Diese Babka mit Schokoladenfüllung und Hefeteig wird herrlich flaumig - ohne Übernachtgare und komplizierte Schritte
Schokoladen-Babka ist ein absoluter Hefeteig-Traum: außen hübsch, innen schön locker, und vor allem mit den typischen, schokoladigen Schichten. Sie ist bei uns zuhause sofort zum Familienliebling geworden!
Darum werdet ihr dieses Babka-Rezept lieben
Schokoladen-Babka ist ein beliebtes geschichtetes Hefeteiggebäck aus Ost- und Mitteleuropa. Die Konsistenz ist herrlich flaumig und saftig. Anders als z.B. beim Schoko-Hefezopf werden die aufgeschnittenen Teigstränge hier nicht geflochten, sondern nur locker miteinander verschränkt und in einer Kastenform sehr hoch gebacken. Typisch für Babka ist eine intensive Schokocreme sowie ein Zuckersirup für Glanz und Saftigkeit. Wenn ihr eine Schokoladen-Babka nach Ottolenghi-Art machen wollt, solltet ihr darauf nicht verzichten (auch wenn sich meine Variante ansonsten vom Original unterscheidet). Für mein Rezept braucht ihr keine Übernachtgare und dennoch eine moderate Hefemenge. Damit die Schichten wirklich gut gelingen, zeige ich euch die wichtigsten Schritte mit Step-by-Step-Fotos. Sieht der Kuchen nicht köstlich aus?


Die Zutaten im Überblick
- Der Teig basiert auf einem klassischen, eher reichhaltigen Hefeteig aus Weizenmehl mit mehr Butter und Eiern als beim einfachen Hefezopf, dafür etwas weniger Milch. Das sorgt für die flaumige, leicht briocheartige Krume, die trotzdem stabil genug ist für die Schokoschichten.
- Für die Füllung wird keine Schokocreme aus dem Glas verwendet, sondern eine selbstgemachte Paste aus Zartbitterschokolade, Butter, Zucker und Kakao. Welche Sorte ihr wählt, beeinflusst den Geschmack stark:
Mit etwa 70 % Kakaoanteil wird die Babka intensiv und leicht herb, mit 50-55 % deutlich milder und für Kinder ideal. Der zusätzliche Backkakao verstärkt das Aroma und sorgt für eine dunkle kontrastreiche Optik. - Der Zuckersirup ist nichts anderes als ein kurz aufgekochter Mix aus Wasser und Zucker. Trotz des Sirups schmeckt das Ergebnis übrigens nicht übersüßt, sondern ausgewogen und gut 🙂 Ich nehme übrigens weniger als ⅓ des Zuckers von Ottolenghi.


So macht man gute Babka
- Hefeteig kneten: Er ist eher weich, löst sich aber trotzdem vom Schüsselrand. Beim ersten Ruhen geht er schon ziemlich gut auf.
- Füllen und aufrollen: Nun wellt man den Teig rechteckig aus, bestreicht ihn mit der Schokopaste und rollt ihn einer großen dicken Teigrolle auf – ähnlich wie bei Zimtschnecken.
- Formen: Die Rolle längs halbieren und die Stränge locker miteinander verdrehen, fast wie bei einer Kordel. Dadurch entstehen die typischen Babka-Wirbel. Das Prinzip verwende ich z.B. auch im Nusszopf. Wenn eure Babka etwas unperfekt oder verschmiert aussieht: Gar kein Problem!
- Backen und glasieren: Nach einem 2. Gehen backt ihr den Kuchen, bis er goldbraun und durch ist. Babka mit Schokofüllung ist üppiger und braucht länger als z.B. der Hefezopf mit Quarkfüllung. Der Zuckersirup kommt direkt nach dem Backen drauf. Er zieht gut ein, auch wenn man erstmal denkt, dass er zu flüssig und zu viel ist.

Gelingtipps für eure Schokoladen-Babka
Damit eure Babka gut gelingt, habe ich hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst, die ihr beim Backen beachten solltet:
- Butter früh genug aus dem Kühlschrank holen: Das gilt sowohl für den Teig als auch für die Füllung. Ist die Butter zu kalt, wird die Schokopaste krümelig und lässt sich nicht schön verstreichen. Sehr weiche Butter sorgt dagegen für eine gleichmäßige, streichfähige Creme. Ich nehme die Butter (zusammen mit den Eiern) meist schon am Vorabend aus dem Kühlschrank.
- Die Schokocreme rechtzeitig machen: Wenn die geschmolzene Schokolade noch zu warm ist, wird die Masse nämlich schnell zu weich. Am besten die Füllung vorbereiten , wenn der Teig noch geht, und bei Bedarf ein paar Minuten kühlen. Sie sollte sich anfühlen wie streichfähige Nuss-Nougat-Creme – nicht wie Soße.
- Mit einem großen, scharfen Messer schneiden: Beim Halbieren der Rolle hilft ein wirklich scharfes, großes Messer. Nicht sägen, sondern in einem Zug durchziehen. Falls die Rolle sehr weich ist, kann man sie vor dem Schneiden kurz kühlen.
- Geduld beim Anschneiden: Frisch gebacken ist die Babka mit Schokoladenfüllung unglaublich weich und wattig – perfekt zum Zupfen und Essen, aber nicht für saubere Scheiben. Am besten komplett auskühlen lassen, auch wenn´s schwer fällt 😉
Viel Spaß beim Backen und Genießen, ich bin mir sicher, es wird euch schmecken! Und wenn´s noch etwas mehr Schokolade sei darf, testet doch auch mal die Schokoschnecken oder Schokobrötchen 🙂
Schokoladen-Babka
Zutaten
Für den Hefeteig
- 470 Gramm Weizenmehl Type 405 oder 550
- 18 Gramm frische Hefe
- 75 Gramm Zucker
- 2 mittelgroße Eier zimmerwarm
- 100 Gramm Butter weich
- 130 Milliliter Milch lauwarm, bei Bedarf bis zu 140ml
- ¼ Teelöffel Salz
Für die Schoko-Füllung
- 150 Gramm Zartbitterschokolade 50-75% Kakaoanteil
- 80 Gramm Butter sehr weich
- 45 Gramm Zucker
- 20 Gramm Backkakao
Für den Sirup
- 80 Gramm Zucker
- 70 Milliliter Wasser
Zubereitung
- Die Hefe in einen Becher mit ca. 100ml von der lauwarmen Milch bröckeln. Einen Teelöffel Zucker hinzugeben und rühren, bis sich Zucker und Hefe aufgelöst haben. Mehl und restlichen Zucker in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken.
- Die Hefe-Milch-Mischung in die Mulde gießen und mit etwas Mehl vom Rand verrühren. Schüssel bedecken und an einem warmen Ort ca. 10 Minuten ruhen lassen.
- Nun die restliche lauwarme Milch, weiche Butter, Eier und Salz dazugeben. Alles ca. 5 Minuten zu einem eher weichen, aber glatten Teig verkneten, der sich vom Schüsselrand löst. Teig an einem warmen Ort abgedeckt ca. 90 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.
- Nach etwa einer Stunde Gehzeit die Füllung vorbereiten. Zunächst die Schokolade klein hacken und im heißen Wasserbad oder der Mikrowelle bei niedriger Wattzahl schmelzen. Leicht abkühlen lassen. Die Butter mit dem Zucker cremig rühren. Dann Kakao und die geschmolzene Schokolade unterrühren. Die Schokocreme sollte streichfähig, aber nicht flüssig sein. Falls sie zu weich ist, 5-10 Minuten kühlen.
- Eine große Kastenform (ca. 30 cm) einfetten und am besten zusätzlich mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem großem Rechteck ausrollen (ca. 35 * 30 cm).
- Die Füllung darauf verteilen und gleichmäßig verstreichen, dabei einen kleinen Rand frei lassen.
- Die bestrichene Teigplatte von der langen Seite her straff aufrollen. Die Rolle dann mit einem großen scharfen Messer längs halbieren, sodass zwei seitlich offene Rollen entstehen.
- Die beiden Stränge mit der Schnittfläche nach oben locker miteinander verschränken. Vorsichtig in die vorbereitete Kastenform legen. Nochmal an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen.
- Backofen auf 170 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Babka ca. 45-50 Minute backen. Dabei nach etwa 30 Minuten locker mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Um herauszufinden, wann die Babka fertig ist, eine Stäbchenprobe in der Mitte machen: Schokocreme am Stäbchen ist normal, roher Teig nicht.
- Während die Babka backt den Sirup vorbereiten. Zucker und Wasser kurz aufkochen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Die heiße Babka direkt nach dem Backen großzügig mit dem heißen Sirup bepinseln. Er zieht ein, sorgt für Saftigkeit und Glanz. Babka komplett abkühlen lassen und dann vorsichtig mit einem großen scharfen Messer schneiden.
Anmerkungen
- Schoko-Sorte: Mit 70 % Schokolade wird die Babka intensiv und leicht herb. Für Kinder oder eine mildere Variante lieber eine Schokolade mit ca. 50 % Kakaoanteil verwenden.
- Aufbewahrung: xy
Noch mehr Tipps zu diesem Rezept
Damit euch dieser Hefeteig sicher gelingt, lest euch mein Grundrezept durch. Hier gibt es auch Antworten auf häufige Fragen wie: Kann man frische Hefe durch Trockenhefe ersetzen?, was ist der Unterschied zwischen frischer Hefe und Trockenhefe? und wann geht Hefeteig nicht auf? Hier geht's zum Hefeteig-Grundrezept
Die passenden Zutatenmengen für andere Backformgrößen kannst du mit unserem Umrechner ermitteln.
Hier findest du Tipps, wie und durch was du Zutaten ersetzen kannst.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate Links (was bedeutet das?).















