas anderem – und werden mit reichlich Zusatzstoffen „gepimpt“.
Diese klassischen Brötchen mit Hefe hingegen machen satt und zufrieden. Sie sind also viel mehr als eine Luftnummer 🙂 . Testet es doch mal aus! Und wenn ihr auf den Geschmack gekommen seid, backt doch auch mal Laugenbrezeln oder die Sauerteigbrötchen ohne Hefe. Und natürlich sind süße Frühstücksleckereien wie Brioche, Hefezopf, Schokobrötchen und Waffeln auch immer eine gute Wahl…
Brötchen
Zutaten
- 500 Gramm Weizenmehl am besten Type 550
- 5 Gramm Trockenhefe
- 1 Prise Zucker
- 2 Teelöffel Salz Menge nach Geschmack
- 300 Milliliter Wasser lauwarm
- 15 Gramm Öl oder weiche Butter Butter
- 1 EL Backmalz siehe Tipp
Zubereitung
- Alle Zutaten in einer großen Schüssel vermischen und mit der Küchenmaschine einige Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen, dann über Nacht ebenfalls abgedeckt für ca. 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.
- Am nächsten Tag Teig kurz Raumtemperatur annehmen lassen. Ein Blech mit Backpapier belegen.
- Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und, am besten mit einer Teigkarte, ca. 10 Brötchen abstechen. Brötchen mit der hohlen Hand über dem Teigling rund und straff schleifen. Der Teig sollte nicht mehr stark geknetet werden. Brötchen mit Abstand zueinander aufs Blech und nochmal abgedeckt ca. 20 Minuten gehen lassen.
- Den Backofen auf 240 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und eine kleine Schale mit Wasser auf den Boden des Ofens stellen. Die Teiglinge mit einem scharfen und großen, leicht eingeölten Messer längs einschneiden. Mit etwas Wasser besprühen.
- Brötchen zunächst 10 Minuten bei 240 Grad backen, dann auf 220 Grad herunterschalten, nochmal mit Wasser besprühen und weitere ca. 10 Minuten backen. Gegen Ende für 1-2 Minuten Backofentür einen Spalt öffnen, damit der Dampf entweichen kann.
81 Kommentare
Leider waren die Brötchen nicht durch, habe aber nach Rezept gebacken.🤔
Dann hätten sie wohl länger gebraucht.
Aber dann werden sie meist zu dunkel 🤔
Probiere doch mal, sie gegen Ende mit Alufolie abzudecken und/oder die Temperatur etwas zu reduzieren.
Hallo☺️ ich habe das Rezept gestern Abend ausprobiert. Ich Backe immer mit Frischer Hefe. Habe nicht alles all In angesetzt sondern . Das Wasser auf 37 Grad erwärmt mit Zucker und Hefe und Butter zu einer glatten warmen Flüssigkeit gerührt. (Maschine vereinfacht einfach alles😉 ) Dann Mehl,Salz und Backmalz hinzufügen und kneten. Über Nacht wirklich 12 Std. Ruhen lassen im Kühlschrank am besten eignen sich Tupper Schüsseln mit Deckel dafür . Und den Rest nach Anleitung gebacken und siehe uns schmecken die ich weiss was drin ist und sie haben Poren und Luft . Und ich habe einige schon ausprobiert und das ist bis jetzt das Beste Rezept von allen . Ich bedanke mich für das tolle Brötchen Rezept wird jetzt für Sonntags eingesetzt ☺️
Was für ein tolles Lob, danke dir!
Rezept ist grundsätzlich nicht schlecht, die Brötchen sind super aufgegangen, aber sie sind von innen noch komplett matschig und von unten nicht knusprig. Wahrscheinlich zu kurz gebacken oder der Schälchen mit Wasser hätte doch aus dem Backofen entfernt werden müssen
Hallo, also, dass sie matschig sind, wundert mich doch sehr. Allerdings kann sich die Backzeit je nach Ofen immer etwas unterscheiden.
Ich habe noch 20 Gramm Sauerteig aus dem Kühlschrank, Haferflocken und Flohsamenschalen dazu gemacht. 20 Gramm mehr Wasser allerdings. 2 Stunden gehen lassen mit 3x Dehnen und Falten. Dann die Brötchen geformt und nochmal 1 Stunde abgedeckt stehen lassen. Dann bei 225 Grad 18 Minuten gebacken, weil ich die eingefroren habe. Brötchen sehen klasse aus und sind gut aufgegangen. Aufbacken tun wir die für 8 Minuten bei 200 Grad in der Heißluftfritteuse.
Hallo Holger, schön, dass es auch mit diesen Änderungen so gut geklappt hat, danke für deine Variante!
Eine Frage mal zum Backmalz: deine Links verweisen auf enzymaktives Backmalz. Wenn ich das aber richtig verstehe, eignet sich das aktive Malz nur bei kurzer Gehphase. Das ist ja genau das Gegenteil von „über Nacht gehen lassen“. Bist du sicher, dass es nicht inaktives Backmalz besser wäre?
Hallo Arne, du hast Recht, tendenziell wäre da enzyminaktives besser, danke für den Hinweis. Ich habe allerdings auch mit aktivem bisher gute Erfahrungen gemacht, auch bei der Über-Nacht-Gare.
Habe dieses Rezept mal ausprobiert, waren lecker.
Ich habe irgendwie immer das Problem, dass der Hefeteig über Nacht total gut aufgeht und fluffig ist, und wenn ich ihn dann aus dem Behältnis nehme und vorsichtig zerteile, er total zusammengeht. Geht das anderen auch so?
Habe erstmals mit Backmalz gearbeitet und war erfreut, wie sehr die Brötchen dann im Ofen aufgegangen sind.
Was mich etwas erschreckt hat war, wie sehr ich mich offensichtlich an die „Luftballons“ vom Bäcker gewöhnt habe. War total ungewohnt, nach einem gut belegten Brötchen bereits einen gut gefüllten Magen zu haben.
Hallo Wolfgang, schön, dass dir die Brötchen gefallen! Also Hefeteig schnurrt immer zusammen, da ja die Luft etwas entweicht, wenn du den Teig aus der Schüssel nimmst. Je vorsichtiger man vorgeht, desto weniger, aber vermeiden lässt sich das nicht. Sollte am Ends
-Ergebnis aber auch nichts ändern. Viele Grüße
Vielen Dank für die guten Back-und Kochvorschläge. Was ich bisher angewendet habe ist immer gut gelungen und hat auch geschmeckt.
Herzliche Grüße aus Freyburg und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Hans
Das freut mich sehr – danke für dein Lob!
Kommen bei uns jedes Wochenende auf den Frühstückstisch.
Das freut mich!
Ein phantastisches Brötchenrezept, was auch funktioniert.
Teig bei 28 Grad gehen lassen, Nacht über im Kühlschrank bei 6 Grad, Aufwärmen und dann mit Pizzastein ab in den Ofen. Ordentlich Dampf über Lavasteinen, Brötchen 2 x eingesprüht genau 20 Min. gebacken. Ergebnis:
Brötchen wurden wunderbar und der Geschmack, viel besser als beim Bäcker! Mit Backmalz auch wunderbar locker.
Danke!
Beim nächsten Mal werde ich ca. 10 bis 20 % Dinkelmehl nehmen!
PS: Schreibe normalerweise keine Kommentare, bin kein großer Freund davon, aber bei einem so tollen Rezept und Ergebnis muss das unbedingt erwähnt und gelobt werden
Danke für deinen supertollen Kommentar 🙂
Hallo Kathrin, darf ich anstatt Trockenhefe die frische verwenden? Und mit Dinkehlmehl machen?
Hallo, das sollte gehen (helles Dinkelmehl).
Ich bin neu hier! Vor einigen Tagen bin ich zufällig auf die Website gekommen ,Ich glaube sagen zu Könnens ich schon erfahrung habe im backenum mich das sehr glücklich macht.
Nun zu meiner Frage wo bekomme ich Backmalz für die Sonntagsbrötchen her?
Ich möchte dieses Rezept sehr gerne backen.
Übrigens Dein neues Buch habe ich schon bestell
Liebe Grüße Ulrike aus Unterfranken
Hallo Ulrike, herzlich Willkommen, wie schön, dass du auch mein Buch bestellt hast!
Zu deiner Frage: Gibt es natürlich im Internet, sei es bei Spezialhändlern wie Hobbybäcker oder Amazon. Aber meist auch in normalen größeren Supermärkten, zB von Seitenbacher, oder in Reformhäusern/Bioläden.
Habe es bei Kaufland bekommen.
Vielen Dank für das tolle Rezept, wir haben Sie am Sonntag zum ersten mal gemacht! Die Kinder (und die Eltern) waren begeistert!
Wir haben den Teig am Vorabend ca. 1 Std. gehen lassen, dann schon die Brötchen geformt und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen (Achtung, Teiglinge nicht austrocknen lassen).
Sonntags dann ca. 1/2 Std. vorher aus dem Kühlschrank nehmen, einschneiden, backen und genießen.
Nächste Woche werden wir den Tipp mit dem Backmalz probieren.
Dein Feedback freut mich sehr 🙂
Klasse Rezept, machen wir so seit ein paar Monaten, zwar nur am Wochenende, aber dafür sind sie halt auch etwas besonderes dann. Danke!
Das ist doch auch schön. Danke für deinen Kommentar 🙂
Bitte nicht nachmachen. Das Brötchenergebnis ist schlecht: Kruste keksig uns fast steinhart, das Innere fest und geschmachlos – trotz korrekter Anwendung des Rezeptes. Bei den angebenen Backzeiten und Temperaturen sind die Brötchen viel zu hell.
Hat nicht geklappt. Teig war am Morgen hart und nicht mehr formbar. Sehr aufwendig und enttäuschend.
Also da es bei allen anderen inkl. mir sehr gut klappt, vermute ich mal, da ist etwas schief gegangen- hast du dich 1:1 ama Rezept gehalten? Wäre sonst ja doch etwas seltsam, oder?