Dieser Buttermilchkuchen ohne Sahne und Zucker ist köstlich: einfach zu backen, saftig, fruchtig, flaumig, und noch dazu recht gesund. Klar, es klingt erst einmal ziemlich seltsam, Butter im Kuchen durch Buttermilch zu ersetzen. Rund 3 Prozent Fettgehalt anstelle von 80 Prozent Fett? Aber: Funktioniert 😉 !
Klar, natürlich kann diesen zuckerfreien Buttermilchkuchen mit Kokos ohne Sahne nicht ganz mit dem klassischen üppigen Buttermilch-Kokos-Kuchen vom Blech vergleichen. In meinem Test zu Butter-Ersatz beim Backen habe ich die „schlankere“ Variante u.a. mit einem fettarmen Zebrakuchen verglichen. Im konkreten Vergleich – das heißt geschmeckt ;-), ist das Ergebnis zwar eine ganz andere Art von Gebäck, aber durchaus lecker. Damit der fettarme Buttermilchkuchen ohne Sahne besonders gut wird, sollte man ihn mit Obst aufpeppen. Frische Kirschen sind super. Stattdessen passen aber auch Kirschen aus dem Glas oder ganz anderes Obst, zum Beispiel Mandarinen oder Pflaumen.
Ich verfeinere den Buttermilchkuchen ohne Sahne gerne mit etwas Zitronenschale, die gut mit der leicht säuerlichen Buttermilch harmoniert. Das Zitronenaroma kann man natürlich auch weglassen. Damit es ein saftiger Buttermilchkuchen ohne Zucker wird, kommt Erythrit oder Xylit zum Einsatz. Übrigens: Der Teig für den Buttermilch-Kuchen ohne Sahne ist vergleichsweise flüssig, was euch aber nicht irritieren sollte.
Übrigens: In meiner Rubrik „fettarme Backrezepte“ findet ihr viele weitere kalorienärmere Alterativen zu Klassikern, angefangen von gesunden Waffeln über zuckerfreie Zimtschnecken bis hin zu gesunden Müslicookies. Und wenn ihr generell auf Buttermilch steht, backt doch mal Scones, Muffins oder Buttermilch-Zitronen-Torte. Alles soo lecker!
Buttermilchkuchen ohne Sahne
Zutaten
Für den Teig
- 200 Milliliter Buttermilch
- 2 große Eier
- 120 Gramm Erythrit oder Xylit bzw. Zucker
- 200 Gramm Weizenmehl
- ½ Päckchen Backpulver
- 1 Teelöffel abgeriebene Zitronenschale
Für den Belag
- 1 kl. Glas Kirschen oder Aprikosen, Mandarinen o.ä.
- 60 Gramm Kokosraspel
- 40 Gramm Erythrit oder Xylit bzw. Zucker
Zubereitung
- Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen; eine kleine Springform (ca. 20-22 cm) fetten und mit etwas Mehl bestäuben. Buttermilch, Eier und Erythrit mit den Rührbesen verquirlen. Mehl, Backpulver und Zitronenschale zugeben und kurz unterrühren.
- Den Teig in die Form füllen. Das Obst waschen bzw. abtropfen lassen. Erythrit mit Kokosraspeln mischen. Früchte auf dem Teig verteilen und alles mit dem Kokos-Zucker-Mix bestreuen.
- Den Kuchen etwa 30 Minuten backen, bis er goldgelb ist. Wer mag, kann den noch heißen Kuchen sofort mit 150 ml flüssiger Sahne übergießen. Dann wird er noch saftiger.
42 Kommentare
Liebe Kathrin,
Ich liebe Buttermilchkuchen mit Kokos, aber ich lasse auch immer lieber die Sahne weg. Nun denke ich mir, dass der Kuchen ohne die Sahne jedoch vielleicht trockener wird bzw. die Kokosflocken nicht so gut halten? Daher meine Frage, was du denkst, ob man anstatt Sahne über den warmen Kuchen zu gießen, auch Milch verwenden könnte? Dann natürlich entsprechend weniger, da Milch i.d.R. flüssiger als Sahne ist.
Danke und viele Grüße
Jessica
Hallo Jessica, probiere es doch einfach mal aus! Aber ich würde deutlich weniger nehmen, maximal 100 ml. Ohne den „Guss“ wird der Kuchen natürlich schneller trocken, aber am Tag des Backens merkt man nichts davon.
Wenn du es frisch und sommerlich magst, könntest du den Kuchen auch mit etwas frisch gepresstem Zitronensaft anstatt Sahne oder Milch beträufeln/tränken, das mach ich auch oft!
Aber er wird durch das Obst an sich schon sehr schön saftig, dass das Tränken mit Flüssigkeit, meiner Meinung nach, gar nicht nötig ist!
Hallo liebe Kathrin,
ich würde diesen Kuchen auch sehr gerne nach backen,
bin mir nur nicht sicher ob er nach 2 Tagen immer noch gut ist.
Brauche ihn erst Donnerstag.
Wird er sehr matschig durch die Kirschen oder kann man ihn locker (aus Zeitmangel :-)) vorbacken.
Würde mich über einen Erfahrungsbericht sehr freuen.
Danke im voraus
Hallo Monja,
mit der Lagerung habe ich leider keine Erfahrungen. Dass der Kuchen matschig wird, denke ich eher nicht; im Gegenteil, vielleicht wird er trocken, da er ja so fettarm ist – aber das sind nur Vermutungen-
Viele Grüße, Kathrin
Der Kuchen ist sehr lecker! Ich hab ihn mit Aprikosen aus dem Glas gebacken und etwas weniger Zucker und auch weniger von Zucker-Kokos-Mischung genommen. Die eingelegten Aprikosen sind sehr süß.
Das ist jetzt das vierte Rezept von der Glücksbäckerei, das nachgebacken habe und ich bin begeistert. Die Rezepte sind gut erklärt und übersichtlich. Außerdem ist eure Seite sehr schön: aufgeräumt und ästhetisch. Zudem bin ich von der Banbreite — klassische Rezepte, Low Carb, ohne Zucker etc. — echt beeindruckt. Euer Blog ist toll, Weiter so!
Liebe Ulrike,
herzlichen Dank für dein schönes Lob, wir haben uns riesig gefreut – besonders natürlich, dass dir das „Konzept“ des Blogs so gut gefällt und dir die Rezepte schmecken.
Viele Grüße, Kathrin
Ich habe den Kuchen letztes Wochenende ausprobiert und er ist wirklich fantastisch geworden! Schön locker und saftig durch die Kirschen, auch die Schicht aus Kokos und Zucker ist wunderbar karamellisiert. Danke für das tolle Rezept 🙂
Sooo und auch dieser Kuchen wird für Sonntag gebacken und getestet 🙂 Danke danke danke für die Inspiration!
Wenn man anstatt Backpulver Natron verwendet beim Einsatz von Buttermilch, wird der Teig total fluffig und man kann auf den Sahneguß verzichten. Der Kuchen ist mir noch nie sitzen geblieben. Nur so als nächsten Vorschlag für ein Experiment…. 😉
Wow das sieht lecker aus und hört so fantastisch an. Ich muss den glaub ich demnächst auch mal ausprobieren 😉
lg Kevin
Der Kuchen sieht sehr fein aus. Backen ohne fett geht tatsächlich sehr gut. Mir ist es vor kurzem nämlich ausversehen passiert und ich habe erst 2 Tage später gemerkt das ich das extra gekaufte Öl gar nicht verwendet hatte…Der Kuchen war so lecker, uns ist das gar nicht aufgefallen=)
Liebe Grüsse,
Krisi
Liebe Krisi,
jaja, aus eigentlichen Fehlern bzw. Missgeschicken entsteht manchmal was richtig tolles, finde ich immer wieder spannend 🙂
Viele Grüße, Kathrin