Shortbread Fingers Rezept
  • 25min
  • 4,8 (142)

Schottisches Shortbread

Einfaches schottisches Mürbteiggebäck, das aus einer Art Sandmasse besteht und klassisch in längliche Streifen ("Shortbread Fingers") geschnitten wird.

Kathrin Runge

Rezept von Kathrin Runge

vom 06.03.2022, zuerst veröffentlicht 2016

Shortbread ist ein wunderbar mürbes, buttriges und knuspriges Gebäck. Wer einmal in Schottland war, hat das traditionelle Teegebäck mit Sicherheit irgendwann zum Tee gegessen. Eigentlich hat ein gutes Shortbread-Rezept also die besten Voraussetzungen, zu einem Lieblingsbackrezept zu werden.

Aber es gibt Lebensmittel, mit denen man negative Gefühle assoziiert. Wahrscheinlich kennt jeder solche Dinge, die er schon seit langem meidet, vielleicht sogar schon seit der Kindheit. Bei mir sind es unter anderem saure Gurken – und lange Zeit gehörte auch Shortbread in diese Kategorie. Ich hatte jahr(zehnte)lang im Kopf, dass es staubtrockene, langweilig schmeckende Kekse sind, die eine Verwandte regelmäßig aus Schottland mitgebracht hatte. Ich habe seitdem Shortbread weder gegessen oder gar gebacken. Dementsprechend war ich auch nicht gerade begeistert, als sich mein Mann von mir genau diese Sorte Keks gewünscht hat. Aber was tut man nicht alles für den Liebsten 😉 Und so habe ich mich also an die richtige Konsistenz und den richtigen Geschmack gemacht. Herausgekommen ist ein blitzschnelles und extrem einfaches Rezept für Shortbread Fingers, das selbst mich absolut überzeugt hat!

So wird es ein Shortbread-Originalrezept

Für dieses schottische Shortbread Rezept braucht man nur weiche Butter, Zucker, Mehl, Salz und Grieß. Ich habe das Shortbread bisher sowohl mit Weizen- als auch mit Dinkelgrieß gebacken. Das A und O, die Raffinesse, sind Grieß und Salz – ohne wird es nur ein ganz normaler, einfacher Mürbteigskeks. Wer mag, kann den Shortbread Fingers zusätzlich Zitronen- oder Orangenschale hinzufügen, kleingehackte Trockenfrüchte, kandierten Ingwer, Kakaopulver, Mohn oder Zimt.

In Schottland isst man Shortbread besonders gern zur Tea-Time. Das Rezept eignet sich wie die Puddingplätzchen oder der auf einem ähnlichen Teig basierende Lemon Curd Kuchen bestens für Anfänger oder wenn man mal nur wenig Zeit hat, in der Küche zu stehen. Uns schmeckt es einen Tag später besonders gut – dann hat es die perfekte Konsistenz. Achja, das Millionaires Shortbread mit Schokolade und Karamell ist ebenfalls genial 🙂

Übrigens: Dieses Rezept ist für Jan und mich ein ganz besonderes Rezept – denn es war das Allererste, was Jan und ich im Herbst 2012 auf backenmachtgluecklich.de veröffentlicht haben. Inzwischen X-mal überarbeitet, neu geshootet, aber voller Erinnerung für uns an diese aufregende Zeit.

Shortbread

Einfaches schottisches Mürbteiggebäck, das aus einer Art Sandmasse besteht und klassisch in längliche Streifen („Shortbread Fingers“) geschnitten wird.
Kathrin RungeRezept von Kathrin Runge
Backzeit25 Minuten
Gesamt25 Minuten

Zutaten

1
kl. Backform
  • 250 Gramm Butter weich
  • 125 Gramm Zucker
  • 250 Gramm Weizenmehl
  • 125 Gramm Grieß Weizen oder Dinkel möglich
  • ½ Teelöffel Salz

Zubereitung

  • Backofen auf 150 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine kleine längliche (ca. 20-25 cm) oder quadratische Form mit Backpapier auslegen oder einfetten und mit Mehl bestäuben.
  • Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Mehl, Grieß und Salz dazugeben und rühren, bis eine streuselartige Masse entsteht. Den Teig mit den Händen zusammenkneten.
  • Den Sandteig in die Backform drücken, an der Oberfläche mehrmals mit der Gabel einstechen und in den Ofen stellen.
  • Etwa 25 bis 30 Minuten backen, bis das Shortbread goldgelb ist. Aus dem Ofen nehmen und – solange es noch heiß ist – mit etwas Zucker bestreuen. Abkühlen lassen und in fingerbreite Streifen schneiden.
Shortbread ist ein wunderbar mürbes, buttriges und knuspriges Gebäck. Shortbread wird klassisch in längliche Streifen ("Shortbread Fingers") geschnitten. Wer einmal in Schottland war, hat das traditionelle Teegebäck Shortbread mit Sicherheit irgendwann zum Tee gegessen.Shortbread ist ein wunderbar mürbes, buttriges und knuspriges Gebäck. Shortbread wird klassisch in längliche Streifen ("Shortbread Fingers") geschnitten. Wer einmal in Schottland war, hat das traditionelle Teegebäck Shortbread mit Sicherheit irgendwann zum Tee gegessen.Shortbread ist ein wunderbar mürbes, buttriges und knuspriges Gebäck. Shortbread wird klassisch in längliche Streifen ("Shortbread Fingers") geschnitten. Wer einmal in Schottland war, hat das traditionelle Teegebäck Shortbread mit Sicherheit irgendwann zum Tee gegessen.
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Kathrin Runge

Hallo, ich bin Kathrin!

Ich bin Gründerin von „Backen macht glücklich“, Backbuchautorin, Journalistin und seit meiner Kindheit leidenschaftliche Bäckerin. Was mich glücklich macht? Neue Rezepte zu entwickeln, sie auszuprobieren, zu fotografieren und mit euch zu teilen.

Seit 2012 findet ihr hier alles rund ums Backen – von schnellen Muffins bis zur festlichen Torte.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken. Schön, dass du das bist!

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52 Kommentare

  1. Hi Kathrin,
    Ich hab das Rezept gerade nachgebacken. Aber nach 25 min Ober- und Unterhitze 150 Grad sind die leider immer noch ziemlich weich. Stimmen die Backangaben, oder liegt es an meinem Ofen?
    Beste Grüße, Luise

    1. Hallo Luise, die Angaben stimmen eigentlich, aber grundsätzlich ist jeder Ofen immer anders. Ich schreibe schon 25-30 Minuten, es kann aber natürlich trotzdem sein, dass es bei dir sogar noch etwas länger ist. Sie härten aber auch beim abkühlen nach.

  2. Hat super geklappt obwohl ich wegen meiner Unverträglichkeiten den normalen Zucker gegen Kokosblütenzucker und die Butter gegen Eleplant Margarine ausgetauscht habe. Noch heiß mit einer Mischung aus Zucker und Kalao bestreut, dann abkühlen lassen. Als ich das Blech von draußen reinholte ( 4 Grad) war der Teig etwas zu kühl und brach beim Schneiden. Bei Zimmertemperatur funktionierte es dann prima. Sehr sehr lecker, aber auch echt reichhaltig…. 😅

    1. Hallo Birgit, danke für deine Rückmeldung, freut mich, dass das Rezept trotz der Änderungen gut geklappt hat!

  3. Unglaublich lecker! Habe heute das Rezept genauso nachgebacken, hat super funktioniert. Das einzige, was fehlt, ist der Hinweis auf Suchtgefahr 😜 Habe noch NIE besseres Shortbread gegessen. Vielen Dank für das Rezept und glG

    1. Danke für dein tolles Feedback 🙂

  4. Dieses Shortbread ist großartig!!!! Ganz herzlichen Dank für diese Köstlichkeit, die uns die Tea Time versüßt.

    1. Danke für dein Lob, freut mich sehr 🙂

  5. Wieviel Stücke kommen etwa raus bei dieser mengenangabe?

    1. Das kann ich dir ehrlich gesagt gar nicht sagen, da es sehr auf die Größe der Form ankommt und wie groß du die einzelnen Stücke schneidest. Gaaaanz grob 20 Stück?

  6. Was soll ich sagen, ich hätte nicht gedacht das es etwas wird! Der Teig war nämlich sehr sehr flüssig. Weit entfernt von krümelig. Wahrscheinlich weil ich kein normales Mehl mehr hatte und stattdessen Spätzlesmehl verwendet habe. Egal, ab in den Ofen damit. Backzeit hatte ich 35 min. Dann raus und ganz feinen Zucker drüber. Die Form stand dann die ganze Nacht draußen zum abkühlen. Morgens ließ sich der Teig in schöne gerade Finger schneiden. Nichts ist auseinander gebrochen. Phantastisch. Geschmacklich der absolute Überflieger. Das Rezept ist mega … als nächstes werde ich die Variante aus den Kommentaren mit den Tongabohnen ausprobieren … Danke für dieses himmlische Rezept. Es werden keine Shortbreads mehr gekauft.

    1. Super; das freut mich!

  7. Superlecker! Und so schnell gemacht! Ich habe die Teigplatte vor dem Backen in Stücke geschnitten, und dann eine Stunde gekühlt! Bewegt man sie direkt wenn sie aus dem Ofen kommen, zerbröseln sie und sind weich! Also richtig auskühlen lassen, dann sind die optimal und fest, auf soooo leckere Kekse kann man gut etwas warten 😉

    1. Das freut mich. Danke für dein Feedback 🙂

  8. Vielen Dank für das tolle Rezept. Die Shortbreads sind soooooo lecker.

    1. Oh ja! Wie schön, dass du das auch so siehst ?☺️

  9. Habe es gerade probiert- aber als ich es zum Abkühlen aus der Form nehmen wollte, hatte ich nur sandige Bruchstücke. Muss man es länger ruhen lassen, bevor man es anrühren kann? Lässt es sich denn ganz kalt noch ohne zu zersplittern schneiden?

    1. Hallo, also Shortbread ist schon sehr mürbe, sollte aber dennoch nicht komplett zersplittern, sondern geschnitten werden können (siehe meine Bilder). Hast du dich 1:1 ans Rezept gehalten und alles wirklich komplett gut abkühlen lassen?

    2. Ja man muss den Teig wirklich richtig auskühlen lassen. Als das Shortbread aus dem Ofen kam, war alles immer noch sehr weich. Ich habe es über Nacht auskühlen lassen, dann wurde es fest und es ist einfach nur der Knaller … der Teig hat sich dann auch in wunderbare Finger schneiden lassen ohne zu bröseln. Ich war echt überrascht.

      1. Danke für deinen Kommentar:)

  10. Huhu, habe das Rezept mit Emmervollkornmehl, Dinkelgrieß, einer geriebenen Tonkabohne und genau 7 g Kristallsalz getestet 😉 Der Teig blieb über Nacht im Kühlschrank. Daraus habe ich eine ca. 5 cm dicke Wurst gerollt und diese in ca. 1,5 cm dicke Scheiben geschnitten und gut 35 Minuten gebacken. Das Ergebiniss hat uns umgehauen !!! Unglaublich gut !!! Der Grieß und das Salz sind wirklich das A und O.

    1. Hallo Thomas, das klingt ja super spannend! Tonkabohne und Salz kann ich mir sehr gut vorstellen, aber dass es auch mit Emmer klappt, hätte ich nicht gedacht 😉

  11. Hallo,

    das Rezept hört sich super an! Gern würde ich Walnüsse zum Shortbread hinzugeben. Meinst du, man kann statt des Grieß gemahlene Walnüsse nehmen (hatte das bei einem anderen Shortbread Rezept mal gelesen…) oder wird dann das Shortbread nicht mehr richtig klassisch mürbe (Nüsse haben ja einen höheren Fettanteil)?

    Ansonsten: könnte man zu deinem klassischen Rezept einfach ein paar gehackte Walnüsse hinzugeben? Und z.B. Zimt/ Spekulatousgewürz…?)

    1. Hallo Miriam, ich würde vermuten, dass die zweite Variante die sicherere ist, also dem klassischen Rezept Nussstückchen und Gewürze zugeben. Das sollte klappen.
      Viele Grüße

  12. Superrezept. Das Beste, was ich bisher zum Thema Shortbread gebacken habe.

  13. Unglaublich lecker und super schnell zubereitet. Die besten Shortbread die ich jemals gegessen habe. Vielen Dank für das Rezept!
    Habe sie meiner Mama zum Geburtstag gemacht und auch sie war begeistert!

  14. Nimmt man Weich- oder Hartweizengrieß?

    1. Ich würde Weichweizengrieß nehmen; Dinkelgrieß schmeckt aber auch toll!

  15. Sehr hohe Suchtgefahr?? die Shortbread schmecken phantastisch!! Super Rezept und toll auch für Vorrat??

    1. Liebe Tina,
      danke für dein Lob, es freut mich, dass euch mein Shortbread auch so gut schmeckt!
      Kathrin

      1. Nicht nur mir, gestern zu Freunden mitgenommen und alle waren begeisrt und wollten das “ Geheimrezept“ ?? ich hab auch noch eine Tonkabohne hineingerieben?Ganz besonderer Geschmack!!

        1. Wie schön 🙂
          Und Tonkabohne ist eine gute Idee, die liebe ich ja auch!

        2. Oooh ich glaub ich weiß jetzt wo ich mein Tonkabohneneis draufmach im Sommer ?