Poğaça gehören zu den beliebtesten türkischen Hefebrötchen und werden je nach Region und Bäckerei in vielen verschiedenen Varianten gebacken. Besonders beliebt sind gefüllte Poğaça mit Feta. Ich bin jedenfalls restlos begeistert – und hoffe, dass sie euch genauso gut schmecken wie uns ♥
Darum solltet ihr Poğaça mal probieren
- Sie sind herrlich weich, fluffig und bleiben – da die Poğaça mit Joghurt und Öl gemacht werden – schön saftig.
- Die cremige Füllung aus Feta und Petersilie passt perfekt zum fluffigen Teig, der ein bisschen an Brioche Burger Buns erinnert.
- Das Rezept gelingt mit normalen Zutaten aus jedem deutschen Supermarkt und schmeckt trotzdem fast wie aus einer türkischen Bäckerei.
- Die türkischen Brötchen sind ideal zum Frühstück, Brunch, Picknick oder als herzhafter Snack. Mit meinen Tipps zum Formen, Füllen und Backen gelingen sie euch bestimmt 🙂
Die typischen Zutaten
Neben normalen Hefeteig-Zutaten wie Weizenmehl, Hefe, Milch und Ei benötigt ihr folgende „Spezial“-Zutaten:
- Feta bzw. Schafskäse und Petersilie bilden die Füllung. Oder auch türkische Weißkäse (Beyaz Peynir), wenn ihr den findet. Wichtig ist, einen möglichst cremigen Käse zu verwenden. Sehr fettarme Sorten sind oft trocken und krümelig. Falls euer Feta sehr fest ist, könnt ihr aber auch 1-2 EL Frischkäse unter die Füllung mischen.
- Griechischer Joghurt und Öl machen den Poğaça-Teig fluffig, weich und saftig. Noch mehr als bei den deutschen Käsebrötchen. Ich empfehle griechischen Joghurt mit ca. 10% Fettanteil (alternativ Sahnejoghurt) und Raps- oder Olivenöl.
- Zucker und Salz gehören beide in den Teig. Obwohl Poğaça herzhaft sind, rundet der Zucker den Geschmack einfach super ab. Und hilft natürlich der Hefe beim Gehen.
Poğaça backen in 3 Schritten
- Der Hefeteig wird ganz normal geknetet und muss gehen. Anschließend teilt man ihn wie für Brötchen in gleich große Stücke teilen und formt diese zu Kugeln. Die Käsefüllung entsteht, indem ihr den Käse gut zerdrückt (aber nicht püriert).
- Zum Formen drückt man die Teigkugeln, gibt eine eher kleine Menge Feta-Petersilien-Füllung in die Mitte und klappt den Teig wieder drüber. Anschließend noch einmal rund formen und ein zweites Mal gehen lassen.
- Das Backen sollte nur so lange gehen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Für einen schönen Glanz bepinsele ich die Poğaça voher mit Eigelb-Milch-Mix. Drauf kommen wie bei türkischem Fladenbrot oder Börek Sesam oder Schwarzkümmel.
Meine Gelingtipps für euch
- Verschätzt euch nicht mit der Größe! Die Kugeln wirken zunächst ziemlich klein. Durch die zweite Gehzeit und das Backen gehen sie aber nochmal stark auf.
- Beim Poğaça-Formen mache ich eine Art „Wan-Tan-Säckchen“ bzw. Täschchen. Dafür den Teigrand rundherum nach oben ziehen und über der Füllung zusammendrücken. Anschließend die Kugeln mit der Naht nach unten noch einmal vorsichtig rundwirken. Je glatter die Oberfläche, desto schöner werden die fertigen Poğaça.
- Lasst sie nach dem Backen unter einem Küchentuch auskühlen. Dadurch bleibt bzw. wird auch die Kruste schön weich.
- Poğaça über Nacht sind eine tolle Variante für noch mehr Aroma. Für die Übernachtgare braucht ihr nur etwa 5 g frische Hefe statt 20g. Den Teig zunächst etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur anspringen lassen und anschließend 10-12 Stunden im Kühlschrank gehen lassen. Am nächsten Tag könnt ihr direkt wie im Rezept beschrieben weitermachen:
Poğaça
Zutaten
Für den Hefeteig
- 500 Gramm Weizenmehl
- 20 Gramm frische Hefe
- 180 Milliliter Milch lauwarm
- 120 Gramm griechischer Joghurt oder Sahnejoghurt
- 80 Gramm Öl Raps- oder Olivenöl
- 1 mittelgroßes Ei
- 18 Gramm Zucker
- 10 Gramm Salz
Für die Füllung
- 230 Gramm Feta
- 3 Esslöffel Petersilie
- Pfeffer
Zum Fertigstellen
- 1 mittelgroßes Eigelb
- 1 Teelöfel Milch
- Sesam
- Schwarzkümmel
Zubereitung
- 20 Gramm frische Hefe, 180 Milliliter Milch, 18 Gramm Zucker, 500 Gramm WeizenmehlDie Milch lauwarm erwärmen. Die Hefe darin auflösen und den Zucker einrühren. Das Mehl in eine große Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. Die Hefemilch hineingießen und etwa 5 Minuten stehen lassen.
- 120 Gramm griechischer Joghurt, 80 Gramm Öl, 1 mittelgroßes Ei, 10 Gramm SalzAnschließend Joghurt, Ei, Öl und Salz zugeben. Alles ca. 5-8 Minuten mit der Küchenmaschine verkneten. Der Teig sollte weich und geschmeidig sein, aber nicht extrem klebrig.
- Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort etwa 60-75 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen ungefähr verdoppelt hat.
- 230 Gramm Feta, 3 Esslöffel Petersilie, PfefferFür die Füllung den Feta mit einer Gabel oder den Fingern zerdrücken. Mit der Petersilie und etwas Pfeffer vermischen.
- Zum Formen den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche oder eine Silikonmatte geben und halbieren. Beide Hälften jeweils zu einer dicken Rolle formen und jede Rolle in insgesamt ca. 8 gleich große Stücke teilen.
- Die Teigstücke zu glatten Kugeln rundwirken und anschließend mit einem Küchentuch abdecken. Etwa 10 Minuten ruhen lassen.
- Nun jede Kugel mit den Fingern zu einem kleinen Kreis flach drücken (ähnlich wie eine Mini-Pizza). Etwa 1 gehäuften EL Füllung in die Mitte setzen. Den Teigrand rundherum wie bei einem Säckchen nach oben ziehen und die Füllung vollständig einschließen. Die Naht sorgfältig zusammendrücken.
- Anschließend die Kugel mit der Naht nach unten legen und noch einmal vorsichtig unter der hohlen Hand rundwirken, bis eine schöne glatte Oberfläche entsteht. Mit etwas Abstand auf zwei mit Backpapier belegte Bleche setzen.
- Die Poğaça locker mit einem Küchentuch oder leicht geölter Frischhaltefolie abdecken. Noch einmal etwa 30 Minuten gehen lassen.
- 1 mittelgroßes Eigelb, 1 Teelöfel Milch, Sesam, SchwarzkümmelEigelb mit Milch verquirlen. Die Poğaça vorsichtig damit bepinseln und anschließend mit Sesam bzw. Schwarzkümmel bestreuen.
- Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Poğaça etwa 15-18 Minuten backen, bis sie goldgelb sind. Die heißen Poğaça direkt nach dem Backen locker mit einem Küchentuch abdecken. Dadurch bleibt die Oberfläche schön weich.
Anmerkungen
- Für die Übernachtgare nur ca. 5g frische Hefe verwenden. Den Teig zunächst etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur anspringen lassen und anschließend 10-12 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.
- Haltbarkeit: Die Poğaça schmecken lauwarm bzw. am Backtag besonders gut, sind aber dank des üppigen Teigs auch am nächsten Tag noch wunderbar weich.
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