Einfaches Rezept für kernige, saftige Müslibrötchen mit Quark. Perfekt fürs nächste Frühstück!
Müslibrötchen wie vom Bäcker lassen sich überraschend einfach selbst backen. Günstiger und individueller. Wir knabbern sie gern einfach mal zwischendurch als Snack 🙂 . Ihr könnt sie aber auch wunderbar mit Marmelade bestrichen zum Frühstück essen oder für Zwischendurch mit ins Büro nehmen.
Was diese Müslibrötchen so gut macht
- Sie sind schön saftig, weil ich zusätzlich Quark statt nur Milch oder Wasser in den Teig gebe.
- Durch Rosinen, Haferflocken, Saaten und Kerne bekommt ihr den typischen Müsli-Geschmack und -Biss.
- Die Müslibrötchen schmecken nur dezent süß, eignen sich zum „pur“ essen genauso wie mit süßem Belag oder sogar Käse.
- Das Aussehen ist rustikal statt perfekt 😉 Das hat den Vorteil, dass kein Formen oder Rundwirken wie bei den meisten anderen Brötchenrezepten nötig ist.
- Auch sonst ist das Müslibrötchen-Rezept einfach, klappt also auch ohne viel Backerfahrung. Los geht´s!


Diese Zutaten braucht ihr
In den Müslibrötchen wie vom Bäcker stecken nur Standardzutaten; viele davon könnt ihr anpassen – nach Geschmack oder je nachdem, was ihr gerade zuhause habt.
- Mehl: Die Mischung aus hellem Weizenmehl und etwas Vollkorn sorgt für eine gute Kombi aus lockerer Krume und leicht kernigem Geschmack. Ihr könnt statt Weizen auch Dinkel verwenden oder den Vollkornanteil etwas erhöhen. Je mehr Vollkorn, desto kräftiger (und kompakter) werden die Müsli-Brötchen. Wer es fluffig wie bei Rosinenbrötchen will, nimmt nur helles Mehl.
- Quark ist die wichtigste Zutat für die Saftigkeit. Durch den hohen Feuchtigkeitsanteil bleiben die Müslibrötchen innen weich und trocknen nicht so schnell aus wie z.B. Milchbrötchen. Nehmt entweder Magerquark oder Skyr.
- Milch, Butter und Honig machen den Teig geschmeidig und geben eine ganz leichte Süße. Sie schmecken dadurch etwas runder und aromatischer, aber ohne gleich wie ein üppiger Hefezopf zu wirken.
- Müsli-Zutaten wie Haferflocken, Rosinen und Kerne sorgen für den typischen Charakter, leichte Süße, Biss und Struktur. Ihr könnt diese „Zugaben“ variieren. Nur fertiges gesüßtes Komplettmüsi oder Granola würde ich nicht empfehlen, da dort oft auch unpassende Zutaten wie Cornflakes und Pops enthalten sind.
Müsli-Brötchen backen: So einfach geht´s
Als erstes müsst ihr einen klassischen Hefeteig kneten, unter den nach einigen Minuten die Müslizutaten kommen. Der Teig sollte sein Volumen in der anschließenden einstündigen Gehzeit etwa verdoppeln. Das Formen funktioniert so, dass ihr den Müslibrötchen-Teig auf der Arbeitsfläche in Stücke teilt. Danach dürfen sie nochmal kurz gehen. Zuletzt kommt das kurze Backen auf einem normalen Backblech. Fertig sind die selbstgemachten Müslibrötchen!


Meine Gelingtipps für stressfreies Backen
- Die richtige Teig-Konsistenz für Müslibrötchen unterscheidet sich etwas von der für klassische Brötchen. Der Teig darf ruhig leicht klebrig sein – so werden die Müsli-Brötchen später schön saftig. Am besten nicht die gesamte Milch auf einmal zugeben, sondern nach und nach, da gerade Vollkorn unterschiedlich viel Flüssigkeit schluckt und es auch auf die Marke ankommt.
- Das Formen ist super einfach. Man drückt den Teig vorsichtig mit der Hand zu einem großen dicken Rechteck flach. Dieses teilt ihr dann mit einer Teigkarte (alternativ Messer) in Rechtecke oder Dreiecke. Die Stücke müssen nicht akkurat aussehen 🙂
- Für das Dekorieren mit Saaten und Kernen ist es wichtig, die Müslibrötchen vor dem Backen leicht mit Milch zu bepinseln und alles vorsichtig anzudrücken. So hält das Topping deutlich besser.
- Beim Backen gehe ich in 2 Stufen vor: Da die Müslibrötchen durch Honig und Kerne schnell bräunen, die Temperatur nach einigen Minuten reduzieren und sie bei Bedarf locker mit Backpapier abdecken. So werden sie außen nicht zu dunkel und innen trotzdem gut durchgebacken.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Müslibrötchen-Backen! Wenn ihr nach einer weicheren und ungesüßten Variante für Babys und Kinder sucht, kann ich euch auch die Knabberbrötchen empfehlen. Für Erwachsene sind die hier aber besser 🙂
Müslibrötchen
Zutaten
Für den Teig
- 280 Gramm Weizenmehl Type 405 oder 550
- 120 Gramm Weizenvollkornmehl oder Dinkelvollkorn
- 5 Gramm Trockenhefe oder 15g frische
- 220 Milliliter Milch lauwarm
- 100 Gramm Magerquark oder Skyr
- 35 Gramm Butter weich
- 40 Gramm Honig oder Zucker
- 6 Gramm Salz
Zum Unterheben
- 40 Gramm Haferflocken kernige
- 70 Gramm Rosinen Menge nach Geschmack
- 30 Gramm Sonnenblumenkerne oder andere Kerne
Zum Fertigstellen
- 1 Esslöffel Milch zum Bepinseln
- 15 Gramm Haferflocken zum Bestreuen
- 10 Gramm Sonnenblumenkerne
Zubereitung
- Als erstes die Rosinen in heißem Wasser einweichen. Für den Teig die beiden Mehlsorten in einer großen Rührschüssel mit der Hefe mischen.
- Zunächst 200 ml von der Milch zusammen mit Quark, Butter, Honig und Salz dazugeben. Alles ca. 5 Minuten verkneten. Je nach Mehl und Vollkornanteil kann der Teig unterschiedlich viel Flüssigkeit aufnehmen. Die restlichen ca. 20 ml Milch daher nach und nach zugeben. Der Teig sollte weich und leicht klebrig sein, aber nicht verlaufen.
- Die Rosinen sehr gut abtropfen lassen. Zusammen mit Haferflocken und Kernen kurz unter den Teig kneten. Achtet darauf, dass gerade die Rosinen möglichst gleichmäßig im Teig verteilt sind.
- Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.
- Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, dabei nicht mehr durchkneten. Vorsichtig mit der Hand zu einem etwa 2-3 cm dicken flachen Rechteck drücken.
- Mit einer Teigkarte oder einem scharfen Messer in ca. 10-12 Rechtecke oder Dreiecke schneiden. Die Teigstücke vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen, ohne sie nachzuformen.
- Die Brötchen leicht mit Milch bepinseln, mit Haferflocken und Kernen bestreuen und diese vorsichtig andrücken. Nochmals 15-20 Minuten gehen lassen.
- Den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Bei 200 Grad etwa 5 Minuten backen, dann auf 180 Grad reduzieren und weitere 12-15 Minuten backen. Falls die Brötchen außen schnell dunkel werden, einfach mit Backpapier abdecken. Sie sollten außen knusprig und innen saftig und locker sein.
Anmerkungen
- Varianten: Die Müslibrötchen lassen sich gut abwandeln, zum Beispiel ohne Rosinen, aber mit Cranberries, mit Sesam, gehackten Nüssen und Mandeln. Auch beim Mehl könnt ihr variieren, etwa komplett Dinkelmehl verwenden.
- Aufbewahrung & Haltbarkeit: Sie schmecken frisch bzw. am Folgetag am besten, lassen sich aber gut einfrieren. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur liegen lassen; sie bleiben innen schön saftig.
Noch mehr Tipps zu diesem Rezept
Damit euch dieser Hefeteig sicher gelingt, lest euch mein Grundrezept durch. Hier gibt es auch Antworten auf häufige Fragen wie: Kann man frische Hefe durch Trockenhefe ersetzen?, was ist der Unterschied zwischen frischer Hefe und Trockenhefe? und wann geht Hefeteig nicht auf? Hier geht's zum Hefeteig-Grundrezept
Hier findest du Tipps, wie und durch was du Zutaten ersetzen kannst.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate Links (was bedeutet das?).












