angeschnittener Stracciatella-Kuchen mit Schokoguss
  • 1h15min
  • 5,0 (1)

Saftiger Stracciatella-Kuchen aus der Kastenform

Feiner Rührkuchen mit Zartbitter-Schokostückchen und viel Vanille, der an die beliebte Eissorte erinnert

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 16.08.2026

Dieser Stracciatella-Kuchen ist herrlich saftig, wunderbar vanillig und steckt voller Schokoladenstückchen. Ein Rührkuchen, der fast schmeckt wie das beliebte namensgebende Stracciatella-Eis – nur eben diesmal als Kuchen.

Darum werdet ihr den Stracciatellakuchen lieben

  • Ihr bekommt viel Schokolade in jedem Bissen: 150 Gramm stecken im Teig, und zwar in großen und kleinen Stücken, neben normaler Zartbitter auch in Form von Schokostreuseln.
  • Passt zu fast jedem Anlass: Der Stracciatella-Kuchen kommt zum Sonntagskaffee genauso gut an wie auf einer Feier oder einfach so unter der Woche; ein Liebling für die ganze Familie!
  • Da der Stracciatella-Kuchen aus Rührteig besteht, ist das Rezept unkompliziert, schnell und gelingsicher. Die Vorbereitung dauert maximal 25 Minuten. Dafür hält sich der Kuchen umso länger frisch.
  • Viel besser als der gekaufte: Den fertigen Stracciatella-Kuchen aus dem Supermarkt kennt fast jeder – ich finde ich einfach nur übersüß und künstlich, von echter Vanille und guter Schokolade ist zudem wenig zu merken.

Die wichtigsten Zutaten

Neben klassischen Rührteig-Zutaten wie Butter, Mehl, Zucker und Eiern kommt es vor allem auf folgende drei an, damit es nicht nur ein simpler Kuchen mit Schokostückchen wird, sondern ein Stracciatella-Rührkuchen:

  • Zartbitterschokolade ist die wichtigste Zutat; daher nehmt eine, die euch auch pur schmeckt (nur keine Vollmilch). Beim Kakaoanteil könnt ihr entspannt bleiben: ob 50, 60 oder 70 Prozent, ist Geschmackssache. Bitte keine fertigen Schokoraspel verwenden, da diese komplett verlaufen!
  • Dazu kommen gekaufte Schokostreusel. Wer lieber einen reinen Kuchen mit Schokostreuseln möchte, ist bei meinem Ameisenkuchen vom Blech richtig. Diesmal soll aber gehackte Schokolade die Hauptrolle spielen, denn die besteht anders als Schokostreusel nicht in erster Linie aus Zucker.
  • Bei der Vanillepaste nehme ich bewusst reichlich, denn sie ist die Zutat, die aus einem Kuchen mit Schokostückchen einen Stracciatella-Kuchen macht. Außerdem seht ihr die feinen Vanillepünktchen später im hellen Teig. Von flüssigem Vanilleextrakt rate ich ab: Es ist deutlich dunkler und sehr flüssig und verfärbt den Teig. Falls ihr keine Paste zur Hand habt, nehmt lieber das Mark von zwei Vanilleschoten.

Meine Geling-Tipps für den Stracciatella-Kuchen

  • Hackt die Schokolade mit einem großen, scharfen Messer. Nicht mit dem Mixer und auf keinen Fall raspeln. Ihr wollt große und kleine Stücke nebeneinander. Zu feine Brösel verschwinden einfach im Teig oder verschmieren. Ggf. beim Hacken entstehende Brösel könnt ihr aber mit im Guss schmelzen 😉
  • Der Teig darf ruhig fest wirken. Die 100 ml Milch sind ein Richtwert, entscheidend ist die Konsistenz. In einem sehr flüssigen Teig sinkt die Schokolade nach unten (was mir noch nie passiert ist, da mein Teig zäh genug ist).
  • Dass die Schokolade etwas verläuft, ist normal. Bei Eis bleiben die Splitter „scharfkantig“, weil alles kalt ist – im warmen Teig geht das nicht. Ich war beim ersten Anschnitt trotzdem enttäuscht, bis ich verglichen habe: Bei anderen Rezepten verläuft sie nochmal deutlich stärker.
  • Nehmt die Glasur, die für euch passt. Fertige Kuchenglasur z.B. in Edelbitter ist am einfachsten zu verarbeiten. Kuvertüre mit etwas Kokosfett schmeckt etwas besser, kann aber Schlieren bekommen. Wenn es knapp wird, mischt einfach beides – so ist der Kuchen auf den Fotos entstanden 😉
Stracciatella-Kuchen aus der Kastenform mit Schokoguss

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken meines einfachen saftigen Stracciatellakuchens 🙂 . Und wenn ihr noch ein bisschen in der italienischen Rezeptwelt bleiben wollt, empfehle ich euch z.B. den Ricottakuchen oder Ricciarelli und – wenn es lieber kalt sein soll – klassisches Tiramisu oder eben das Stracciatella-Eis, von dem dieser Kuchen seinen Namen hat.

Stracciatella-Kuchen

Ein saftiger Rührkuchen aus der Kastenform mit grob gehackter Zartbitterschokolade und viel Vanille – schmeckt wie Stracciatella-Eis als Kuchen.
Kathrin Runge Rezept von Kathrin Runge
Vorbereitung25 Minuten
Backzeit50 Minuten

Zutaten

1
gr. Kastenform

Für den Teig

Für die Glasur

  • 200 Gramm Schokoguss siehe Tipps

Zubereitung

  • Eine große Kastenform (28–30 cm) einfetten und mit Mehl bestäuben. Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Die Schokolade mit einem großen, scharfen Messer grob hacken. Es können unterschiedlich große Stückchen sein, aber nicht zu feine bzw. nicht raspeln, damit möglichst wenig Brösel entstehen.
  • Die weiche Butter mit Zucker, Vanillepaste und Salz 4-5 Minuten hell und cremig aufschlagen.
  • Die Eier einzeln zugeben und jedes etwa 30 Sekunden unterrühren.
  • Mehl und Backpulver mischen. Die Mehlmischung und die Milch im Wechsel kurz unterrühren – nur so lange, bis ein glatter Teig entstanden ist. Der Teig soll eher fest sein und nicht flüssig, sonst sinkt die Schokolade beim Backen nach unten. Wirkt er zu fest, esslöffelweise mehr Milch zugeben.
  • Gehackte Schokolade und Schokostreusel mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben.
  • Den Teig in die Form füllen und glattstreichen. Kuchen ca. 45-50 Minuten backen. Nach etwa 30 Minuten mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Zum Schluss Stäbchenprobe machen; die genaue Zeit hängt vom Ofen ab.
  • Kuchen 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann vorsichtig stürzen und vollständig auskühlen lassen.
  • Die Glasur schmelzen: Kuchenglasur nach Packungsanweisung, Kuvertüre zusammen mit dem Kokosfett über dem Wasserbad. Über den vollständig ausgekühlten Kuchen gießen.

Anmerkungen

  • Milchmenge: Die 100 ml sind ein Richtwert. Entscheidend ist die Konsistenz – ein eher fester Teig hält die Schokoladenstücke gleichmäßig verteilt.
  • Schokolade: Wichtig ist nur, dass es Zartbitterschokolade ist und dass insgesamt 150 g in den Teig kommen. Ob 50, 60 oder 70 % Kakao, und ob als 100 g gehackt plus 50 g Streusel oder komplett gehackt, ist Geschmackssache. 
  • Glasur: Ihr braucht 150-200g. Fertige Kuchenglasur (Zartbitter oder Edelbitter) ist die einfachste Variante, glänzt und lässt sich gut schneiden. Kuvertüre mit 1 EL Kokosfett oder -öl glänzt ebenfalls, schmeckt weniger süß, kann aber Schlieren bekommen.
  • Aufbewahrung: Gut verpackt und eher kühl hält der Kuchen 2-3 Tage saftig. Einfrieren funktioniert sehr gut, im Ganzen oder in Scheiben.

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