Dieser verführerische Butterkekskuchen mit Beeren hat richtig viel zu bieten: Er ist der perfekte Sommerkuchen für Gartenfeste und Co – und kommt bei Kindern wie Erwachsenen immer gut an. Vor allem aber sieht der Himbeer-Butterkeks-Kuchen nicht nur toll aus, sondern schmeckt auch so: sahnig, fruchtig, genial!
Kennt ihr den Klassiker noch nicht? Dann stellt euch einen Kuchen mit Butterkeksen aus saftigem Rührteig vor, auf den eine Schicht von Sommerbeeren wie Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren folgt, gekrönt von nur leicht gesüßter Schlagsahne und eben Keksen. Weil der Butterkekskuchen mit Pudding am besten über Nacht Zeit bekommt, um schön durchziehen, ist er besonders cremig und saftig. Die Kekse selbst sind dann natürlich auch nicht mehr knusprig, sondern weich, was für mich persönlich aber eher Vor- als Nachteil ist. Weiterer Pluspunkt: Sollte etwas übrig bleiben (ist zugegebenermaßen eher unwahrscheinlich), schmeckt der Butterkekskuchen vom Blech auch am nächsten Tag noch richtig gut.




Es gibt sehr unterschiedliche ähnliche Rezepte, die alle etwas für sich haben; etwa den Zitronen-Butterkeks-Kuchen oder den beschwipsten LPG Kuchen mit Buttercreme. Am bekanntesten dürfte der von mir gezeigte Himbeer-Butterkeks-Kuchen sein. Ich nehme für den Blechkuchen wegen der intensiven Farbe ausnahmsweise Tiefkühlfrüchte. Eigentlich handelt es sich nämlich um einen Butterkekskuchen mit Pudding, genauer gesagt Fruchtpudding. Und der ist knallig-rot einfach hübscher, siehe Feuerwehrkuchen mit Kirschen.
Varianten für den Himbeer-Butterkekskuchen
Wer für den Butterkeks-Kuchen frische Beeren verwenden möchte, sollte die Masse mit etwas dunkelrotem Saft nachfärben. So oder so ist das Ergebnis ein Hingucker – für Kindergartenfeste, Geburtstagspartys und andere schöne Anlässe. Habt ihr das Rezept nachgebacken? Dann lasst mir gerne euer Feedback da! Und testet auch mal meine himmlische Himbeertarte, die Himbeercheesecakes im Glas oder das Rote Grütze Rezept, das ebenfalls mit Tiefkühlbeeren funktioniert.
Butterkekskuchen mit Beeren
Zutaten
Für den Teig
- 250 Gramm Butter weich
- 210 Gramm Zucker
- 4 mittelgroße Eier
- 350 Gramm Weizenmehl
- 2 Teelöffel Backpulver
- 4 Esslöffel Milch grobe Angabe
Für die Beerenfüllung und Creme
- 750 Gramm Himbeeren siehe Tipps
- 2 Päckchen Vanille-Puddingpulver je ca. 40g
- 450 Milliliter Wasser bzw. teils roter Fruchtsaft
- 2 Esslöffel Zucker
- 3 Becher Sahne je 200g
- 3 Päckchen Sahnesteif
- 2 Päckchen Vanillezucker
- 25 Stück Butterkekse grobe Angabe
Zubereitung
- Ofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Einen Backrahmen auf ein mit Backpapier belegtes Blech stellen (alternativ tiefes Blech / Fettpfanne verwenden, ca. 30*40 cm bis max. 40*40 cm Innenmaß). Tiefkühlfrüchte auftauen lassen und Saft auffangen.
- Weiche Butter mit Zucker schaumig schlagen. Die Eier nach und nach einzeln unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und im Wechsel mit der Milch unter die feuchten Zutaten mischen. So viel Milch verwenden, bis der Teig schwer reißend vom Löffel fällt.
- Rührteig auf das Blech streichen. Kuchen etwa 20 bis 24 Minuten backen. Abkühlen lassen.
- Aufgefangenen Beerensaft mit Wasser auf 450 ml auffüllen. Für die Beeren-Pudding-Füllung rund drei Viertel der Flüssigkeit aufkochen. Das Puddingpulver mit dem Zucker unter die noch übrige Flüssigkeit rühren und in die aufgekochte Flüssigkeit geben, sodass ein recht fester „Pudding“ entsteht. Leicht abkühlen lassen, dabei die Beeren unterrühren. Wer die Füllung nicht stückig mag, kann sie kurz mit dem Stabmixer pürieren.
- Die Beerenmasse auf dem Kuchenboden verteilen. Die Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen und auf die Beerencreme streichen. Den Kuchen gut abgedeckt einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, am besten über Nacht. Butterkekse – nach Belieben vor oder nach der Kühlzeit – nebeneinander auf die Sahne legen.
Anmerkungen
- Für eine besonders schöne Farbe sollte man Tiefkühlfrüchte verwenden. Entweder nur Himbeeren oder gemischt mit Waldbeeren, Erdbeeren etc

72 Kommentare
Hmmm… das sieht ganz lecker aus und ist auch mal was anderes! Danke für das Rezept – und vor allem das Vortesten 😉 Werde es heute Nachmittag auch ausprobieren, damit der Kuchen für den Grill-Nachmittag morgen gut durchgezogen ist.
Hallo Kathrin :))
Der sieht wirklich so toll aus!! Ich backe den Kuchen gerade und frage mich nur ob ich wirklich das richtige puddingpulver verwendet habe?! Ist es das „normale“, was man eigentlich mit Milch aufkocht!?! Ich habe es gerade fertig gemacht und mit den Erdbeeren verrührt und nun ist so ein gelbliches Gelee um die Erdbeeren herum 😉 gehört das so?
Glg :))
Liebe Nele,
ohwei, das sollte eigentlich eher nicht sein. Wie du auf den Bildern siehst, ist die Fruchtmasse bei mir schon etwas trüb und natürlich geleeartig, aber nicht gelblich. Das Puddingpulver stimmt schon. Vielleicht liegt es daran, dass ich eine eher dunkle Beerenmischung nehme, die dann auch stärker färbt – und du vielleicht nur Erdbeeren? Ich hoffe, der Kuchen schmeckt trotzdem 🙂 Das nächste Mal würde ich dir raten, ebenfalls einen Beerenmix so nehmen und/oder die Masse mit etwas dunklem Saft statt Wasser zu färben.
Viele Grüße, Kathrin
Heyy Kathrin, danke für deine schnelle Antwort. Ich denke, genau das wird der Grund gewesen sein. Ich hatte ja auch gar kein Obstsaft (wegen der frischen Erdbeeren). Die gefrorenen Früchte färben sicherlich viel mehr… allerdings finde ich es gerade mit frischen Erdbeeren besonders lecker 😉 Ich habe einfach ein bisschen „Gelee“ wieder abgemacht und dann ja die Creme drüber und dann hat man es auch gar nicht mehr gesehen, dass es gelb war 😉 Insgesamt ist der Kuchen sehr gut angekommen, ist ja sowieso schon mal eine Augenweide… Mir hat er auch sehr gut gefallen. Ganz köstlich – super Kombi. Ich habe ein bisschen Sahne durch Frischkäse + Zucker ersetzt, weil ich das immer noch bisschen leckerer finde als nur Sahne 🙂
Ganz liebe Grüße von Nele
Liebe Nele, super gelöst :-). Und es freut mich wirklich, dass der Kuchen so toll ankam!
Bis bald, Kathrin
Yummy, der Kuchen sieht super lecker aus. Ich komme bald meine Mutter in Deutschland besuchen, dann werde ich Ihn backen. Könnte man den Kuchen auch ohne Sahnesteif backen?
Hallo Gerlinde,
schwer zu sagen – ich mache ihn immer mit Sahnesteif, einfach weil die Sahne dann besser hält. Ich denke aber, wenn man den Kuchen recht bald nach dem Zubereiten isst, dürfte es auch ohne Sahnesteif gehen. Lasst ihn euch schmecken 🙂
Oha! Na, der sieht ja wirklich sommerlich aus! Davon hätte ich jetzt gerne ein Stück. Nur frage ich mich: lässt er sich gut essen oder gibt es eine Riesen-Schweinerei auf dem Teller (was auch nicht weiter schlimm wäre), wenn man versucht, mit der Gabel den Keks zu durchstechen? Ich könnte mir vorstellen, dass dann die Füllungen an den Seiten herausquillt… Wobei… wenn man ihn, wie du schreibst, eine Nacht durchziehen lässt, geht es wahrscheinlich.
Und der DDR-Kuchen, von dem du schreibst, klingt ja auch lecker. Gibt es davon auch ein Rezept? 🙂
♥︎sabrina
Liebe Sabrina, nein, das gibt gar keine Sauerei, da der Keks nach dem Durchziehen ja eher weich ist – die Gabel gleitet sozusagen ganz sanft durch den Kuchen 😉
P.S.: Wenn ich den LPG-Kuchen mal wieder mache, gibts dazu natürlich auch nen Post.
Ich kenne den mit Stachelbeeren, aber mit roten Beeren sieht er viel schöner aus 🙂 https://slowcooker.de/2009/nicht-schon-aber-lecker-stachelbeerkuchen-vom-blech/
Ich liebe diesen Kuchen. Hab das Rezept dafür, vor vielen Jahren mal in ner Frauenzeitschrift entdeckt, ausprobiert und sehr viel Lob geerntet.
Vor Allem von meinen Geschmacksnerven 🙂
Allerdings mache ich den Kuchen komplett mit Butterkeksen und ohne Rührteig. Geht superfix und er lässt sich prima vorbereiten für Gäste am nächsten Tag. Der MUSS nämlich ordentlich ziehen- am Besten über Nacht.
Allerliebste Gruesse und einen sonnigen Tag,
Frl. Wunderstolz
Das klingt interessant. Ich versteh´s nur noch nicht so ganz: Heißt das, du legst sowohl auf den Boden als auch als „Deckel“ Butterkekse in die Form, d.h. der Kuchen ist eher eine Art Tiramisu von der Konsistenz her? Viele Grüße 🙂
Das sieht wirklich verführerisch gut aus!
Liebe Grüße
Sarah
Mmh, der klingt ja wunderbar! Tatsächlich ähnelt er dem Zitronencreme-Butterkeks-Kuchen, den meine Mutter im Sommer öften backt. Mit den Beeren schmeckt er bestimmt noch frischer.